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  • 04.08.2008, 19:51 Uhr
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  • Hamburg
INTERVIEW

NBS Northern Business School: Hochschulkonzept mit innovativen und kreativen Denkansätzen

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Hamburg. „Globalisierung“ oder „Digitalisierung“ waren vor wenigen Jahren für viele von uns nur abstrakte Schlagworte. Heute beeinflussen diese Entwicklungen unsere Karriere- und Lebensplanung maßgeblich. Wer kann heute noch behaupten, einen Job fürs Leben zu haben? Welcher Geschäftsführer kann sich sicher sein, dass sein Unternehmen auch noch in fünf Jahren existiert? Karriere und Berufsweg müssen deshalb neu geplant und ausgerichtet werden, denn die Verantwortung für die eigene Karriere liegt stärker denn je bei einem selbst/beim Arbeitnehmer selbst. Vor diesem Hintergrund wurde die NBS Northern Business School für Berufstätige zusammen mit Partnern aus der norddeutschen Wirtschaft gegründet. hamburg.business-on.de sprach mit Mirko Knappe, Geschäftsführer der NBS, und Till Walther, Leiter der Studienorganisation.

hamburg.business-on.de: Die NBS Northern Business School für Berufstätige ist ein Hochschulkonzept mit innovativen und kreativen Denkansätzen. Sie hat ihre Lehrtätigkeit erstmals am 15. Februar 2008 aufgenommen. Herr Knappe, wie kam es zu dieser Idee?

Mirko Knappe: Die NBS ist aufgrund des Bedarfs der Wirtschaft an akademischen Nachwuchs gegründet worden. Das Angebot wendet sich sowohl an die Unternehmen selber als auch an den einzelnen Mitarbeiter, der eigeninitiativ sein berufliches Weiterkommen vorantreiben möchte. Somit ist die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, von Theorie und Praxis, von praktischen Problemstellungen und deren Lösungen die Gründungsmotivation der NBS gewesen.

hamburg.business-on.de: Was ist eine Business School und was ist das Besondere am Hochschulsystem der NBS im Vergleich zu anderen Hochschulen bzw. Studiengängen? Warum wählen Berufstätige gerade dieses Studienmodell?

Mirko Knappe: Als Business School werden höhere Bildungseinrichtungen bezeichnet, die sich auf betriebswirtschaftliche Studiengänge spezialisiert haben. Diese sind dabei häufig an Hochschulen angegliedert, um Kontakte zu schaffen und den Dialog mit anderen Wissenschaften zu fördern. Ein wesentlicher Faktor bei der Wahl des Studienmodells NBS ist die ideale Kombination aus Arbeiten und Studieren. Da das Studium im Team freitags von 18.00 bis 21.30 Uhr und samstags von 08.30 bis 17.00 Uhr angeboten wird, können unsere Studenten auch weiterhin problemlos berufstätig oder in ihrer Ausbildung bleiben. Dies hat entscheidende Vorteile: Zunächst einmal müssen unsere Studierenden während des Studiums nicht auf Ihr Gehalt verzichten. Somit entfallen bei der Wahl dieses Studienmodells die finanziellen Argumente. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Tatsache, dass während des Studiums eine permanente Abstimmung und Ergänzung zwischen Theorie und Praxis stattfindet. Im Bestfall können die im Studium erlernten Inhalte sofort angewendet werden. Im Gegenzug sind dafür viele Theorien durch praktische Erfahrungen einfacher zu verstehen. Hinzu kommt, dass das Studium an der NBS effizient in sieben Semestern durchgeführt wird. Weiterhin bieten wir im Rahmen des Studiums auch Seminare zu Themen wie beispielsweise Business Behaviour, Mitarbeiterführung oder Verhandlungstechniken an. Das Studium an der NBS ist mehr als nur die Vermittlung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. So spielt z.B. auch das Thema erlernbare Softskills im Lehrangebot eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus wissen wir, dass viele von den Studierenden Kinder haben. Daher bieten wir als Zusatzleistung Kinderbetreuung während der Vorlesungen an.

hamburg.business-on.de: Herr Walther, welche Studiengänge bietet die NBS an? Woher kommen die Lehrbeauftragten, werden die Studiengänge staatlich anerkannt und mit welchen Kosten müssen die Studierenden rechnen?

Till Walther: Unser Grundprinzip ist es, berufsbegleitende Wirtschaftsstudiengänge als Diplom- oder Bachelor-Studiengang in stark nachgefragten Berufsfeldern anzubieten. Dazu gehören die Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Logistik and Supply Chain Management, Tourismus- und Eventmanagement, Immobilienmanagement, Metall und Elektro und der bisher weltweit erste Coffeemanagement-Studiengang.

