21.07.2010  13:00 Uhr

Life-Berichte aus dem Nanokosmos
Richtfest für die neue Forschungskooperation CFEL

Hamburg. Auf dem Campus der Universität Hamburg in Bahrenfeld wurdeRichtfest für einen weiteren Neubau gefeiert. Das Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) – ein europaweit einmaliges Kompetenzzentrum für Forschung an und mit Lichtquellen der nächsten Generation – hat einen ersten Gebäudeteil für modernste Laborausstattung und Büros erhalten.

In Anwesenheit vieler internationaler Wissenschaftler haben Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach, der Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Martin Stratmann, der Vizepräsident für Forschung der Universität Hamburg, Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl, der Vorsitzende des Direktoriums des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), Prof. Dr. Helmut Dosch und der Vorsitzende des CFEL-Leitungsgremiums, Prof. Dr. Joachim H. Ullrich vom Max-Planck-Institut für Kernphysik, dem Neubau und seinen zukünftigen Nutzern ihre guten Wünsche mit auf den Weg gegeben.

Interdisziplinäre Forschung am CFEL soll es insbesondere ermöglichen, die neuesten Strahlungsquellen mit einer zeitlichen Auflösung von wenigen Femtosekunden (billiardstel Teil einer Sekunde) und extremen Intensitäten (eine Million mal mehr als bisher) optimal auszuschöpfen. Unter anderem lassen sich so dynamische Prozesse und strukturelle Änderungen von Atomen, Molekülen, Festkörpern, Plasmen oder von biologischen Systemen in Realzeit beobachten und analysieren.

Die Kosten für die Errichtung des Forschungsneubaus belaufen sich auf knapp 49 Mio. Euro. Die Stadt Hamburg wird den Großteil davon tragen. Wegen der herausragenden Forschungskonzeption des CFEL beteiligt sich der Bund mit rund 14 Mio. Euro. Aufgrund baulicher Verzögerungen durch den langen und strengen Winter wird das Gebäude voraussichtlich erst Anfang des übernächsten Jahres in Betrieb genommen.

Dr. Herlind Gundelach, Senatorin für Wissenschaft und Forschung:

„Mit CFEL wollen wir dazu beitragen, dass Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und Ländern auf einem der spannendsten Gebiete der Physik, der Forschung an und mit Freie-Elektronen-Lasern, auf höchstem Niveau und unter besten Voraussetzungen zusammenarbeiten können; Wissenschaft kennt keine Grenzen. Ich bin stolz und dankbar, dass es gelungen ist, für die Arbeitsgruppen die besten Wissenschaftler weltweit zu gewinnen. CFEL ist schon jetzt eine wissenschaftliche Erfolgsstory. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass der Standort Bahrenfeld der Universität Hamburg schon heute ein Exzellenzstandort der Physik ist.“

Prof. Dr. Martin Stratmann, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft:

„Die Max-Planck-Gesellschaft wünscht allen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die in wenigen Jahren in dieses neue Gebäude einziehen werden, Kraft, Durchhaltevermögen, die richtige Intuition und Begeisterung bei ihrer faszinierenden Arbeit, da ohne dies alles Wissenschaft nicht funktioniert. Nutzen Sie die einmalige Chance, die Ihnen eine Universität und zwei führende Forschungsorganisationen bieten, gemeinsam ins Unbekannte vorzustoßen, um diesem großen Forschungsprojekt die Sichtbarkeit zu verleihen, die es verdient hat. Sie werden es nicht bereuen, der Erfolg wartet schon!“


 
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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © hammeskrause architekten Stuttgart



 


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