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MARITIME CIRCLE LINE

Eine elektrische Barkasse für Hamburg

Der Barkassen-Unternehmer Gregor Mogi ist mit der Maritimen Circle Line eine feste Größe im Hamburger Hafen. Seine Museumslinie bereichert das Freizeit-Angebot für Hamburger und Touristen. Nun plant Mogi ein neues Projekt: den Bau einer abgasarmen und geräuschlosen Barkasse.

Wer den aktiven Reeder Mogi kennt, der ahnt, dass es sich nicht um irgendein neues Schiff handeln kann. Innovation und Bezug zu Hamburg müssen gegeben sein. Die Ziele sind mit dem neuen Projekt hoch gesteckt und die fortschrittliche Barkasse muss erst die Hürden der Zulassung überwinden. Seit Jahren bereite die neue Binnenschifffahrtsuntersuchungsverordnung den Betreibern Kopfzerbrechen. Die darin enthaltenen Vorgaben machten einen Neubau technisch nahezu unmöglich, die zahlreichen Anforderungen an Sicherheit seien für die relativ kleinen Hafenbarkassen nicht erfüllbar. Die Lösung, so Gregor Mogi, liege in einem neuen Konzept, das er zusammen mit dem Hamburger Projektbüro iYacht entwickelt.

Dieselschwaden adé

Mit einem rein elektrischen Antrieb und dem vollständigen Verzicht auf fossile Brennstoffe lassen sich laut Mogi die Kriterien der Verordnung erfüllen. Zwei 80 bis 100 PS starke Elektro-Motoren sollen die etwa 22 Meter lange Barkasse antreiben. Sie wird Platz für 130 Passagiere bieten.

„eMobility auf dem Wasser ist für uns technisch noch einfacher, als wir es von der Straße her derzeit kennen“, so Udo A. Hafner, Geschäftsführer vom Hamburger Projektbüro iYacht. Dass das Gewicht von großen Batterien hier weniger eine Rolle spielt und auch genügend Platz in einem Schiffsrumpf vorhanden ist, sind für den Ingenieur nur zwei von vielen weiteren Vorteilen.

Moderne Technik und traditionelle Form

Das Design der typischen Hamburger Hafenbarkassen ist bewusst und gleichzeitig geschickt umgesetzt. „Wenn man an Bord ist und ohne Geräusch und Gestank durch den Hafen schippert, ist jeder Gast sofort beeindruckt, aber wir wollen schon vorher die Menschen neugierig machen", erläutert Mogi die Idee. Dabei müsse man dem Bild und der Tradition des Hafens treu bleiben, vergleichbar den Yellow Cabs in New York oder Londons Doppeldeckerbussen. „Wir wissen, dass wir nur ein kleiner Baustein sind, wenn es darum geht, die Emissionslast für den Hamburger Hafen zu verringern, aber wir können vermitteln, dass es geht“, so Mogi.

Der Weg bis zum Neubau ist noch lang, aber vielleicht werden Barkassen-Gäste schon im nächsten Jahr lautlos und ohne Abgase durch den Hamburger Hafen schippern können.

Lesen Sie auch weitere Beiträge zu diesem Thema: MARITIME CIRCLE LINE: igs 2013, Kultur und Hafen per Schiff erleben und Barkassen-Liniendienst: Mit der Maritime Circle Line zur igs 2013.

(Redaktion)


 


 

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