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ÖkoFaire Gemeinde

Erste Hamburger Kirchengemeinde mit Öko-Plakette ausgezeichnet

Die Markus-Kirchengemeinde Hohenhorst Rahlstedt-Ost hat die Auszeichnung „ÖkoFair“ erhalten. Sie ist damit die erste Gemeinde in der Hansestadt Hamburg, die sich verpflichtet hat, nach festgelegten Maßgaben fair, ökologisch und nachhaltig einzukaufen.

Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, verlieh den Beteiligten dafür im Rahmen eines Gottesdienstes am 21. Januar 2018 die Plakette „ÖkoFaire Gemeinde“. „Christinnen und Christen haben die Aufgabe, die Welt zu gestalten und sich für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen. Wenn wir ökologisch hergestellte und fair gehandelte Waren kaufen, dann gehen wir kleine Schritte auf diesem Weg. Ich freue mich, dass die Markus-Kirchengemeinde hier ein Zeichen für einen nachhaltigen Lebensstil setzt“, sagte die Bischöfin.

Vorbild für Hamburger Gemeinden

Pastor Jan Christensen, der Umweltbeauftragte der Nordkirche, erläuterte: „Mit der Auszeichnung zur ökofairen Gemeinde hat sich die Markus-Gemeinde in einen Prozess begeben, in dem sie immer mehr Bereiche kirchlichen Lebens überprüfen und gegebenenfalls die Einkäufe umstellen wird. So wird sie das Erreichte fortentwickeln und gibt damit anderen Hamburger Kirchengemeinden ein positives Beispiel, das hoffentlich viele Nachahmer findet.“

Die Markus-Kirchengemeinde Hohenhorst Rahlstedt-Ost zählt zum Kirchenkreis Hamburg-Ost der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche). Zwei Kirchen und zwei Gemeindehäuser gehören zur Gemeinde.

Linda Corleis, Referentin für Brot für die Welt im Diakonischen Werk Hamburg, betonte: „Pastor Calliebe-Winter und sein Team haben mit viel Engagement und Herzblut die Markus-Kirchengemeinde zu einer ökologisch und fair wirtschaftenden Gemeinde weiterentwickelt. Damit wird das im Kirchenalltag konkret umgesetzt, was oft von der Kanzel zu hören ist: Bewahrung der Schöpfung und Nächstenliebe. Ich freue mich über dieses vorbildliche Handeln und wünsche der Gemeinde weiterhin viel Erfolg und viele Mitstreiter in anderen Kirchengemeinden, die sich ebenfalls auf diesen nachhaltigen Weg begeben.“

Die Gemeinde erfülle bereits zehn der erforderlichen Kriterien, fair, ökologisch und nachhaltig einzukaufen, heißt es. Das betrifft demnach unter anderem Lebensmittel, Reinigungsmittel, Büromaterialien und Strom. Konkret will die Gemeinde zum Beispiel nur noch doppelseitig auf Recyclingpapier drucken, in nachhaltige Geldanlagen investieren und die Pastorinnen und Pastoren wollen einen Großteil ihrer Fahrtwege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

ÖkoFaire Gemeinde: kirchliche Beschaffungspraxis überprüfen

Mit der Aktion „ÖkoFaire Gemeinde“ sollen Kirchengemeinden ermutigt werden, mit kreativen Ideen faire und ökologische Aspekte in ihr Kaufverhalten zu integrieren. Zunächst sind ein Beschluss des Kirchengemeinderates und eine Bestandsaufnahme der bisherigen Beschaffungspraxis nötig. Im Anschluss sollen aus dem Kriterienkatalog der Aktion mindestens zehn Maßnahmen ausgewählt werden, die umzusetzen sind, beispielsweise der Umstieg auf Papier mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel“, der Kauf von GEPA-Produkten, Bewirtung mit vegetarischen Mahlzeiten bei Gemeindefesten, Einsatz von LED-Lampen oder die Nutzung von Bus, Bahn und Fahrrad, um Termine und Veranstaltungen zu besuchen. Anschließend unterzeichnet die Gemeinde eine Selbstverpflichtungserklärung und überprüft regelmäßig die Umsetzung ihrer Maßnahmen.

Initiiert wurde die Aktion im März 2017 vom evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“, den Diakonischen Werken in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, der Infostelle Klimagerechtigkeit im Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche, von den Kirchenkreisen Altholstein, Hamburg-West/Südholstein und Mecklenburg sowie dem Umweltbeauftragten der Nordkirche.

Weitere Kirchengemeinden im Gebiet der Nordkirche seien bereits auf dem Weg, eine „ÖkoFaire Gemeinde“ zu werden. Als erste Gemeinde hat die Kirchengemeinde Breklum in Schleswig-Holstein Ende November 2017 von Landesbischof Gerhard Ulrich die Auszeichnung erhalten.

(Redaktion)


 


 

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