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Metropolregion Hamburg

Wirtschaftliche Leistungskraft auf Wachstumskurs

Die wirtschaftliche Leistungskraft der Metropolregion Hamburg entwickelt sich positiv, so das Fazit einer Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI). In der Hansestadt konnte die Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (HWF) zu der guten Bilanz beitragen – dazu zählen über 5.000 neue bzw. gesicherte Arbeitsplätze.

Im Rahmen eines Jahrespressegesprächs wurden die Bilanz der Hamburger Wirtschaftsförderung und die Ergebnisse der Studie vorgestellt. Jutta Ludwig, Vorsitzende der Geschäftsführung der HWF, zeigte sich erfreut über das Ergebnis: „Wir haben in allen Bereichen zulegen können. Auch in einem schwieriger werdenden konjunkturellen Umfeld sind die Signale für Hamburgs Wirtschaft auf nachhaltiges Wachstum gestellt.“

Hamburg im guten Wettbewerb

Das HWWI hat die Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion Hamburg im Vergleich zu den Metropolregionen Frankfurt/Rhein-Main, München und Stuttgart – sie gehören zu den stärksten Konkurrenten Hamburgs – unter die Lupe genommen. Demnach befindet sich die wirtschaftliche Leistungskraft der Metropolregion Hamburg auf gutem Kurs: „Die Bruttowertschöpfung wächst in der Metropolregion in allen Sektoren. Im produzierenden Gewerbe war diese im Jahr 2010 um 11,5 Prozent höher als zehn Jahre zuvor. Die entsprechende Wachstumsrate lag bei den Dienstleistungen bei 23,6 Prozent“, so das HWWI.

Die HWF konnte im Jahr 2012 nach eigenen Angaben 396 Unternehmen (313 im Jahr 2011) bei größeren und kleineren Problemen helfen. So schufen die von der HWF betreuten Unternehmen 1.129 (im Jahr 2011: 935) neue Arbeitsplätze. 4.129 (3.440 im Jahr 2011) bestehende Arbeitsplätze ließen sich absichern. Konstant fällt die Anzahl der Firmen aus, die aus dem In- und Ausland neu angesiedelt oder bei der Expansion unterstützt wurden (2012: 97, 2011: 96). Hiermit waren Investitionen in Höhe von insgesamt 351,36 Millionen Euro (2011: 179,49) verbunden. Im Vergleich zu 2011 wurden die einzelnen Projekte wieder größer. Mittelständische Unternehmen machten 2012 besonders stark vom Beratungsservice der Mittelstands-Lotsin und ihres Teams Gebrauch.

Günstige Bedingungen für ein weiteres Wirtschaftswachstum und Anschluss an die Konkurrenz ergeben sich durch die Spezialisierung der Hansestadt in den wachstumsstarken Branchen. Nach Einschätzung des HWWI sind „besonders von der Luftfahrtindustrie – mit etwa 40.000 Beschäftigten im Luftfahrtcluster – und von der Medizintechnik als Bestandteil der Life Sciences wichtige Entwicklungsimpulse für die zukünftige Entwicklung Hamburgs zu erwarten. Diese gehören zu den wissensintensiven Unternehmen, von denen insbesondere High-Tech-Unternehmen und Unternehmen der Spitzentechnologie überdurchschnittlich exportieren. Sie sind Treiber für die Erschließung neuer Märkte im Ausland.“

Trotz der guten Entwicklung im Norden hatten die süddeutschen Metropolregionen in den vergangenen zehn Jahren im Hinblick auf das Wachstum der Wirtschaftsleistung die Nase vorn. Ein Grund: Die süddeutschen Metropolregionen sind in ihrer Wirtschaftsstruktur stärker durch wissensintensive Branchen geprägt.

Die einzelnen Sektoren in der Metropolregion Hamburg beeinflussen sich nach Auskunft des HWWI bereits jetzt wechselseitig stark in ihrer Entwicklung. Industrieunternehmen spielen in Zukunft als Impulsgeber für die Entwicklung der Dienstleistungswirtschaft eine immer wichtigere Rolle.

Norddeutsche Kooperation

Der Metropolregion Hamburg eröffnen sich zahlreiche Ansatzpunkte für die Nutzung der Vorteile einer funktionalen räumlichen Arbeitsteilung zwischen urbanen Zentren und weniger dicht besiedelten Gebieten, beispielsweise im Bereich der Flächenverfügbarkeit. Dies ist ein weiteres Ergebnis der HWWI-Studie. Der Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderer kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu. Sie ist 2012 einen wichtigen Schritt vorangekommen.

Die Wirtschaftsförderer in der Metropolregion Hamburg haben am 24. September 2012 im Hamburger Rathaus ihre Zusammenarbeit auf eine neue vertragliche Basis gestellt. Durch sie wird der Wirtschaftsförderungsrat um die Wirtschaftsförderungen Lübecks, Neumünsters, Ostholsteins, Südwestmecklenburgs und Nordwestmecklenburgs sowie des Landes Mecklenburg-Vorpommerns erweitert. Ebenfalls beigetreten sind die neugegründete Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg mbH sowie die EGNO Entwicklungsgesellschaft Norderstedt mbH. Schwerpunkte der Zusammenarbeit 2013 werden die Bereiche Fachkräfte, Gewerbeflächenvermarktung sowie Internationalisierung sein.

Intensive Zusammenarbeit in der Hansestadt

Seit dem 1. Januar 2012 arbeitet die HWF in einer Holdingstruktur mit der Hamburg Marketing GmbH und der Hamburg Tourismus GmbH. Für alle Gesellschaften wurden zentrale Abteilungen für die Bereiche Buchhaltung, EDV sowie Personal und Organisation geschaffen. Auch die PR und die Unternehmenskommunikation erfolgen zentral aus der Holding. Im laufenden Jahr wird die Zusammenarbeit noch intensiver. Für die Jahre 2013 bis 2018 haben die Beteiligten eine gemeinsame Marketingstrategie entwickelt und die Maßnahmenpläne angeglichen.

(Redaktion)


 


 

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