Sie sind hier: Startseite Hamburg Leben
Weitere Artikel
Sinfonieorchester

Lothar Zagrosek und das NDR Sinfonieorchester mit Werken von Rameau, Mozart und Franck

Lothar Zagrosek, Chefdirigent des Berliner Konzerthausorchesters, tritt am 10. und 11. Januar 2010 in der Hamburger Laeiszhalle mit dem NDR Sinfonieorchester auf. Er stellt in dem Konzert u. a. die Musik Jean-Philippe Rameaus vor.

Seine Opernouvertüren und Tanzsätze bieten einen unvergleichlichen Fundus erlesener Orchestermusik, aus dem Lothar Zagrosek nun eine imaginäre Sinfonie zusammengestellt hat. Die slowakische Sopranistin Simona Šaturová hat zwei Konzertarien Mozarts mitgebracht: „Fra cento affanni“ und „Misera! Dove Son!“ schrieb Wolfgang Amadeus Mozart auf Texte des italienischen Dichters und Librettisten Pietro Metastasio. Zum Abschluss erklingt César Francks Sinfonie d-Moll. Franck – genau wie Rameau von Haus aus Organist – bezieht sich in den kontrapunktischen Strukturen seiner Werke auf den französischen Barock. Allerdings zeichnet er sich durch eine Harmonik aus, die von Richard Wagner inspiriert ist. Am Montag, 11. Januar, führt Habakuk Traber ab 19.00 Uhr im E-Saal der Laeiszhalle in das Konzert ein. NDR Kultur überträgt am Sonntag, 10. Januar, ab 11.00 Uhr live.

Die Künstler

Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Lothar Zagrosek als Mitglied der Regensburger Domspatzen. Er studierte Dirigieren bei Hans Swarowsky, Istvàn Kertész, Bruno Maderna und Herbert von Karajan. Nach Stationen als Generalmusikdirektor in Solingen und in Krefeld-Mönchengladbach wurde Zagrosek Chefdirigent des Österreichischen Radiosinfonieorchesters in Wien. Diesem Engagement folgten drei Jahre als Directeur musicale der Grand Operá de Paris sowie als Chief Guest Conductor des BBC Symphony Orchestra in London. Von 1990 bis 1992 wirkte Lothar Zagrosek als Generalmusikdirektor der Oper Leipzig. Seit 1995 ist er als Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie verbunden. Von 1997 bis 2006 war Lothar Zagrosek Generalmusikdirektor der Württembergischen Staatsoper Stuttgart. Seine Arbeit an diesem Haus wurde in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ zweimal mit der Auszeichnung „Dirigent des Jahres“ gewürdigt. Seit der Saison 2006/2007 ist Lothar Zagrosek Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Operndirigent, die ihn u. a. an die Staatsopern Wien und Hamburg, die Bayerische Staatsoper München, die Deutsche Oper Berlin, die Semperoper Dresden, das Royal Opera House Covent Garden in London und zum Glyndebourne Festival führte, dirigierte Lothar Zagrosek bedeutende Orchester des In- und Auslandes, darunter die Berliner und Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, alle großen deutschen Rundfunk-Sinfonieorchester und die Wiener Symphoniker. Er war Gast bei den Wiener und Berliner Festwochen, den London Proms, den Münchner Opernfestspielen und den Salzburger Festspielen. Regelmäßig ist er auf den Festivals für zeitgenössische Musik in Donaueschingen, Berlin, Brüssel und Paris vertreten.

Simona Šaturová wurde in Bratislava (Slowakei) geboren. Simona Šaturová studierte am Konservatorium von Bratislava und besuchte verschiedene Meisterklassen u. a. bei der rumänischen Sopranistin Ileana Cotrubas und der niederländischen Sopranistin Margreet Honig. Neben ihren zahlreichen Auftritten am Nationaltheater und an der Staatsoper Prag konnte man die Sopranistin bisher u. a. auf den Bühnen des Teatro Colón (Buenos Aires), Théâtre du Châtelet Paris, Opéra de Monte Carlo und im Megaron in Athen erleben. Zu ihrem Repertoire gehören u. a. die Partien der Lucia (Lucia di Lammermoor), Gilda (Rigoletto), Rosina (Il Barbiere di Siviglia), Susanna (Le nozze di Figaro), und Pamina (Die Zauberflöte). Eine besonders intensive Beziehung pflegt Simona Šaturová zu der Oper Frankfurt, wo sie im Januar 2010 als Lucia zu erleben ist. Konzerte und Oratorien nehmen einen wichtigen Platz in Simona Šaturovás Kalender ein: So debütierte sie 2006 bei den Salzburger Festspielen, noch im gleichen Jahr sang sie in Paris unter Christoph Eschenbach die Sopranpartie in Mahlers Auferstehungssymphonie – anlässlich der Wiedereröffnung der berühmten Salle Pleyel. Auf Grund des sensationellen Erfolges wurde sie umgehend vom Philadelphia Orchestra für Konzerte in Philadelphia und in der Carnegie Hall New York eingeladen. Zu den Dirigenten, mit denen die Sopranistin gearbeitet hat, gehören Sir Neville Marriner, Helmut Rilling, Sylvain Cambreling, Masaaki Suzuki, Adam Fischer und Rafael Frühbeck de Burgos. Sie gastierte u. a. bei dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Toronto Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem London Philharmonic Orchstra, den Bamberger Symphonikern, dem Philadelphia Orchestra, dem Orchestre des Champs-Elysées und dem NDR Sinfonieorchester. Ihre kürzlich eingespielte CD von ausgewählten Haydn-Arien bei ORFEO mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Alessandro De Marchi wurde soeben mit dem „Editor’s Choice Award“ der renommierten Zeitschrift „Gramophone“ ausgezeichnet.

Konzerte: Sonntag, 10. Januar, 11.00 Uhr, Laeiszhalle Hamburg
Montag, 11. Januar 20.00 Uhr, Laeiszhalle Hamburg
Sendung: Sonntag, 10. Januar, 11.00 Uhr, live auf NDR Kultur

(ots / NDR Kultur)


 


 

NDR
Konzert
Kultur
Sinfonieorchester
Lothar Zagrosek
Orchester
Dirigent
Sopran
Musik
Mozart

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "NDR" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: