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  • 17.03.2020, 08:56 Uhr
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Logistik

„Hamburg Box”: Paketzustellung an die U- oder S-Bahnstation

Als erste Stadt in Deutschland testet Hamburg eine neue Form der Paketzustellung: Hermes, DPD und GLS liefern auf Kundenwunsch Pakete in ein Fach der „Hamburg Box” entlang ausgewählter Re-, S- und U-Bahnhaltestellen-Stationen. Die erste von insgesamt an die 21 Boxen wurde Anfang März in Barmbek der Öffentlichkeit vorgestellt.

Pakete auf dem täglichen Weg am Bahnhof mitnehmen oder abgeben – und das alles ohne Blick auf die Öffnungszeiten von Postämtern oder Paketshops. Das ist einer der Vorteile, die das zunächst einjährige Pilotprojekt „Hamburg Box” verspricht. Die Paketstationen mit bis zu 146 Fächern sind an RE-, S- und U-Bahn-Haltestellen für ÖPNV-Kunden der Hansestadt entlang ihrer täglichen Wege nutzbar. Ob das Modell auf andere Städte übertragen wird, wird nach dem Testlauf entschieden.

Das Pilotprojekt in der Hansestadt ist eine Kooperation der Deutschen Bahn, des Hamburger Verkehrsunternehmens Hochbahn AG und des IT-Unternehmens Parcellock. Laut gemeinsamer Mitteilung solle mit der „Hamburg Box” ein effizienter und nachhaltiger Lösungsansatz getestet werden, um Paketzustellungen auf der letzten Meile direkt an ÖPNV-Punkten zu integrieren. Allein in Hamburg würden werktäglich über 200.000 Pakete ausgeliefert.

Die Lage der Hamburg Boxen an vielfrequentierten ÖPNV-Standorten mache das neue Angebot zu einer attraktiven Alternative zur Haustürzustellung. Die Hamburg Box sei „als zusätzliche Option neben bestehende Haustür-Alternativen wie Paketshops, die Nachbarschaftsabgabe oder die Ablage an einem sicheren Ort” gedacht.

Anbieteroffenes System

Zum Pilotstart bieten die Parcellock-Gesellschafter Hermes und DPD sowie Parcellock-Zustellpartner GLS die Lieferung an die Hamburg Box an. Aber auch andere Paketdienstleister könnten das anbieteroffene System nutzen. Auch lokale Händler können ihre Kunden außerhalb der regulären Öffnungszeiten über die Boxen beliefern. Sie können Waren über ein Online-Buchungsportal der Deutschen Bahn direkt in die Hamburg Box zustellen lassen und so den On- und Offline-Handel miteinander verbinden.

Die Nutzung der Hamburg Box ist laut Mitteilung kostenfrei und sowohl als registrierter Parcellock-Kunde als auch als „Gast“ möglich. Kunden können im Zuge ihres Bestellprozesses die Hamburg Box als Lieferort auswählen und erhalten dann einen Zugangscode zum Öffnen des Fachs.

Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hochbahn AG: „Paketstationen an U- und S-Bahnen sind aus Kundensicht absolut sinnvoll. Spannend wird es zudem, wenn lokale Angebote hinzukommen: nach Feierabend auf dem Heimweg den Kaffee vom Lieblingsröster oder das Hemd von der Reinigung einsammeln. Damit ergeben sich ganz neue Chancen für lokale Händler und Kunden im HVV.“

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.hamburgbox.de

(Redaktion)


 


 

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