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Low Cost Airline

Fliegen à la carte mit der „neuen Germanwings“

Als „neue Germanwings“ mit einem neuen Produkt- und Markenkonzept startet die bekannte Fluggesellschaft durch und will damit ihre Position im europäischen Billigflug-Markt stärken. Heute stellte sich die „neue Germanwings“ mit einem Premierenflug vor.

Ab sofort können Fluggäste zwischen drei Varianten in unterschiedlichen Preissegmenten mit verschiedenen Komfortmerkmalen auswählen: „Best“ kennzeichnet das hochwertigste Angebot, das insbesondere Geschäftsreisenden und anspruchsvolle Privatreisende ansprechen soll. „Smart“ bildet das Tarifangebot mit einem attraktiven Paket umfangreicher Zusatzleistungen, und „Basic“ ist ein reines Billig-Flugangebot.

Gemäß den Informationen der Fluggesellschaft werden in der „neuen Germanwings“ die dezentralen Europaverkehre der Lufthansa außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München und die von Germanwings zusammengeführt. Die „neue Germanwings“ stellte ihr Konzept am Montag bei einem Premierenflug in Berlin, Hamburg, Stuttgart und Köln/Bonn vor.

In Hamburg begrüßte Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Airport, die „neue Germanwings“ nach der Landung des Flugzeugs im neuen Germanwings-Design. „Die zusätzlichen Germanwings-Flugverbindungen sind eine wichtige Ergänzung unseres Streckenportfolios. Für die Reisenden in Norddeutschland bieten sie noch mehr Auswahl zu attraktiven Preisen – zumal gerade die beliebten Ziele mit einer hohen Frequenz bedient werden. Unsere Passagiere profitieren außerdem von den unterschiedlichen Preismodellen, die ihnen eine individuelle Reiseplanung ermöglicht“, erklärt Michael Eggenschwiler.

Carsten Spohr, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG: „Die Germanwings ist nicht nur Deutschlands größte Low-Cost-Airline, sondern als Qualitätscarrier in diesem Segment auch das beste Angebot im europäischen Markt. Wir verbinden die Stärken der Germanwings mit den Vorteilen der Lufthansa.“ Er sei sich sicher, dass die Fluggäste – Geschäftsreisende wie Privatreisende – die neue Marke und das neue Produkt sehr schätzen werden. Dieser Ansatz sei zugleich der Schlüssel für Lufthansa, um auf innereuropäischen Strecken abseits unserer Drehkreuze wieder profitabel zu fliegen. Sie würden durch die Schaffung eines hochattraktiven Angebots für die Kunden zugleich die Wirtschaftlichkeit der Lufthansa verbessern.“

Thomas Winkelmann, Sprecher der Germanwings-Geschäftsführung sagte, dass für das Unternehmen ein historischer Tag sei: Mit einem neuen Produkt, vielen neuen Strecken und einer größeren Flotte werde man noch einmal in die zweite Phase der Erfolgsgeschichte Germanwings durchstarten. Das neue Design der Flugzeuge markiere den Neustart hier in Hamburg. „Wir versprechen unseren Kunden, dass wir weiterhin das beste Preis-/Leistungsverhältnis in Europa bieten und dass wir auch in Zukunft mit unserer Kreativität die Zeichen für unsere gesamte Branche setzen.“

Erweiterung der Kapazitäten

In der Hansestadt baut die „neue Germanwings“ gemäß eigenen Angaben ihre Präsenz nach Übernahme aller geplanten Strecken von Lufthansa von derzeit 270 wöchentlichen An- und Abflügen auf 748 aus. So werden für die neue Airline 14 Flugzeuge im Einsatz sein, die Airline komme auf einen Marktanteil von beachtlichen 31,5 Prozent am Hamburger Flughafen. Für 2013 plane Germanwings die Beförderung von 1,2 Millionen Passagieren, die „neue Germanwings“ werde nach Übernahme aller Strecken von Lufthansa 2,7 Millionen Passagiere pro Jahr an Bord begrüßen können und von Hamburg aus 37 Ziele anfliegen.

