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New Work

Nur ein Drittel der informiert Mitarbeiter über Modernisierungsprozesse

Führungskräfte sehen in der IT-Infrastruktur und in der Akzeptanz der Mitarbeiter für Veränderungen die größten Hürden auf dem Weg zum „Arbeitsplatz der Zukunft“. Das ergab eine Studie des Telekommunikationsunternehmens Sipgate.

Die Arbeitswelt befindet sich in einem Wandel, dessen Konsequenzen heute teils noch gar nicht vorhersehbar sind. Fest steht, dass sich die Unternehmen daran anpassen müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass der „Arbeitsplatz der Zukunft“ laut Mitteilung des Telekommunikationsunternehmens Sipgate bei vielen Unternehmen nach wie vor ganz weit oben auf der Agenda steht. Das Thema sei den Unternehmen auch dieses Jahr weitaus wichtiger als Themen wie zum Beispiel das „Internet of Things“, das Internet der Dinge, so Sipgate.

Diese Aussagen gehen auf die zweite Studie zurück, die die Düsseldorfer in Partnerschaft mit weiteren Unternehmen der Digitalbranche zum „Arbeitsplatz der Zukunft“ in Auftrag gegeben hatte. Dazu wurden von 19. bis 26. Juni dieses Jahres Top-Manager, IT-Manager, Führungskräfte anderer Abteilungen und weitere Mitarbeiter von 628 Unternehmen aus DACH-Region online befragt. Die Studienergebnisse wurden Ende August veröffentlicht.

Auch 2018: New Work zweitwichtigste Priorität

Demnach ist 2018, wie bereits in der ersten Studie 2017, New Work – also der Arbeitsplatz der Zukunft – für die befragten Unternehmen direkt nach der IT-Sicherheit die wichtigste Herausforderung. Auf Platz drei steht, ebenfalls wie im Vorjahr, die Personalentwicklung. Für jüngere Mitarbeiter bis 29 Jahre hat das Thema New Work eine höhere Bedeutung als für Mitarbeiter ab 50. Für sie ist die IT-Sicherheit wichtiger, die wiederum für jüngere Mitarbeiter nur eine zweitrangige Rolle spielt.

Rund 28 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich heute laut Sipgate-Mitteilung als „relativ weit fortgeschritten“ bei der Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft. Dies sind aber weitaus weniger Unternehmen als noch im vergangenen Jahr: 2017 gaben dies rund 40 Prozent der Unternehmen zu Protokoll. Nur noch etwa zehn Prozent der Unternehmen sehen sich aktuell als Vorreiter im Bereich New Work. Im vergangenen Jahr waren es noch 20,6 Prozent.

Betrachtet man nur die Antwort der Top-Manager, zeigt sich diese Berufsgruppe weiterhin optimistisch: Rund 44 Prozent gaben an, ihr Unternehmen sei bei der Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft weit fortgeschritten. Sie sind auch diejenigen, bei denen größtenteils die Verantwortung für die Entwicklung und Umsetzung der Konzepte liegt: In jedem dritten Unternehmen sind die Top-Manager federführend beim Thema New Work.

Wahrnehmung einer Strategie je nach Hierarchie unterschiedlich

Bei der Antwort auf die Frage nach einer dezidierten Strategie zur Umsetzung der neuen Arbeits- und Mobilitätskonzepte zeige sich laut Mitteilung eine „starke Diskrepanz zwischen den Antworten der Top-Manager, der IT-Manager und den Führungskräften anderer Fachbereiche“. So sagen – ähnlich wie im vergangenen Jahr – knapp 60 Prozent der Top-Manager, dass es eine Strategie für den Arbeitsplatz der Zukunft gebe. Aber nur noch jeder fünfte IT-Manager (23 Prozent) und jede fünfte Führungskraft aus den Fachabteilungen (21 Prozent) sieht das genauso.

Ähnliches zeigt sich bei der Frage nach der Mitarbeiterbeteiligung bei der Entwicklung zum Arbeitsplatz der Zukunft: Es gibt starke Unterschiede in den Antworten der jeweiligen Hierarchieebenen. 40 Prozent der Führungskräfte gaben an, Bedarfsanalysen bei den Mitarbeitern durchgeführt zu haben. Sogar knapp die Hälfte habe die Mitarbeiter zumindest befragt. Die Mitarbeiter sehen das aber anders: Nur jeder Fünfte gab an, befragt worden zu sein – und fast genauso viele sagten, dass sie gar nicht zurate gezogen wurden.

Für rund 55 Prozent der befragten Mitarbeiter überwiegen die Vorteile und Chancen gegenüber den Risiken, die mit dem Wandel zum Arbeitsplatz der Zukunft einhergehen. Nur 27 Prozent sehen mehr Risiken als Vorteile in der Entwicklung.

Chancen und Risiken

47 Prozent der befragten Mitarbeiter sehen als wichtigste Chancen eine bessere Work-Life-Balance und mehr Freiheit an. Für 43 Prozent ist es zeitlich ungebundenes Arbeiten. 41 Prozent sehen die Chance auf einfachem Zugriff auf alle Informationen. Das größte Risiko sehen die Befragten nach wie vor mit rund 46 Prozent in der Abhängigkeit von IT und Internetverbindung, gefolgt von der Angst vor permanenter Verfügbarkeit als Erwartungshaltung der Kunden. Auch hier gab es seit der letzten Erhebung keine Veränderung.

Ganz generell gilt: Die Work-Life-Balance und die zeitliche Flexibilität stehen nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste der Mitarbeiter. Nine-to-five ist kaum noch reizvoll. Vor allem Ältere sind an mehr Flexibilität interessiert. Knapp 60 Prozent der über 40-Jährigen ordnen dieses Thema auf den obersten zwei von acht Prioritätsstufen ein. Bei den Mitarbeitern unter 40 sinkt der Wert auf 50 Prozent. Jüngere wünschen sich eher eine exzellente IT-Ausstattung und schnellere Netzanbindung.

Unter www.arbeitsplatzderzukunft.de stehen die gesamten Studienergebnisse kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung.

(Redaktion)


 


 

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