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Sterac: Kunden wollen heute mehr als Warentransport

Brexit, Protektionismus, Digitalisierung und Umweltschutz – das sind die wesentlichen Herausforderungen, denen sich der Transport- und Logistikdienstleister Sterac aus dem schleswig-holsteinischen Braak zum 40. Firmenjubiläum gegenübersieht.

Was im Juni 1979 als kleine Spedition mit zwei Mitarbeitern und drei Fahrgebieten begann, ist heute ein mittelständisches Unternehmen mit über 130 Beschäftigten. Gegründet wurde die Firma von Gerald Rackebrandt in Hamburg. Mit dem Umzug 1999 nach Braak in Schleswig-Holstein legte er laut Unternehmensmitteilung den Grundstock für weiteres Wachstum und für die Erweiterung des Portfolios von der Spedition zum integrierten Logistikdienstleister.

Sechs Hallen mit 14.000 Quadratmeter Lagerfläche und mehr als 110 Trailer gehören heute zum Grundstock eines der größten Transport- und Logistikunternehmen Norddeutschlands. Zu den Geschäftsfeldern zählen die europäischen Landverkehre, Lagerlogistik, Value Added Services sowie internationale Übersee- und Lufttransporte. Aus drei Fahrgebieten wurde über die Jahre die Abdeckung von ganz Europa, dem Nahen Osten sowie Russland.

2012 Generationswechsel

Für Gerald Rackebrandt bedeutet das 40. Firmenjubiläum vor allem, einen erfolgreichen Generationswechsel zu feiern. Seit 2012 führt Nicola Rackebrandt die Geschäfte der Sterac.

Die Logistikbranche sieht die Geschäftsführerin vor großen Herausforderungen: „Die Welt ist zwar durch die Digitalisierung zum globalen Dorf geworden, die realen Distanzen im Warenverkehr haben sich jedoch nicht verändert. Unsere Kunden erwarten nicht allein den Transport ihrer Waren, sondern vielmehr Lösungen angesichts von Marktverschiebungen, neuem Protektionismus und höheren Kommunikationsgeschwindigkeiten.“ Sterac habe deshalb eine eigene Zollabteilung aufgebaut und schule seine Mitarbeiter regelmäßig.

Brexit: Lkw-Flotte aufgestockt

Vom bevorstehenden Brexit sieht sich Sterac in besonderem Maße betroffen. Das Unternehmen sei eine der wichtigsten norddeutschen Speditionen für das England-Geschäft mit einem täglichen Transportangebot von und nach Großbritannien beziehungsweise Irland. Um auf „langsamere Abwicklung durch Zollkontrollen und abnehmende Frachtkapazitäten vorbereitet zu sein”, investierte die Firma in zusätzliche Lkw.

Echtzeitinformationsaustausch in den Prozessen

„Der digitale Informationsaustausch in Echtzeit hat die Prozesse in unserer Branche durchdrungen“, betont Nicola Rackebrandt. Neben dem Handling von Waren gehört deshalb mittlerweile der Austausch von Informationen zum Kerngeschäft des Mittelständlers.

Umweltschutz in der Metropolregion Hamburg

Sterac habe sich nach eigenen Aussagen der Green-Logistics mit Zertifizierungen, multimodalen Verkehren und dem Einsatz regenerativer Energien verschrieben. EDV-gestützte Wegeoptimierung sowie Fahrertraining sollen niedrige CO2-Emissionen sichern. Seit 2017 wird der Energiebedarf der Hallen 5 und 7 aus eigener Solarenergie gedeckt. Auf fossile Brennstoffe werde komplett verzichtet.

(Brigitte Muschiol)


 


 

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