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Metropolregion Hamburg

Umfrage soll Probleme im gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum aufzeigen

„Wo drückt der Schuh?“ – Mit dieser Fragestellung hat die Initiative pro Metropolregion Hamburg e.V. eine breit angelegte Umfrage gestartet, um die Probleme der Metropolregion Hamburg zu benennen und anzugehen.

Mehr als fünf Millionen Menschen leben in der gesamten Metropolregion, davon mehr als zwei Millionen im Ballungsraum Hamburg. Die Metropolregion umfasst die Hansestadt sowie Teile der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit 17 Kreisen und Landkreisen (von Dithmarschen bis Lüchow-Dannenberg, Ostholstein bis Heidekreis und Cuxhaven bis Ludwigslust) sowie zwei kreisfreie Städte (Neumünster und Lübeck). Damit einher gehen zahlreiche Verwaltungsgrenzen innerhalb der Metropolregion. Nicht nur Pendler, die zum Arbeiten aus dem Hamburger Umland in die Hansestadt fahren oder umgekehrt, überschreiten regelmäßig solche Grenzen, die sich mehr oder weniger auf den Alltag auswirken. Das betrifft den öffentlichen Nahverkehr genauso wie Schule, Kinderbetreuung und andere öffentliche Einrichtungen.

Wie spürbar sind die Verwaltungsgrenzen im Alltag?

Aber wie gehen die Einwohner der Metropolregion mit Grenzüberschreitungen um, mit dem Wechsel zwischen verschiedenen Gemeinden oder zwischen Stadtstaat und Flächenstaaten? „Immer wieder hören wir Stimmen aus der Politik, man arbeite in der Metropolregion so gut zusammen, dass die Verwaltungsgrenzen für die Bürger gar nicht spürbar seien“, sagt der Vorsitzende der Initiative, Professor Hans-Jörg Schmidt-Trenz. „Wir haben uns gefragt, ob das wirklich zutrifft und wir wollen es von den Bürgern, den Arbeitnehmern und den Unternehmern unserer Metropolregion gern selber wissen: Wo drückt der Schuh? Gibt es Probleme – beim öffentlichen Nahverkehr, bei Schulen und Kindergärten – wenn Menschen die Verwaltungsgrenzen zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen als Pendler, Konsumenten oder Unternehmer überschreiten?“, so Schmidt-Trenz weiter, der auch Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg ist.

Seit Juni 2013 besteht die Initiative pro Metropolregion Hamburg e.V. Sieben Industrie- und Handelskammern, drei Handwerkskammern, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UVNord e.V.) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Nord haben sie gegründet. Im Unternehmensbeirat der Initiative engagieren sich 15 namhafte Unternehmen der Region. Ziel des Vereins ist, die wirtschaftliche, technologische und soziale Entwicklung der Metropolregion als gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum innerhalb der staatsvertraglich festgelegten Grenzen voranzutreiben. Der Verein verfolgt Projekte, die für den gesamten Wirtschaftsraum der Metropolregion oder zumindest große Teile davon relevant sind.

Mit der aktuellen Umfrage wolle die von der Handelskammer Hamburg getragene Initiative die Diskussion über eine an den Bürgerbedürfnissen orientierte Weiterentwicklung der Metropolregion auf eine sachliche Grundlage stellen. „Wir erhoffen uns Anhaltspunkte darüber, wo und in welchen Bereichen Politik Lösungen liefern muss, damit sich der Alltag der Menschen, die in diesem von Verwaltungsgrenzen durchzogenen Wirtschaftsraum leben und arbeiten, zum Besseren wendet“, so der Handelskammer-Hauptgeschäftsführer. Ziel der Umfrage sei es, die grenzüberschreitenden Probleme der Metropolregion Hamburg zu identifizieren und zum Wohle der Bürger und Unternehmen anzugehen. Dazu Schmidt-Trenz: „Verbesserungspotenzial sehen wir insbesondere bei der Verkehrsinfrastruktur und dem ÖPNV, der gemeinsamen Flächenentwicklung für Wohnen und Gewerbe sowie bei der Entwicklung von Dienstleistungen, die sich an den Lebensbedingungen der Bürger orientieren.“

Die Umfrage läuft bis Ende November 2013. Die Ergebnisse sollen im Januar 2014 veröffentlicht werden.

(Redaktion)


 


 

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