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Empirische Untersuchung

Obdachlose Menschen in Hamburg

Die Angebote zur Vermeidung oder Hilfe bei Obdachlosigkeit in Hamburg sind vielfältig. Trotzdem gibt es immer wieder neue Entwicklungen, Wissenslücken und nicht gelingende Unterstützungsmaßnahmen.

Während über Menschen, die in den verschiedenen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe leben, grundlegende Strukturdaten vorliegen, fehlen diese über obdachlose Menschen. „Je mehr wir aber über die Situation von obdachlosen Menschen wissen, umso besser können wir ihnen helfen und das Hilfesystem entsprechend weiterentwickeln“, sagt Hamburgs Sozialsenator Dietrich Wersich. Aus diesem Grund wird im Auftrag der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz und mit Unterstützung der Wohlfahrtsverbände und des Trägers „f & w fördern und wohnen AöR“ im kommenden März eine Befragung von obdachlosen, auf der Straße lebenden Menschen in Hamburg durchgeführt.

Bei der nach 1996 und 2002 zum dritten Mal durchgeführten Untersuchung handelt es sich in Bezug auf die Größe der befragten Personengruppe und den Umfang der ermittelten Informationen um eine in Deutschland einmalige, repräsentative empirische Befragung von obdachlosen Menschen. Neben grundlegenden Strukturdaten wie Geschlecht, Alter und Nationalität werden unter anderem Informationen zur Dauer und Ursache der Obdachlosigkeit, zur Nutzung von Übernachtungs- und anderen Hilfeangeboten sowie zur Einkommenssituation und dem Gesundheitszustand erfragt. Auch werden Angaben zur Verschuldung, zum Vorhandensein eines Girokontos und einer Krankenversicherungskarte ermittelt.

Die Befragung wird vom 25. bis 31. März 2009 von dem Bremer Sozialwissenschaftler Torsten Schaak durchgeführt. Aufgesucht werden die Befragten in rund 90 Anlaufstellen, die obdachlosen Menschen in Hamburg Hilfe anbieten, z.B. Tagesaufenthaltsstätten, Bahnhofsmissionen, Suppenküchen, Mobilen Hilfen, der Krankenstube, Drogenberatungsstellen, Hinz und Kunzt, dem Mitternachtsbus, Notübernachtungseinrichtungen sowie diversen Beratungsstellen. Besonderes Augenmerk wird bei der Befragung auf junge Obdachlose unter 25 Jahren gelegt.

Unterstützt und begleitet wird die Befragung von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Vertretern der Sozialbehörde, der Wohlfahrtsverbände, des Trägers „fördern und wohnen“, eines ARGE-Jobcenters und einer Fachstelle für Wohnungsnotfälle. Die Befragung ist freiwillig und anonym und unterliegt der Kontrolle des Hamburger Datenschutzbeauftragten. Im 2. Halbjahr 2009 sollen die Ergebnisse der Untersuchung in einem Abschlussbericht veröffentlicht werden.

Quelle: Behörde für Soziales Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz

(Redaktion)


 


 

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