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Außenansichten: Warum sich die Welt mehr Deutschland wünscht (außer im Fußball)

Deutschland muss seinen Schuldkomplex ablegen, selbstbewusster auftreten in Europa und der Welt und „seine Gestaltungsmöglichkeiten in den internationalen Beziehungen“ besser nutzen. Das schreibt Tanja Gönner in ihrem Buch „Zieht die größeren Schuhe an“. Und das bestätigen Staatschefs, (ehemalige) Politiker und Wirtschaftsbosse grenzübergreifend zwischen Tokio und Los Angeles.

Auswertung der GIZ-Studie

Tanja Gönner hat als Abgeordnete, Landesministerin und Vorstandssprecherin der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) eine aktuelle Studie ausgewertet, bei der „120 Politiker, Künstler, Wissenschaftler und Unternehmer aus zwei Dutzend Ländern“ ihre Sicht zu Deutschland äußern. Das Ergebnis mag überraschen: Die Welt wünscht sich ein starkes, selbstbewusstes Deutschland, das seine Verantwortung nutzt, aber nicht missbraucht. Das gilt für Außenpolitik, Währungsunion, soziale Maßnahmen und ökologische Verantwortung. Sehr treffend hat sich Polens Außenminister Sikorski dazu geäußert: „Deutsche Macht fürchte ich heute weniger als deutsche Untätigkeit“.

Was die Deutschen besser machen müssen

Gönner fasst in ihrem Buch die unterschiedlichen Stellungnahmen zusammen, die das Bild der Deutschen im Ausland prägen und leitet daraus die Forderung an die Entscheider in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ab, die Verantwortung wahrzunehmen, die sich Europa und die Welt sehnlichst wünschen:

  • Deutschland darf bescheiden auftreten, muss aber entschlossen handeln, um seiner europäische Führungsverantwortung gerecht zu werden.
  • Deutschland muss zu einem „umfassenden Sicherheits- und Entwicklungskonzept“ beitragen und  ...
  • ... dabei die „Soft-Power-Eigenschaften“ in die Waagschale werfen. Nicht als militärische Macht, wohl aber als Vermittler („Makler“) in Konflikten wird Deutschland gebraucht.

Auch umweltpolitisch gelten diese Forderungen. Deutschland hat längst eine Vorbild-Funktion und ein Umweltbewusstsein, das als Blaupause für viele andere Staaten dienen könnte.

Management-Journal-Fazit: Büßergesten auf der einen und chauvinistisches Gehabe auf der anderen Seite kennen die ausländischen Nachbarn zur Genüge. Tanja Gönner fordert in „Zieht die größeren Schuhe an“ ein neues Bild von Deutschland: selbstbewusst, entschlossen und kooperativ. Die Voraussetzungen dafür waren nie besser.

Das Buch
Tanja Gönner, „Zieht die größeren Schuhe an“, Murmann 2014, ISBN: 386774341X

(Oliver Ibelshäuser / www.Management-Journal.de)


 


 

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