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Marlies Smits: Benimmtipps

Unterwegs mit Sonnenbrille und Regenschirm

Im Sommer sind sie unentbehrlich: Die Gläser, die unsere Augen vor zu viel Licht schützen. Aber auch der Regenschirm führt, zumindest in unseren Breiten, von Juni bis August nicht unbedingt ein Schattendasein. Ich höre Sie förmlich schon fragen: "Gibt es dafür etwa auch Regeln?" Die Antwort lautet: "Ja, natürlich gibt es sie". Obwohl Ihnen Manches sicher selbstverständlich erscheint.

Der Regenschirm  - Ein nützliches Utensil, um uns vor Nässe zu schützen

Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass andere Menschen durch den eigenen Schirm nicht in Bedrängnis geraten sollten. Sie kennen alle den Zeitgenossen, der seinen Schirm als Waffe benutzt und sich seinen Weg damit bahnt.  Auch wenn Sie Ihren Schirm zusammen geklappt bei sich haben, sollten Sie darauf achten, dass niemand gestört  wird. Das könnte der Fall sein, wenn der nasse Schirm langsam vor sich hin tropft und die Schuhe des Nebenmanns  mit Wasser füllt. Beim Einsteigen ins Auto oder Taxi sollten Sie ihn vorher ausschütteln und so die Feuchtigkeit etwas reduzieren. Dieses Vorgehen ist auch beim Betreten von Gebäuden sinnvoll. 

Auch bei Regenschirmen gibt es eine breite Auswahl im Handel. Als Mensch mit Stilgefühl verzichten Sie auf Schirme mit breitem Werbeaufdruck. Sie achten auf eine gute Verarbeitung und Qualität. Dabei ist es völlig egal, ob Sie  sich für einen Knirps oder einen Stockschirm entscheiden. Muster und Farbe sollten zu Ihnen und Ihrer Garderobe  passen. Und selbstverständlich erledigt nur ein intakter Regenschirm seinen Job richtig. 

Die alte Regel, dass der Herr den Schirm tragen muss, gilt nicht mehr unbedingt. Hier geht es nach praktischen Gesichtspunkten. Die größere Person hat es einfach leichter, den Regenschutz zu halten; da kommt es nicht auf das  Geschlecht an.  Grundsätzlich ist es unhöflich, jemandem zu dicht auf die Pelle zu rücken. Unter einem Schirm zu zweit führt die  korrekte Distanzzone mindestens zu nassen Schultern. Bieten Sie an, dass Ihre Begleitung sich einhaken darf, das  ist für beide Seiten angenehmer. 

Übrigens sind Sie als Gastgeber für das Wohl Ihrer Gäste verantwortlich. Organisieren Sie also genügend Schirme,  wenn es bei Regen nach draußen geht, holen Sie das Auto oder bestellen Sie ein Taxi. So beweisen Sie perfekte  Gastgeberqualitäten. 

Viel schöner ist es, wenn die Sonne scheint. 

Dann haben Sie die Möglichkeit Ihre neue Sonnenbrille zu präsentieren.  Sie haben sich viel Mühe bei der Auswahl gegeben: Sie ist auf Ihre Gesichtsform abgestimmt, ist modisch oder hat eine klassische Form und ist von guter Qualität. Sie wissen schließlich genau, dass eine Sonnenbrille für viele Menschen zu den Statussymbolen zählt.  Begegnen Sie unterwegs Bekannten, nehmen Sie selbstverständlich zur Begrüßung die  Sonnenbrille ab. Sie machen damit deutlich, dass Sie offen mit anderen Menschen umgehen und nichts zu verbergen haben. Nur wer als Mitglied der Blues Brother oder inkognito unterwegs ist, behält seine Sonnenbrille auf.   Im Straßencafé, bei gleißendem Sonnenlicht, fragen Sie am besten Ihr Gegenüber, ob  es für sie/ihn in Ordnung ist, wenn Sie die Sonnenbrille aufsetzen. Mit erklärenden Worten und einer nachvollziehbaren Begründung ist es für die meisten Menschen viel leichter, Ihr geschlossenes Visier zu akzeptieren. 

In dem Moment, in dem Sie ein Gebäude betreten, werden Sie sowieso sofort zu Ihrer Sonnenbrille greifen und sie  abnehmen. Man sieht dann einfach besser!  Im Haar, sozusagen als Schmuckstück, hat Ihre Sonnenbrille aber nichts zu suchen! Auch nicht, wenn das praktisch  ist und es viele Leute so machen. Mit Stil hat das nichts zu tun. 

(Marlies Smits)


 


 

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