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Luftfahrtstandort Hamburg

Neues Lufthansa-Flaggschiff trägt Hamburg in die Welt

Mit einer feierlichen Zeremonie wurde das jüngste Mitglied der Lufthansa-Flotte, am 5. Juni 2014 am Hamburger Flughafen auf den Namen „Hamburg“ getauft. Der Airbus A380, das größte Passagierflugzeug der Welt, soll als Botschafter der Hansestadt um die Welt fliegen.

Im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder wurde er gebaut und am Hamburg Airport erhielt seinen Namen: Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz taufte den jüngsten von nunmehr zwölf Airbus A380 in der Flotte der Lufthansa mit dem Kennzeichen D-AIML auf den Namen „Hamburg“. Die Zeremonie mit anschließendem Rundflug über Norddeutschland fand auch im Beisein des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr, statt. Die Maschine kam als Sonderflug aus Frankfurt und landete gegen 13 Uhr in Hamburg-Fuhlsbüttel. Nach der Taufe hob die Maschine um 15.30 Uhr mit etwa 300 Gästen an Bord zu einem einstündigen Rundflug über Hamburg und den Küstenregionen ab.

Super-Airbus: Hamburgs Luftfahrtindustrie ist maßgeblich eingebunden in Konzeption, Bau und Auslieferung

Scholz freute sich über die Entscheidung der Deutschen Lufthansa, ein Exemplar des in Hamburg-Finkenwerder ausgelieferten A380 nach der Hansestadt „Hamburg“ zu benennen und betonte: „Jedes Flugzeug dieses Typs, das von hier in ferne Länder abhebt, ist ein Botschafter für eine innovationsstarke und wirtschaftlich dynamische Hansestadt.“ Die Beziehung zwischen Hamburg und dem Airbus A380 sei eine ganz besondere, so Scholz weiter: Das Flugzeug sei in Hamburg mitentwickelt worden, die Kabine werde hier eingebaut, die Airbus-Kunden aus Europa und dem Nahen Osten nähmen hier ihre A380-Flugzeuge in Empfang und die Lufthansa Technik aus Hamburg betreue die A380-Flotte für die Deutsche Lufthansa AG. Laut Scholz haben Unternehmen und Politik mit dem A380 gemeinsam eines der größten Infrastrukturprojekte der Stadt entwickelt und etwa 14.000 industrielle Arbeitsplätze im Flugzeugbau entstehen lassen.

Für die Luftfahrtindustrie der Hansestadt erfüllt sich mit der Namensgebung ein Wunsch

„Die Produktion der A380 ist zu einem Leuchtturm für Hamburg geworden, der international beachtet wird. Dies ist auch ein Ergebnis des erfolgreichen Schulterschlusses zwischen Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Politik, der hier in Hamburg geschafft wurde und den Luftfahrtstandort maßgeblich nach vorne gebracht hat“, ergänzt Dr. Franz Josef Kirschfink, Geschäftsführer von Hamburg Aviation, dem Luftfahrtcluster der Metropolregion Hamburg. „Dass sich die A380 „Hamburg“ heute in die exklusive Riege anderer A380-Patenstädte wie „Peking“, „Tokio“ oder „New York“ einreihen darf, ist nicht zuletzt auch als große Anerkennung der Lufthansa für die hier geleistete Arbeit zu sehen, und sollte uns Hamburger Standortbeteiligten ein Ansporn sein, unseren eingeschlagenen Weg fortzusetzen“.

Hamburg ist der drittgrößte zivile Luftfahrtstandort der Welt

Insgesamt sind mehr als 40.000 Hamburgerinnen und Hamburger direkt in der Luftfahrt beschäftigt. Damit ist die Hansestadt der drittgrößte zivile Luftfahrtstandort der Welt. Neben den drei Ankerunternehmen Airbus, Lufthansa Technik und dem Hamburg Airport beheimatet der Standort über 300 Zulieferer, vier Hochschulen sowie zwei DLR-Institute (Luft- und Raumfahrt) und bildet als einzige deutsche Region die gesamte Wertschöpfungskette des Flugzeugbaus ab – von der Entwicklung bis zum Recycling. Mehr als hundert davon sind im Cluster Hamburg Aviation engagiert.

