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Mikrozensus

Haushalte mit höchstens zwei Personen überwiegen in Deutschland

Im Jahr 2012 lebten maximal zwei Personen in 75 Prozent der insgesamt etwa 40,7 Millionen privaten Haushalte in Deutschland. Im Jahr 1991, direkt nach der Wiedervereinigung, waren noch weniger als zwei Drittel (64 Prozent) der Haushalte kleine Haushalte. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Die Basis dieser Ergebnisse ist der Mikrozensus, die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Der Mikrozensus 2012 basiert auf den Fortschreibungsergebnissen auf Grundlage der Volkszählung von 1987 (im Westen) beziehungsweise den Daten des zentralen Einwohnerregisters der ehemaligen DDR vom 3. Oktober 1990 (im Osten).

Der Zuwachs kleiner Haushalte sei eine Folge der steigenden Einpersonenhaushalte. So habe der Anteil dieser Haushalte im Jahr 2012 knapp 41 Prozent betragen, 1991 hätte er mit knapp 34 Prozent noch deutlich niedriger gelegen. Der Anteil der Zweipersonenhaushalte sei dagegen von 31 Prozent im Jahr 1991 auf knapp 35 Prozent im Jahr 2012 gestiegen. Dagegen habe sich der Anteil der größeren Haushalte im selben Zeitraum rückläufig entwickelt. Der Anteil der Haushalte mit drei Personen sei von 17 Prozent (1991) auf 12 Prozent im Jahr 2012 zurückgegangen; der Anteil der Haushalte mit vier und mehr Personen habe sich von 18 Prozent auf gut 12 Prozent im Jahr 2012 verringert.

Im Ländervergleich gebe es beim Anteil kleiner Haushalte erhebliche Unterschiede. In den Stadtstaaten Berlin (83 Prozent), Bremen (82 Prozent) und Hamburg (81 Prozent) sowie in Sachsen (81 Prozent) waren laut der Statistik 2012 mehr als vier Fünftel aller Haushalte kleine Haushalte mit höchstens zwei Personen. Dagegen wiesen Baden-Württemberg (71 Prozent) sowie Rheinland-Pfalz (72 Prozent) die niedrigsten Anteile dieser kleinen Haushalte auf. Im Vergleich zu 1991 hatte Mecklenburg-Vorpommern (+ 27 Prozentpunkte) den höchsten Anstieg beim Anteil kleiner Haushalte zu verzeichnen; den geringsten Anstieg in diesem Zeitraum verzeichnete Hamburg (+ 4 Prozentpunkte).

Im Zuge der Strukturverschiebungen zugunsten kleiner Haushalte sei auch die durchschnittliche Haushaltsgröße in Deutschland gesunken: 2012 betrug die durchschnittliche Haushaltsgröße 2,01 Personen pro Haushalt. 1991 lebten dagegen noch durchschnittlich 2,27 Personen in einem Haushalt. Dieser Rückgang sei im Osten (neue Länder einschließlich Berlin) stärker ausgeprägt als im Westen (früheres Bundesgebiet ohne Berlin): Im Osten sank die durchschnittliche Haushaltsgröße laut der Statistik von 2,31 Personen im Jahr 1991 auf 1,87 Personen im Jahr 2012, im Westen war im selben Zeitraum ein Rückgang von 2,26 Personen auf 2,05 Personen zu verzeichnen.

(Redaktion)


 


 

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