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Gemeinsam aus der Krise

Matthiae-Mahlzeit: Deutschland und Polen wollen enger zusammenarbeiten

Heute nehmen der polnische Premierminister Donald Tusk und Bundeskanzlerin Angela Merkel als Ehrengäste an der traditionellen Matthiae-Mahlzeit teil. Aus diesem Anlass haben das Generalkonsulat der Republik Polen, die Handelskammer Hamburg und der Ost- und Mitteleuropaverein e.V. ein Symposium zum Thema „Deutsch-Polnische Zusammenarbeit stärken – Chancen in der Krise“ veranstaltet, an dem Polens stellvertretender Wirtschaftsminister Marcin Korolec und Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko teilnahmen.

Die gegenwärtige Wirtschaftsschwäche wird auf beiden Seiten ernst genommen. Die polnische Regierung hat ähnlich wie Deutschland ein Antikrisenpaket herausgearbeitet.

Marcin Korolec, stellv. Wirtschaftsminister Polens: „Trotz aller Schwierigkeiten auf dem Weltmarkt betrachten wir die Entwicklung der polnisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen mit Zuversicht. Unser Vertrauen gründet sich auf der Tatsache, dass in Polen wichtige Investitionen getätigt werden – in der Infrastruktur, im Klimaschutz, in der Energiewirtschaft und bei den Vorbereitungen zur Fußball-Europameisterschaft 2012. Polen will außerdem in wenigen Jahren der Eurozone beitreten, was eine Herausforderung aber auch eine Chance sein wird.“

Wirtschaftssenator Axel Gedaschko: "Die weltweite Wirtschaftskrise muss auch weltweit bekämpft werden. Heute ist es unverzichtbar, global, international und partnerschaftlich zu denken. Wir müssen unseren Augenmerk auf Gemeinsamkeiten richten, miteinander kooperieren und voneinander lernen - so kann die Zusammenarbeit gestärkt und die Krise zu einer Chance werden.

"Deutschland und Polen verbinden immer fester werdende und gute nachbarschaftliche Beziehungen sowie politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Kontakte. Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen der Hamburger Wirtschaft zu Polen sind seit Jahren intensiv und entwickeln sich dynamisch, insbesondere seit der Überwindung der politischen Zweiteilung Europas und der Osterweiterung der EU. Nach Angaben der Handelskammer Hamburg unterhalten zurzeit 860 Firmen Verbindungen nach Polen, 34 davon haben im Land eine Niederlassung bzw. eine Produktionsstätte. Polen ist einer der wichtigsten Handelspartner Hamburgs – sowohl in der Weltrangliste als auch unter den Ostseeanrainerstaaten. 2007 war Polen unter den 27 MOE-Staaten einschließlich GUS das größte Export- und das zweitgrößte Importland für die Hansestadt. Im Containerverkehr über See ist Polen der sechstwichtigste Handelspartner des Hamburger Hafens. Trotz der aktuellen Konjunkturschwäche verzeichnete der Containerverkehr Hamburg-Polen in Januar 2009 einen Zuwachs von 1,7 % im Vergleich zum Januar 2008. Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zeichnen sich trotz optimistischer Einschätzungen sowohl in Hamburg als auch in Polen ab. Für beide Standorte ist der Außenhandel deswegen von großer Bedeutung.

Behörde für Wirtschaft und Arbeit

(Redaktion)


 


 

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