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Metropolregion Hamburg

Schwerin und Parchim gehören jetzt zur Metropolregion Hamburg

Die Metropolregion Hamburg wächst weiter: Zum 1. März 2017 sind weitere Mitglieder aus Wirtschaft und Sozialbereich beigetreten, außerdem die Landeshauptstadt Schwerin und der Altkreis Parchim aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die Erweiterung der Kooperation ist bereits am 27. Februar 2017 mit einem Festakt mit 300 Gästen im Großen Festsaal des Rathauses besiegelt worden. Zu den 19 kommunalen und vier staatlichen Trägern kommen zehn norddeutsche Handels- (IHK) und Handwerkskammern, der Unternehmerverband Nord (UV) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die zusammen die Initiative pro Metropolregion Hamburg e.V. bilden, hinzu. Ebenfalls zum 1. März wurden die Landeshauptstadt Schwerin und der Altkreis Parchim, Mecklenburg-Vorpommern, aufgenommen.

Staat, Wirtschaft und Sozialpartnern tragen gemeinsam Verantwortung

Aus diesem Anlass haben Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und die drei Ministerpräsidenten der Länder Niedersachsen, Stephan Weil, Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, und Schleswig-Holstein, Torsten Albig gemeinsam mit Vertretern der Kammern, des DGB Nord, UV Nord und dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin einen neuen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Dieser regelt die Ziele, die Arbeitsstruktur und die Finanzierung der Metropolregion Hamburg. Ein neuer Staatsvertrag schreibt die Förderfonds zwischen den vier beteiligten Ländern fest.

Um die Zukunftschancen der Metropolregion Hamburg weiter zu verbessern und den Zusammenhalt in der Region zu fördern, übernehmen Staat, Wirtschaft und Sozialpartner zukünftig gemeinsam Verantwortung für die Region. Damit wird die Metropolregion um wertvolle Kompetenzen und zusätzliche Schaffenskraft aus Wirtschaft und Verbänden verstärkt. Der bisherige Kooperationsraum wird um Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin und den Altkreis Parchim erweitert.

„Fast so groß wie Belgien“

Damit umfasse die Metropolregion Hamburg 17 Kreise und Landkreise, drei kreisfreie Städte sowie die Stadt Hamburg, teilt die „Metropolregion Hamburg“ mit. In Zahlen heißt dies, dass die Fläche der Metropolregion Hamburg von 26.100 um gut 2.300 auf knapp 28.500 Quadratkilometer wächst. Damit sei die Metropolregion Hamburg fast so groß wie Belgien. Die Bevölkerungszahl steige von 5,1 Millionen um knapp 190.000 auf gut 5,3 Millionen Menschen, was etwas mehr als die Einwohnerzahl von Norwegen ist.

In der Metropolregion Hamburg kooperieren seit den 1960er-Jahren die Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Kreise, Landkreise und kreisfreie Städte. 2012 kamen dann auch Teile von Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Nun werden mit den Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, dem UV Nord und dem DGB Nord zwölf Wirtschafts- und Sozialpartner als Mitglieder aufgenommen. Ihr Engagement hat das Ziel, die wirtschaftliche, technologische und soziale Entwicklung der Metropolregion Hamburg voranzutreiben.

Wie die Partner zusammenarbeiten wollen

Für ihre Zusammenarbeit haben sich die Partner der Metropolregion Hamburg darin folgende Organisationsstruktur gegeben:

  • Der Regionsrat trifft strategische Entscheidungen, die eine politische Abstimmung auf Spitzenebene erfordern. Er wurde von 51 auf 16 Mitglieder verkleinert, um seine Handlungsfähigkeit zu stärken. Bei seinen Beschlüssen gilt als wichtigster Pfeiler der Zusammenarbeit das Konsensprinzip.
  • Für den direkten Kontakt mit den Bürgermeistern und Unternehmern der Region sorgen zukünftig der Kommunalbeirat und der Unternehmensbeirat. Sie beraten den Regionsrat.
  • Wie bisher steuert der Lenkungsausschuss die operative Arbeit und legt Maßnahmen fest. Bei Entscheidungen gilt künftig das Mehrheitsprinzip. Er bewilligt auch die Zuwendungen, die durch die Förderfonds der Länder als wichtigstes Finanzierungsinstrument betreut werden.
  • Verschiedene Facharbeitsgruppen entwickeln und begleiten wie bisher die Projekte.
  • Die offizielle Adresse der Metropolregion ist die Geschäftsstelle in Hamburg, in der die Beschlüsse umgesetzt werden.

Die Metropolregion Hamburg formuliert Strategien und Handlungsansätze, initiiert Projekte und setzt sie gemeinsam mit den Partnern um. Sie konzentriert sich auf Aufgaben, deren Entwicklung der ganzen Region zugutekommt. Die Metropolregion versteht sich dabei als offen und variabel. Wo immer es angebracht ist, sind interessierte Partner auch außerhalb ihrer Grenzen eingeladen, an ihren Projekten und Aktivitäten mitzuwirken.

(Redaktion)


 


 

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