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Obdachlosigkeit

Kein Abbau bei Plätzen für Wohnungslose

Sozialsenator Dietrich Wersich widerspricht den Aussagen der Hamburger Partei „Die Linke“ zum angeblichen Abbau von Plätzen bei Wohnungslosen

„Die Behauptung, die Sozialbehörde wolle 1.300 Plätze in den Unterkünften für Wohnungslose und Flüchtlinge abbauen, entbehrt jeder Grundlage. Im Gegenteil: Aufgrund der ansteigenden Flüchtlings- und Asylbewerberzahlen sind der Abbau und die Umwandlung von Wohnunterkünften schon seit Mitte des Jahres gestoppt worden. Kurzfristig werden sogar knapp 300 zusätzliche Plätze hergerichtet“, so Sozialsenator Dietrich Wersich.

„Dies ist nicht nur wiederholt in den Medien berichtet worden, sondern war bereits im Oktober Gegenstand der Bürgerschaftsdebatte. Im Übrigen haben wohnungslose Menschen einen Anspruch auf ein Dach über dem Kopf, weshalb auch in Zeiten der erhöhten Nachfrage mit dem Winternotprogramm zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt werden.“

Die Zahlen, auf die „Die Linke“ verweist, stammen aus einem Finanzbericht und beziehen sich damit nicht auf die Platzanzahl direkt, sondern stellen eine Prognose dar, wie viele Plätze im Jahresdurchschnitt vermutlich von der Stadt finanziert werden müssen. In den vergangenen Jahren war die Zahl der unterzubringenden Wohnungslosen und Flüchtlinge gesunken, so dass auch die Zahl der zu finanzierenden Plätze zurückgegangen ist. Das wiederum hat sich in sinkenden Prognosen für die Folgejahre niedergeschlagen. Dieser Trend ist mit dem neuen Haushaltsplan-Entwurf gestoppt worden.

Zwar kommen momentan deutlich mehr Flüchtlinge nach Hamburg als in anderen Jahren und machen es notwendig, kurzfristig mehr Plätze zu schaffen. Deshalb werden zum Beispiel am Alsterberg 260 zusätzliche Plätze hergerichtet. Ob dieser Trend aber anhält und damit zur Folge hat, dass auch in den Jahren 2011 und 2012 mehr Unterbringungen gebraucht werden als die prognostizierten jahresdurchschnittlichen 7.000 steht nicht fest. Deshalb bleibt es zunächst bei der geplanten Veranschlagung von rund 7.000 zu finanzierenden Plätzen in den beiden kommenden Jahren.

„Da Obdachlose, Wohnungslose, bleibeberechtigte Flüchtlinge und Asylbewerber einen Anspruch auf öffentliche Unterbringung haben, wird der Bedarf an Plätzen stetig ihrer Zahl angepasst, das gilt sowohl nach oben als auch nach unten“, so Wersich abschließend.

(Behörde für Soziales Familie undGesundheit )


 


 

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