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Mittelstand

Studie: Hohe Zeitverluste durch unzureichende Software

Einer aktuellen Untersuchung zufolge sind fehlende Nutzerfreundlichkeit, fehlende Schnittstellen oder nicht vorhandene Smartphone-Apps Schwachstellen in mittelständischen Betrieben, die viel Zeit kosten.

Mehr als sechs Stunden pro Arbeitswoche verliert jeder Mitarbeiter in kleinen mittelständischen Unternehmen aufgrund mangelhafter oder fehlender Technik. So lautet eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die im Auftrag von Teamleader, Anbieter einer Cloud-basierten CRM-, Projekt- und Office-Management-Suite, im Juli und August 2017 durchgeführt wurde. An der Studie nahmen nach Angaben des Unternehmens 1.000 Vollzeit-Angestellte aus Betrieben in Deutschland mit bis zu hundert Mitarbeitern teil.

Untersucht wurde, bei welchen täglichen Aufgaben Mitarbeiter besonders viel Zeit verlieren. Dabei fragte Teamleader explizit nach der subjektiv verschwendeten Zeit und nicht nach der Gesamtzeit, die für bestimmte Aufgaben aufgewendet wird. Ausgebremst würden Angestellte laut Mitteilung demnach unter anderem beim Management von Angeboten, Verträgen und Rechnungen, bei der Kommunikation mit Kunden und beim Aktualisieren von Kundendaten.

Die Studie zeige auch, dass Cloud-Lösungen „auch im kleinen Mittelstand“ die Zukunft gehöre. Fast ein Drittel (29 Prozent) der Befragten hat einmal täglich oder öfters Probleme mit lokaler Software – nur 14 Prozent melden Schwierigkeiten in dieser Frequenz, wenn es um Cloud-Anwendungen geht. Im Durchschnitt seien Mittelständler zudem überzeugt, dass sie mindestens eine Stunde pro Woche einsparen könnten, wenn sie sich nicht mehr um Updates ihrer Software kümmern müssten.

Drei Millionen Unternehmen rechnet Teamleader zum „kleineren Mittelstand“. Mehr als 40 Prozent der befragten Mitarbeiter seien sich einig, dass ihr Unternehmen zu viel Zeit in bestimmte Aufgaben investieren müsse. „Betriebe ließen sich also sehr viel effizienter führen – oder entspannter. Im Rahmen der Studie haben wir auch herausgefunden, dass ein Drittel der Angestellten mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten. Fast ein Drittel wünscht sich eine bessere Work-Life-Balance. Eingesparte Zeit könnte also auch die Mitarbeiter glücklicher machen“, so Jeroen De Wit, CEO bei Teamleader.

„Zeitfresser“ Angebote und Rechnungen

Mit einem professionellen Projekt- und Rechnungsmanagement samt einer vernünftigen Kommunikationsplattform würden Mittelständler die meiste Zeit einsparen: Vor allem die Abstimmung von Angeboten, Konzepten, oder Verträgen mit Kunden koste unnötig Zeit, heißt es in der Auswertung.

Demnach sieht mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent) ein bis zwei Stunden Einsparpotenzial pro Woche, fast ein Fünftel (19,5 Prozent) sogar drei bis fünf Stunden. Bei der Bearbeitung von Rechnungen sind die Werte ähnlich.

Wer über ein professionelles Customer-Relationship-Management-Tool verfügt, könne laut Teamleader in der Woche im Schnitt eine Stunde und 20 Minuten einsparen – in 15 Prozent der Unternehmen gar drei bis fünf Stunden. Weiteres Optimierungspotenzial sehen die Befragten beim Terminmanagement, bei der Zeiterfassung und beim Dateimanagement.

Unnötige Aufgaben summieren sich

Am meisten Zeit könnten Mittelständler einsparen, wenn sie mehr Aufgaben automatisieren würden. Genau ein Drittel der Belegschaft verbringt ein bis zwei Stunden pro Woche damit, Aufgaben manuell zu erledigen, für die es technische Lösungen gäbe.

Fehlende Schnittstellen zwischen Anwendungen kosten fast eben so viel Zeit: 31 Prozent verbringen ein bis zwei Stunden mit dem Übertragen von Daten. Weil Software nicht nutzerfreundlich genug ist, geht im Schnitt mehr als eine Stunde pro Woche pro Mitarbeiter verloren. Ebenfalls mehr als eine Stunde könnten Mittelständler einsparen, wenn sie Anwendungen auch mobil bereitstellen würden. Wer seine Software nach und nach optimiere, könne mehr als einen halben Tag pro Woche herausholen, so Jeroen De Wit.

(Redaktion / Teamleader)


 


 

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1 Kommentar

von Thomas
25.09.17 08:41 Uhr
Nicht nur manuell...

"Aufgaben manuell zu erledigen, für die es technische Lösungen gäbe"

Oder, siehe Beitrag, dafür umständliche Softwarelösungen nutzen müssten.

Ich fall' jedesmal vom Ast, wenn ich auf die Empfehlung hin Software XY zu nutzen, die wesentlich besser geeignet ist, als Antwort bekomme: "Hm, können wir das nicht auch in Excel machen?"

 

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