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Renaturierung

„Lebendige Alster“ als UN-Projekt ausgezeichnet

Die Initiative „Lebendige Alster“ ist offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ geworden. Die Urkunde wurde Mitte November anlässlich des Spatenstichs für eine neue Flutmulde am Haselknick in Ohlstedt übergeben.

Seit Sommer 2011 engagieren sich BUND Hamburg, NABU Hamburg und Aktion Fischotterschutz gemeinsam im Projekt „Lebendige Alster“ für die naturnahe Entwicklung der Alster und ihrer Nebengewässer. Zu ihren Erfolgen gehört, dass an der Alster wieder Fischotter und Eisvögel heimisch sind.

Das beispielhafte Engagement der Naturschutzverbände für die Verbesserung der biologischen Vielfalt im Gewässersystem der Alster fand jetzt die Würdigung der UN-Dekade-Jury. Das Projekt sorge für eine naturnahe Gestaltung von wertvollen Wasser-Lebensräumen in der Stadt und beziehe in vorbildlicher Weise die Bevölkerung ein, heißt es in der Begründung.

Der Hamburger Umweltsenator Jens Kerstan betonte bei der Übergabe der Urkunde ebenfalls den Vorbildcharakter der Initiative: „Wir als Stadt Hamburg freuen uns über diese gelungene Zusammenarbeit und die Auszeichnung als UN-Projekt. Die bisher umgesetzten Maßnahmen machen den Fluss lebendiger, natürlicher und artenreicher.“ Mit der Auszeichnung wird das Projekt „Lebendige Alster“ zusätzlich auf der deutschen UN-Dekade-Webseite www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Fischtreppen für noch mehr Artenvielfalt

Die Naturschützer haben noch viel vor: Mit dem Spatenstich für eine Flutmulde im Alstertal wurde jetzt eine weitere Renaturierungsmaßnahme für eine lebendige Alster in Angriff genommen. Durch den Bau von drei Fischtreppen an der Poppenbüttler, Mellingburger und Wohldorfer Schleuse will die Umweltbehörde bis 2019 für noch mehr Artenvielfalt sorgen, sodass auch Lachse, Meerforellen oder Stichlinge wieder bis hierher wandern können.

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt von 2011 bis 2020 statt. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Das Projekt „Lebendige Alster“ erfährt Förderung durch die Stadt Hamburg sowie durch die Stiftung Lebensraum Elbe, die Michael Otto Stiftung, die Edmund Siemers-Stiftung und die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung.

Weitere Information über das Projekt „Lebendige Alster“: www.lebendigealster.de

(Redaktion)


 


 

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