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Meeresforschung

Forschungsfahrt: BSH bewertet aktuellen Zustand der Nordsee

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) startet am 1. August 2014 in Hamburg seine 17. Gesamtaufnahme der Nordsee.

Auf einer mehr als 3.600 Seemeilen langen Forschungsfahrt wollen 12 Wissenschaftler und Techniker aktuelle ozeanographische und chemische Daten ermitteln und das Seewasser auf die Konzentration ausgewählter künstlicher Radionuklide untersuchen.

Die Daten der Forschungsfahrt sollen einer aktuellen Zustandsbewertung der Nordsee dienen und klimabedingte Veränderungen erfassen. Wie schon im Vorjahr werde auch die Belastung der Luft durch Schadstoffe über der See gemessen, die etwa durch den starken Schiffsverkehr in der Nordsee freigesetzt werden, teilte das BSH mit. Der erste Abschnitt der Reise mit dem irischen Forschungsschiff „Celtic Explorer“ soll am 25. August 2014 im norwegischen Bergen enden. Dort beginne der zweite Abschnitt, der am 8. September in Kiel enden soll.

Die Wissenschaftler an Bord des Forschungsschiffs sollen detailliert die räumliche Verteilung von Temperatur, Salzgehalt und Dichte des Seewassers bestimmen und die Konzentration ausgewählter künstlicher Radionuklide ermitteln. Geplant ist außerdem, den Gehalt spezieller Metalle und Nährstoffe zu analysieren und Sauerstoffsättigung und pH-Wert des Seewassers zu messen. Die Aufnahme der oberflächennahen Chlorophyll- und Trübstoffverteilung und der Sichttiefe sollen die Daten ergänzen.

Die „Celtic Explorer“ führe erstmals auf einer Sommeraufnahme den neuen Spurengas-Monitor des BSH mit. Er messe rund um die Uhr Stickoxide, Schwefeldioxid, Kohlenstoffoxid, Ozon und meteorologische Parameter wie Windrichtung und Windgeschwindigkeit in der Umgebungsluft, so das BSH. Parallel dazu würden die AIS-Signale zur Identifikation (Automatic Identification System) von Schiffen aufgezeichnet, mit denen die Wissenschaftler die Emissionen den vorbeifahrenden Schiffen zuordnen können. Diese Messungen sollen zum Beispiel Hinweise darauf geben, ob die Schiffe den in den besonders schutzwürdigen Meeren, den ECA-Gebieten (Emission Control Area) Nord- und Ostsee, erlaubten Schwefelgehalt von maximal einem Prozent einhalten.

Bereits an Bord analysierten die Wissenschaftler einen Teil der erhobenen Daten für eine erste Bewertung. Detaillierte und weiterführende Analysen erfolgten nach Rückkehr des Schiffes im Labor des BSH in Hamburg-Sülldorf, heißt es.

(Redaktion)


 


 

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