Germanwings habe in den vergangenen Monaten die im Dezember angekündigten und vorgestellten Neuerungen im Produkt- und Markenkonzept konsequent und in Rekordgeschwindigkeit umgesetzt. Innerhalb von nur sechs Monaten wurde die aktuell aus 38 Flugzeugen bestehende Flotte der Airline außen und innen komplett auf das neue Design umgestellt. Nach den derzeitigen Planungen soll die „neue Germanwings“ Ende 2014 eine Flotte von 87 Flugzeugen umfassen. Dazu werden 64 eigene Flugzeuge der Typen Airbus A319 und A320 gehören sowie weitere 23 Jets vom Typ CRJ-900 der Eurowings-Luftverkehrs AG, die in Zukunft ausschließlich für Germanwings tätig sein sollen.

Zudem habe ein „hoch motiviertes Mitarbeiterteam“ das neue differenzierte Angebot in Rekordzeit erarbeitet. Auch die Implementierung der technischen Prozesse, die mit der Umstellung auf die „neue Germanwings“ verbunden sind, habe reibungslos und zügig funktioniert. Die drei neuen Tarifangebote sind seit Montag im Internet buchbar, über die Reisebüros konnten sie bereits seit dem 12. April 2013 gebucht werden, so die Informationen der Airline. Die Check-in-Systeme seien umgestellt, die Kunden würden bereits überall das neue Logo finden, und die Smartphone-Apps für mobile Dienstleistungen der Germanwings seien neu gestaltet.

Das Konzept „günstig aber nicht billig“

Nach dem Motto „günstig aber nicht billig“ arbeiteten die Mitarbeiter der „neuen Germanwings“ noch intensiver an einer optimalen Erfüllung der Kundenwünsche. Dafür stünden innerhalb der Economy Class die drei Grundmodule Best, Smart und Basic zur Auswahl: Der Best-Tarif beinhalte das beste Produkt, das es derzeit für innereuropäische Billig-Flugverbindungen gebe und Maßstäbe in der Branche setze. Für den Fluggast sei ein Platz in einer der drei vordersten Reihen reserviert. Dort genieße er den sehr großzügigen Sitzabstand von 32 Zoll (81,3 Zentimetern) und den freien Mittelsitz neben sich. Weitere Komponenten des neuen Best-Tarifs sollen Zugang zu Lufthansa-Lounges, Priority Check-in und Benutzung der Fastlane bei der Sicherheitskontrolle, erhöhte Meilengutschrift bei Miles & More, HON Circle Meilen, doppelte Freigepäck-Menge (zweimal 23 Kilogramm), Catering à la carte an Bord, flexible Umbuchung und Stornierbarkeit des Tickets sein.

Der Kabinenbereich mit den Best-Sitzen werde – ähnlich wie bei einer klassischen Business Class – durch einen Sichtschutz deutlich abgetrennt. Der Best-Tarif sei ab sofort über sämtliche Buchungskanäle auf allen innerdeutschen Verbindungen verfügbar und für die europäischen Kernmärkte von Germanwings, das heißt für Österreich, die Schweiz, Belgien, Russland, Frankreich und Großbritannien.

Der Smart-Tarif der neuen Germanwings entspreche als Standard-Tarif einem klassischen Economy-Produkt mit sehr hoher Qualität. In diesem Tarif seien für die Passagiere die Reihen im vorderen Bereich des Flugzeugs reserviert, die mit 32 Zoll (81,3 Zentimetern) denselben großzügigen Sitzabstand wie beim Best-Tarif bieten. Smart beinhalte Catering in Form eines Snacks und alkoholfreien Getränken sowie 23 Kilogramm Freigepäck.

Das günstigste Angebot, der Basic-Tarif, komme einem klassischen Billig-Produkt gleich. Wer es bucht, verzichte zum Beispiel auf freies Catering und Freigepäck und könne im Flugzeug ab Reihe elf Platz nehmen.

Bei der umfangreichen Neuausrichtung wurde Germanwings von Lufthansa Consulting beraten. Die Lufthansa-Konzerntochter mit weitreichender Erfahrung im Management komplexer Großprojekte begleitete die Zusammenführung der unterschiedlichen Geschäftsmodelle unter Beibehaltung der Low-Cost-Strukturen. Die Projektunterstützung reichte von der strategischen Integrationsidee über die Implementierung der Maßnahmen hinsichtlich Marke, Produkt, Flotte und Netz bis hin zu den notwendigen Anpassungen in den administrativen Bereichen.

(Redaktion)


 


 

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