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Musikstandort Hamburg

Innovative Start-ups aus der Musikbranche in Hamburg gekürt

Auf dem zweiten Music WorX Day, veranstaltet von der Kulturbehörde und Hamburg Kreativ Gesellschaft, präsentierten sich Start-ups aus ganz Deutschland einer Fachjury. Das Hamburger Unternehmen Indigo Engineering wurde ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Der Hamburger Kulturstaatsrat Dr. Horst-Michael Pelikahn eröffnete die Veranstaltung. Steffen Holly vom Fraunhofer Institut für Digitale Medientechnologie hielt einen Impulsvortrag. Neben Indigo Engineering präsentierten sich die Start-up-Unternehmen Adore, Conduct-it, Crowdmates, Soundnotation, Your Requiem/Timbre and Texture. Zu der Veranstaltung am 30. November 2015 im Hamburger Nochtspeicher auf Sankt Pauli kamen rund 100 Gäste. Kathrin Kaufmann von den Digital Media Women moderierte den Abend.

Die Indigo Beat Machine von Indigo Engineering ist im Kern eine zunächst als Android-App konzipierte „Loop-Station“ mit der sich Klangbausteine erstellen lassen. Gründer Johann Vollmer überzeugte die Jury vor allem mit dem Ansatz, dabei das Thema „co-created music“ in den Vordergrund zu stellen: Nutzer sollen ihre Tracks über eine offene Online-Bibliothek frei teilen können. Die „Soundschnipsel“ anderer User sollen sich so für eigene Werke verwenden lassen können. Auch die anwesenden Gäste sahen hier ein hohes Innovationspotenzial und so erhielt Indigo Engineering auch den Publikumspreis in Form eines Mediapreises im Branchenmagazin „Musikmarkt“.

Kulturstaatsrat Dr. Horst-Michael Pelikahn gratulierte den Gewinnern des Music WorX Days 2015 und sagte: „Der Music WorX Day 2015 hat erneut gezeigt, dass wir mit dem Ansatz richtig liegen, Ertragsmodelle in der Musikwirtschaft zu unterstützen, die die Digitalisierung und technische Neuerungen nutzen und weiterentwickeln. Es ist beeindruckend, wie viele kreative Menschen es gibt, die sich in der Musikwirtschaft mit innovativen Ideen neue Geschäftsmodelle erschließen. Hamburg ist ein herausragender Standort für die Musikwirtschaft in Deutschland und ein gutes Pflaster, um innovative Ansätze umzusetzen.“

Sehr positiv bewertete Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft, das Förderprojekt: „Nachdem bereits der erste Music WorX Accelerator letztes Jahr ein großer Erfolg war, freuen wir uns, auch über seine zweite Ausgabe sagen zu können, dass es sich lohnt, neue und innovative Ansätze in der Musikwirtschaft zu fördern. Wir schauen gespannt auf die nächsten Jahre.“

In Zeiten der Digitalisierung unterliegt kaum eine Branche so starken Veränderungen wie die Musikwirtschaft. Mit dem Projekt Music WorX fördert die Kulturbehörde deshalb gezielt die Entwicklung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle, besonders solcher, die sich der digitalen Möglichkeiten bedienen und diese vorantreiben. 2011 rief die Kulturbehörde deshalb das Projekt Music WorX ins Leben. Seit 2014 führt sie in Zusammenarbeit mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft einmal im Jahr den Music WorX Accelerator durch, der Gründern über einen Zeitraum von zwölf Wochen umfassende professionelle Unterstützung für ihre innovativen Geschäftsideen bietet und einen kleinen Etat für individuelle Entwicklungen bereitstellt. Abschluss und Höhepunkt des Accelerator-Programms war der gestrige Music WorX Day. Zusätzlich zu den Teilnehmern des Accelerators konnten sich Gründerteams aus ganz Deutschland für den Music WorX Day 2015 bewerben. Insgesamt wurden sechs Start-ups ausgewählt, um sich vor einer Fachjury und dem Publikum zu präsentieren.

(Redaktion)


 


 

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