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Hilfe für Hamburgs Obdachlose

Angesichts der winterlichen Lage und der Tatsache, dass die Kapazitäten im Winternotprogramm nahezu aufgebraucht sind, hat Hamburgs Sozialsenator Dietrich Wersich in Absprache mit Bürgermeister Christoph Ahlhaus und Innensenator Heino Vahldieck beschlossen, dass die Stadt den Schutzraum am Hachmannplatz als zusätzliche Übernachtungsstätte für obdachlose Menschen zur Verfügung stellt.

Außerdem hat die Sozialbehörde die am Winternotprogramm beteiligten Hilfsorganisationen der Obdachlosenszene zu einem Gespräch eingeladen, in dem die aktuelle Lage und weitere Hilfsbedarfe erörtert wurden.

Diskutiert wurden bei dem Treffen auch alternative Unterbringungen wie Turnhallen oder ein beheiztes Zelt. Ihnen gegenüber hat der Schutzraum am Hachmannplatz aber den Vorteil, dass er über einzelne Schlafräume verfügt und ausreichend sanitäre Einrichtungen vorhanden sind. Bis morgen wird das Technische Hilfswerk den Schutzraum herrichten. Die Details der Betreuung und der Versorgung vor Ort, zum Beispiel mit Essen und Getränken, werden zur Stunde noch geklärt.

Ebenfalls ein Thema auf der Besprechung war die hohe Zahl an osteuropäischen Obdachlosen im Winternotprogramm. Die Sozialbehörde wird nun gemeinsam mit den Einrichtungen aber auch mit den Konsulaten Möglichkeiten zur Klärung der individuellen Lage der Obdachlosen und zur Rückkehr in ihre Familien oder in Hilfsangebote in den Herkunftsländern klären. Unterstützung wird es hierbei auch durch den polnischen Sozialarbeiter der Stiftung BARKA geben, der am 1. November in Hamburg seine Arbeit begonnen hat und sich bereits gut in der osteuropäischen Obdachlosenszene vernetzt hat.

Von den freien Trägern der Obdachlosenhilfe kamen zusätzliche Angebote, einige ihrer Einrichtungen – bereits ab heute – auch nachts zu öffnen.

„Ich möchte ganz ausdrücklich allen Kooperationspartnern der Behörden, Institutionen und ehrenamtlich Engagierten im Winternotprogramm danken. Dank der gemeinsamen Anstrengungen aller Beteiligten können wir nun weitere Plätze zur Verfügung stellen und so die Obdachlosen unserer Stadt auch in diesen sehr kalten Tagen gut versorgen“, so Sozialsenator Dietrich Wersich. „Dafür ist es aber auch wichtig, dass die Obdachlosen wissen, wo sie Hilfe bekommen und die Schlafplätze auch annehmen. Deshalb appelliere ich auch an alle Hamburgerinnen und Hamburger, die in der Stadt auf Obdachlose treffen: Machen Sie auf die Angebote aufmerksam. In Hamburg muss und sollte bei dieser Kälte niemand auf der Straße übernachten.“

Die Informationen zum Winternotprogramm in Kürze:
Insgesamt stehen im Winternotprogramm regulär rund 200 Plätze zur Verfügung: 100 in der Notübernachtungsstätte Sportallee, 92 weitere in Containern bei Kirchengemeinden und sozialen Institutionen. Ganzjährig gibt es darüber hinaus etwa 250 Plätze für Obdachlose: 190 im Pik As, 20 im Frauenzimmer sowie weitere bei kirchlichen Einrichtungen. Das macht regulär im Winter etwa 450 Plätze. Diese werden nun durch zusätzliche Betten im Pik As und in der Sportallee sowie im Schutzraum Hachmannplatz erheblich aufgestockt. Hinzu kommt eine weitere Zahl an zusätzlichen Schlafplätzen, die Träger der Obdachlosenhilfe kurzfristig zur Verfügung stellen können.

Die unbürokratische Vermittlung der Schlafplätze erfolgt über folgende Einrichtungen:

· Tagesaufenthaltsstätte „Bundesstraße“ im Diakoniezentrum für wohnungslose Menschen (Bundesstraße 101, Nähe U-Bahn-Station Christuskirche);
· Bahnhofsmission am Hamburger Hauptbahnhof;
· für Frauen zusätzlich durch den Tagestreff für obdachlose Frauen „Kemenate“ (Charlottenstraße 30, Nähe U-Bahnstation Emilienstraße).

(Behörde für Soziales Familie und Gesundheit)


 


 

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