Mit der Anmeldung bei der NBS schreiben sich die Studierenden offiziell bei einer unserer Kooperationshochschulen in Wismar oder Berlin ein und bekommen auch deren Studentenausweis, Immatrikulationsbescheinigung sowie ein staatlich anerkanntes Abschlusszeugnis. Beratung, Betreuung, Lehrveranstaltungen etc. finden bei der NBS statt. Durch die Kooperation mit norddeutschen Hochschulen werden natürlich auch deren hohe Qualitätsstandards übernommen. So wird gewährleistet, dass unseren Studierenden das neueste Wissen aus Forschung und Lehre zur Verfügung steht. Als Lehrbeauftragte kommen neben Dozenten der Kooperationshochschulen auch Dozenten anderer norddeutschen Universitäten und Hochschulen sowie versierte Praktiker zum Einsatz. Die Qualität der Lehre wird sichergestellt und der enge Kontakt zu den Unternehmen in den Regionen gepflegt – und damit der Bezug zur Praxis. Die Studiengebühren inklusive Prüfungsgebühr belaufen sich für die Dauer der sieben Semester auf ca. 12.000,- Euro. Der Studiengang kostet 280,- Euro im Monat. Daneben wird eine einmalige Prüfungsgebühr in Höhe von 300,- Euro für die Abschlussprüfung erhoben. In vielen Fällen finanziert sogar der Arbeit-/Ausbildungsgeber das Studium.

COFFEMANAGER – DIE KAFFEEWIRTSCHAFT SUCHT GUT AUSGEBILDETE MITARBEITER

hamburg.business-on.de: Herr Knappe, die NBS startet zum Wintersemester 2008 den weltweit einzigartigen Hochschulstudiengang Coffeemanagement. Wie kam es dazu und welche Inhalte werden diesem Studiengang vermittelt?

Mirko Knappe: Die Kaffeebranche ist im Wandel. Die Preise für Rohkaffee steigen seit einigen Jahren kontinuierlich. Seitdem sind die Gewinnmargen in vielen traditionellen Bereichen der Branche wie z.B. Handel oder Röstung gesunken. Verschärft wird die Situation um das Lieblingsgetränk der Deutschen durch steigende Rohölpreise, welche sich ungünstig auf die Transport- und Röstkosten auswirken. Andererseits sind die Endverbraucher bereit, für Lifestyle-Variationen und Coffee-to-go-Spezialitäten hohe Preise zu zahlen. Auch die Qualität des Rohkaffees und die Umstände, unter denen dieser produziert wird, rücken zusehends in den Fokus. Mit dem international anerkannten Hochschulabschluss „Bachelor of Arts“ mit der Spezialisierung in Coffeemanagement bietet die bbw Hochschule die Möglichkeit, innerhalb von sieben Semestern fundiertes Wissen mit Berufs- und Praxiserfahrung zu verbinden und sich für anspruchsvolle Positionen zu qualifizieren. Die Studierenden erarbeiten sich alle wirtschaftswissenschaftlichen und rechtlichen Inhalte, die für ein modernes Coffeemanagement erforderlich sind. Dies umfasst u.a. internationalen Handel und Finanzierungsstrategien, effizientes Qualifikationsmanagement, Kaffeemarketing und -vertrieb, Supply Chain Management und auch das immer wichtiger werdende Thema Nachhaltigkeit. Alle Inhalte werden theoretisch fundiert und projekt- und praxisorientiert vermittelt. Ein straffes Programm, bedenkt man, dass die Studenten an den anderen Tagen in ihren Unternehmen arbeiten.

hamburg.business-on.de: Wie groß ist das Interesse der deutschen Kaffeeröster an diesem Studiengang?

Mirko Knappe: In erster Linie investieren die Partner der NBS wie Darboven, Tchibo und Dallmayr in ihre eigenen Mitarbeiter. Für sie ist es schwierig, Hochschulabsolventen mit geeigneter Spezifikation zu finden. Viele Kaffeeunternehmen sitzen in der Hamburger Region. Die Jobaussichten und Karrieremöglichkeiten für unsere Studenten sind also hervorragend. Nicht nur für Hamburg hat diese Branche größte Bedeutung, auch international. Inhaltlich und personell wird die NBS vom Deutschen Kaffeeverband als Kooperationspartner unterstützt. Die Interessenvertretung der deutschen Kaffeewirtschaft repräsentiert das gesamte Spektrum der Branche – angefangen von Rohkaffee-Importeuren über Lagerhalter bis hin zu Kaffee-Röstern und Coffee-Shops.

hamburg.business-on.de: Herr Knappe und Herr Walther, vielen Dank für das Gespräch.

(Redaktion)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Mirco Knappe

 

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