Der Airbus A380 entsteht großenteils in der Metropolregion Hamburg

Auch der Airbus A380 ist zu einem beachtlichen Teil ein Produkt der Region: Große Teile des Rumpfes kommen aus Hamburg, das Seitenleitwerk aus Stade. Zwar findet die Endmontage des „Super-Airbus“ in Toulouse statt. Anschließend werden die Flugzeuge jedoch nach Hamburg-Finkenwerder überführt, wo die Kabinenausrüstung und die Lackierung vorgenommen werden. Letztere nimmt allein zehn bis 15 Tage in Anspruch, wobei 531 Kilogramm Farbe auf die Außenhaut des Flugzeugs aufgetragen werden.

Das größte in Serie gefertigte Passagierflugzeug der Welt

Die weiteren Dimensionen des mit 73 Meter Länge, knapp 80 Meter Spannweite und 24 Metern Höhe größten jemals in Serie gebauten zivilen Verkehrsflugzeugs sind ebenfalls beachtlich: Mehr als 500 Kilometer elektrische Kabel und gut vier Millionen Einzelteile von 1.500 Zulieferern aus 30 Ländern werden in der A380 verbaut. Das maximale Startgewicht liegt bei 560 Tonnen, das entspricht dem Gewicht von 110 Elefanten. Um die maximal möglichen 850 Passagiere an Bord zu bringen, wird eine „Parklücke“ von 6.400 Quadratmetern benötigt – mehr als das Vierfache des Plenarsaals des deutschen Bundestags.

Die jetzt getaufte „Hamburg“ ist der zwölfte von künftig insgesamt 14 Airbus A380, der in die Lufthansa-Flotte stößt. Das erste Flugzeug wurde 2010 in Dienst gestellt und nach dem größten Lufthansa-Hub „Frankfurt am Main“ benannt. Die weiteren A380 heißen „München“, „Peking“, „Tokio“, „Johannesburg“, „Zürich“, „Wien“, „New York“, „Berlin“, „Brüssel“ und „Düsseldorf“. Lufthansa setzt ihre A380 bislang ausschließlich von und nach Frankfurt am Main ein. Weltweit wurden bis dato 128 Airbus A380 an Kunden ausgeliefert, weitere 196 sind bestellt. Die Auslieferung an den Kunden findet – je nach Herkunftsregion – in Toulouse oder in Hamburg statt. Airlines aus Europa und dem Nahen Osten erhalten ihre A380 an der Elbe – darunter auch Emirates, der mit 140 Bestellungen und 47 erfolgten Auslieferungen zurzeit größte Kunde des Flugzeugtyps.

Lufthansa-Tradition in Hamburg

Die A380-Taufe setzt die lange Lufthansa-Tradition in Hamburg fort: Nach dem zweiten Weltkrieg begann das erste Kapitel der neuen Deutschen Lufthansa in Hamburg. Am 1. April 1955 startete sie von hier aus ihren Jungfernflug Richtung München. Zur gleichen Zeit ging im südlichen Gelände des Flughafens die Lufthansa-Werft an den Start – die Vorläuferin der heutigen Lufthansa Technik. Dazu Carsten Spohr, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG. „Hamburg ist ein wichtiger und großer Standort für uns. Hamburg ist historisch gesehen unser Tor zur Welt. Von hier aus haben wir unseren Status zur Weltmarke aufgebaut.“

Eine weitere Premiere erlebte Hamburg Airport 1960: Lufthansa landete die erste frisch in Seattle ausgelieferte Boeing 707 der Airline in Hamburg. Nur zehn Jahre später landete das erste Großraumflugzeug, die Boeing 747 in Hamburg. Kurz darauf folgte mit der A300 der erste Airbus. Auch heute ist der Lufthansa-Konzern, zu der auch die Airlines Germanwings, Swiss und Austrian Airlines gehören, führend am Hamburg Airport und bietet im aktuellen Sommerflugplan mehr als 50 Flugziele an. Von den insgesamt 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auf dem Flughafengelände arbeiten, gehören allein etwa 9.500 zur Lufthansa und Hamburg Airport.

Die A380 der Lufthansa-Flotte fliegen von Frankfurt am Main aus nach New York, Houston, Miami, San Francisco, Peking, Shanghai, Singapur und Johannesburg. Nach der Taufzeremonie ist die „Hamburg“ gestern bereits nach Südafrika gestartet.

(Redaktion)


 


 

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