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Mixed Leadership

Axel Springer, Ernst & Young und Greenpeace Energy gewinnen den diesjährigen Helga-Stödter-Preis

Die Handelskammer und die Helga Stödter-Stiftung zeichneten zum zweiten Mal Mitglieder der Handelskammer Hamburg aus, die das Konzept des „Mixed Leadership“ im Unternehmen eingeführt haben und sich für ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern in Führungspositionen einsetzen.

Den Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg für Mixed Leadership – eine in Deutschland einmalige Auszeichnung – erhielten in diesem Jahr die Axel Springer AG und Ernst & Young GmbH in der Kategorie „großes Unternehmen“ sowie die Greenpeace Energy eG in der Kategorie „kleines und mittleres Unternehmen“.

Eine aktuelle Zählung der Handelskammer habe einen Anteil von 26 Prozent Frauen in den Führungspositionen der Hamburger Wirtschaft ergeben, die selbständigen Frauen eingeschlossen, sagte Präses Fritz Horst Melsheimer in seiner Begrüßungsrede vor über 200 Gästen im Albert-Schäfer-Saal. Was ihm jedoch Sorgen mache, sei die Tatsache, dass sich der Frauenanteil im Vergleich zur letzten Erhebung vor genau einem Jahr nicht erhöht habe. „Doch wir brauchen hier keinen Stillstand, sondern eine steile Kurve nach oben!“, mahnte Melsheimer. Denn die Wirtschaft könne es sich einfach nicht mehr leisten, in den Chefetagen auf die hoch qualifizierten Frauen zu verzichten. Schon mit Blick auf die demografische Entwicklung zähle jede hochqualifizierte Arbeitskraft doppelt, so der Handelskammer-Präses. „Und es ist ja hinlänglich bekannt, dass Frauen in Schule und Studium mit den besseren Noten glänzen können!“ Außerdem belegten wissenschaftliche Studien sehr eindrucksvoll, dass gemischte Teams in den Chefetagen kreativer und produktiver seien als reine Männerteams. Er schlug der anwesenden Jana Schiedek, Senatorin für Justiz und Gleichstellung, eine gemeinsame Allianz von Senat und Handelskammer vor, „um stärker als bisher gemeinsam zu gehen und dabei möglichst weit voranzukommen“.

Hinsichtlich der Diskussion um eine Frauenquote sprach sich Präses Melsheimer gegen eine starre Regelung aus, da diese sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Branchen sowie auch die spezifischen Bedürfnisse einzelner Unternehmensformen, beispielsweise von Familienunternehmen, außer Acht ließe und sich kontraproduktiv auf ein Klima, in dem die Veränderungsbereitschaft wächst, auswirke. Stattdessen empfahl er „mittelfristige, flexible und differenzierte Lösungen, die motivierende Wirkung auf die Unternehmen entfalten“. Das Plenum der Handelskammer habe im vergangenen Juni beschlossen, dass Firmen in Branchen und Unternehmensgrößen mit besonders niedrigen Frauenanteilen in ihren Führungsetagen dazu angehalten werden, sich selber Ziele zu setzen und Entwicklungspläne vorzulegen. Dazu Melsheimer: „Wir sind damit die einzige IHK in Deutschland, die überhaupt einen formellen Beschluss zum Thema ‚Mixed Leadership‘ gefasst hat, und wir gelten als gutes Beispiel für zahlreiche andere Wirtschaftsverbände und IHKs.

(Redaktion)


 


 

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2 Kommentare

von maxima
06.08.14 08:53 Uhr
Helga Stödter Preis

Der Artikel sollte aktualisiert werden. Es gab bereits eine Neue Preisverleihung in 2014.

von Redaktion
08.08.14 09:39 Uhr
Helga-Stödter-Preis 2014

Vielen Dank für den Hinweis!

Tatsächlich haben wir auch 2014 über die Gewinner des Helga-Stödter-Preises berichtet. Der Beitrag findet sich hier:

http://www.business-on.de/hamburg/helga-stoedter-preis-unilever-und-reformhaus-engelhardt-fuer-mixed-leadership-ausgezeichnet-_id34726.html

Herzliche Grüße vom Redaktionsteam
hamburg.business-on.de

 

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