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Multiresistente Erreger

Patientenschutz in Hamburger Krankenhäusern soll ausgeweitet werden

Patienten, die sich in Krankenhäusern der Hansestadt einer geplanten stationären Behandlung unterziehen und bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt, sollen künftig vor der Einweisung auf antibiotikarestistente Erreger getestet werden. Dafür hat sich die Landeskonferenz Versorgung ausgesprochen.

Bestimmte Keime haben in den vergangenen Jahren eine hohe Resistenz gegenüber Antibiotika entwickelt. Sie können deshalb zu schwerwiegenden Komplikationen bei Menschen führen. Ziel der Hamburger Initiative sei es, Betroffene in den Kliniken der Hansestadt, Mitpatienten und das Personal besser vor schweren Infektionen zu schützen. Außerdem könnten durch eine frühzeitige Kontrolle aufwendige Isolations- und Desinfektionsmaßnahmen reduziert werden, so die Landeskonferenz Versorgung. Ihr gehören 18 Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Gesundheitsversorgung unter Vorsitz von Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks an, die regelmäßig über aktuelle Hamburger Gesundheitsfragen diskutieren.

Für die Einführung und die Finanzierung der Tests werde es eine entsprechende Vereinbarung zwischen den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg geben. Geplant sei bis zum April 2014 entsprechende Tests einzuführen und möglichst viele Patienten einzuschließen, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliege. Die Kosten für die Tests sollen die Krankenkassen tragen. Auch solle Vorsorge getroffen werden, dass eventuell positiv getesteten Patienten keine Nachteile erwachsen, heißt es.

„Die zunehmende Entwicklung von Antibiotikaresistenzen ist ein ernstes Problem bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten. Wir müssen daher alle Möglichkeiten nutzen, den Schutz vor Infektionen mit multiresistenten Erregern zu verbessern. Der Beschluss der Landeskonferenz Versorgung und die angestrebte Vereinbarung sind daher ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Hamburg sei nach heutigem Kenntnisstand der Gesundheitsbehörde das erste Bundesland, in dem ein solcher Test auf diese Weise vereinbart werden solle. Es sei geplant, die Ergebnisse der bzw. die Erfahrungen mit den Tests auszuwerten, um eventuell notwendige Veränderungen zu erkennen.

(Redaktion)


 


 

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