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Mineralien

Das berühmteste Salz der Erde auf der mineralien hamburg 2010

Ein Land voller unermesslicher Schätze – das ist Polen für den Mineralienliebhaber. Über Jahrhunderte wurden dort einzigartige Stücke entdeckt: Die schönsten Feuersteine überhaupt, faszinierende Achate, berühmte Steinsalze oder auch wunderschöner Chrysopras.

Im Rahmen der großen Sonderschau „Polen: Mineralien und andere Steine“ werden auf der mineralien hamburg 2010 vom 3. bis 5. Dezember auf dem Hamburger Messegelände spektakuläre Funde aus dem östlichen Nachbarland präsentiert. Insgesamt bieten auf der weltweit viertgrößten Mineralienbörse rund 430 Aussteller aus dem In- und Ausland Mineralien, Fossilien, Schmuck, Edelsteine, Fachliteratur und Geozubehör an.

250 Kilometer unter Tage

Zu den absoluten Highlights der großen Sonderschau zählt das Steinsalz aus dem Schaubergewerk Wieliczka. Nicht umsonst gilt gerade Wieliczka als die weltweit berühmteste Salzlagerstätte und ist von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft: Am Fuße der Karpaten zwischen Wieliczka im Westen und Tornów im Osten sollen schon im 11. und 13. Jahrhundert Genehmigungen für den Salzbergbau vergeben worden sein. Heute reicht das Salzbergwerk bis in eine Tiefe von mehr als 320 Metern und ein rund 250 Kilometer langes Wegesystem verbindet fast 2.000 unterirdische Abbaukammern und Salzseen miteinander.

Luftfeuchtigkeit als Gefahr

Die hier und in weiteren Gruben entdeckten Steinsalze erzählen im Rahmen der Sonderschau eine ganz eigene Geschichte: Zum einen sind die Stufen und Kristalle faszinierend anzuschauen. Zum anderen gelten gerade die am Aufbau der Steinsalz-Lagerstätten beteiligten Halit-Kristalle als ein extrem instabiles Mineral. Warum das so ist, erklärt die Tatsache, dass aus Halit auch Speisesalz gewonnen wird: Bereits eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in einem Raum reicht aus, um wunderschöne Kristalle zu „verrunden“ oder gar aufzulösen.

Kristalle durch Bergbau

Zudem lässt sich an Halit auch gut erkennen, wie derartige Kristalle entstehen können. Denn unterschieden wird hier zwischen den so genannten primären und den sekundären Stufen. Primär, das sind diejenigen Kristalle, die allein auf natürliche Weise über einen langen Zeitraum ohne jegliches Zutun des Menschen entstanden sind. Die sekundären wiederum stehen auch für die Geschichte des Bergbaus: Zum Beispiel wenn durch feuchte Abbaumethoden große Kammern „herausgelaugt“ werden und später durch Kristallisierung riesige Mengen von Halit entstehen.

Wieliczka ist nur einer der Halit-Fundorte, wenn auch der bekannteste. Auch an anderen Orten wie in der Grube Solno wurden einzigartige Kristalle gefunden – und dazu noch weit mehr. So steht das ehemalige Salzbergwerk Solno auch für Boracit, würfelige Kristalle in gelber bis grüner Farbe. Sie messen maximal 0,8 Zentimeter, wurden einst nur sporadisch gesammelt. Von den wenigen Exemplaren sind kaum noch welche erhalten.


 


 

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