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Logistics Youngsters Hamburg

Logistik als Unterrichtseinheit in der Schule

Den künftigen Fachkräfte-Nachwuchs in der Logistik-Branche zu sichern, dafür kooperieren Schule und Wirtschaft: Zehn Betriebe, zwei außerschulische Lernorte, eine Schule, zuständige Behörden und die Logistik-Initiative Hamburg gestalten ein Pilotprojekt, um Jugendlichen Logistik mit all ihren Berufsfeldern authentisch und inspirierend zu vermitteln.

Bei dem offiziellen Auftakt haben sich alle beteiligten Unternehmen, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Behördenvertreter auf dem Umschlagsterminal von C. Steinweg eingefunden, um das deutschlandweit einzigartige Projekt – auch offiziell – zu starten.

„Ja, eine Ausbildung in der Logistik kann ich mir jetzt sehr gut vorstellen. Anpacken und im Team Verantwortung übernehmen – das hat mir besonders gut gefallen – und dass es so viele verschiedene Aufgaben gibt, das war mir überhaupt nicht klar. Vor allem der IT Bereich hat mir besonders gut gefallen“, so Muhammad Ali, Schüler der Profilklasse „Logistics Youngsters“ im 9. Jahrgang der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Mit dem Projekt Logistics Youngsters sei es erstmalig gelungen, Logistikinhalte in den laufenden Unterricht zu integrieren. Und das nicht nur einmalig, sondern kontinuierlich, über zwei Schuljahre, mit viel Praxis und vielen Beteiligten, teilt die Logistik-Initiative Hamburg mit.

Von der 8. bis zur 10. Klasse Logistik-Branchenkenntnisse erwerben

Mit der ersten Profilklasse Logistik hat die Logistik-Initiative Hamburg gemeinsam mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg und ihren Mitgliedsunternehmen aus Logistik und Handel dieses Projekt geschaffen. Die jungen Menschen lernen so die Branche von der 8. bis zur 10. Klasse aus allen Blickwinkeln kennen, im Unterricht und in mehreren Praktikumsphasen. Das Besondere dabei sei, dass Logistics Youngsters nur die Schülerinnen und Schüler geworden sind, die in Klasse 8 besonderes Interesse an der Logistik gezeigt haben.

Ziel sei es, die Schüler nach Ablauf der 10. Klasse in Ausbildungsverhältnisse mit Logistikbetrieben zu bringen und diese dort zu halten. Authentische Erwartungen im Vorfeld zu entwickeln seien entscheidend im „War of Talents“ und mit den Logistics Youngsters solle dies geleistet werden.

Der Ansatz soll auch dem Ausbildungsabbruchgedanken entgegenwirken, indem den jungen Menschen ein realistisches Bild der Branche vermittelt wird. Die Klasse werde intensiv und kontinuierlich durch Praxispartner im Unterricht begleitet und stelle allen Schülern Praktika in logistikrelevanten Berufsfeldern. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns mit den Projektpartnern die Bälle so gut zuspielen können. Es ist toll, wenn Berufsorientierung einen so wichtigen Stellenwert zugesprochen bekommt und die Wirtschaft bereits vor dem Schulabschluss in den Nachwuchs investiert. Trotz der Digitalisierung werden morgen Fachkräfte benötigt. Mit der Logistik-Initiative Hamburg haben wir einen Partner gewonnen, bei dem alle Fäden aus Wirtschaft, Politik und Schule zusammenlaufen und konstruktiv verknüpft werden.“, so Katja Schlünzen, Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg bei der offiziellen Auftaktveranstaltung am Montag.

Schlünzen gilt mit ihrem Kollegenkreis damit als ein Musterbeispiel für ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Schule und Wirtschaft. Das betonten auch die Unternehmen. „Mit dem Projekt haben wir eine zielführende Maßnahme entwickelt, Schülern nachhaltig Logistikwissen zu vermitteln“, so Uwe Richter, Ausbildungsleiter bei Kühne und Nagel. Viel Engagement liegt damit auf beiden Seiten – als Motivator dienen die Schüler, die von Woche zu Woche Logistik besser verstehen und demnächst vielleicht aus selbst gestalten.

(Redaktion)


 


 

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