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ÖPNV in Hamburg

U5 von Bramfeld nach Osdorf geplant

Das Hamburger Schienennetz soll ausgebaut werden. Wirtschaftssenator Frank Horch und Hochbahn-Chef Günter Elste haben am 9. April 2014 die Pläne dafür vorgestellt.

Immer mehr Menschen wohnen und arbeiten in Hamburg. Um auch künftigen Generationen ein hohes Maß an Mobilität zu ermöglichen, will die Hansestadt die schienengebundenen öffentlichen Verkehrsmittel ausbauen und als „Rückgrat des Personenverkehrs“ stärken. Es sei der „Schlüssel für eine klima-, umwelt- und stadtverträgliche Organisation“.

Frank Horch stellte die Erweiterung des U-Bahnnetzes – neben den aktuellen Projekten Verlängerung U4, Neubau S4 und S21, die Modernisierung des Bussystems, der Förderung alternativer Mobilitätsangebote und der Förderung des Radverkehrs  –  als einen  „entscheidenden Baustein zum Ausbau unseres ÖPNV“ vor. Bramfeld und Osdorf sollen langfristig durch eine neue U-Bahnlinie 5 miteinander verbunden werden. Eine neue Haltestelle am östlichen Ast der U1 zwischen Farmsen und Berne und eine Ausfädelung der U4 im Bereich Horner Rennbahn in Richtung Horner Geest seien weitere Bausteine in diesem Konzept. „Angesichts der hohen öffentlichen Sensibilität bei Eingriffen im Straßenraum ist eine relativ rasche ÖPNV-Schienenanbindung nur mit einer unterirdischen Lösung erreichbar. Wir werden mit aller Sorgfalt, solide und vernünftig die notwendigen Schritte gehen. Finanzierbarkeit und die örtliche Akzeptanz werden bei den Planungen eine entscheidende Rolle spielen“, so Horch.

Umweltverträglicher Stadtverkehr und soziale Aufwertung von Stadtquartieren

Auch Günter Elste sieht in der Erweiterung des U-Bahnnetzes vielfältige Chancen. Eine attraktive und leistungsfähige U-Bahn sichere die Mobilität auch künftiger Generationen, entlaste Straßen und die Umwelt und sorge nicht zuletzt für eine soziale Aufwertung von Stadtquartieren. Seine Maßgaben für die neue U-Bahnlinie U5: Sie „muss sowohl die Großwohnsiedlungen an die Innenstadt anbinden, dicht besiedelte Stadtteile erschließen als auch Arbeitsplatzstandorte, große Freizeiteinrichtungen und künftige Stadtentwicklungsprojekte berücksichtigen, um die verkehrspolitischen Ziele Hamburgs zu erreichen.“ Die vorgestellte Trassenführung für die U5 soll von Bramfeld, über Steilshoop, City Nord, Winterhude, Uhlenhorst zu den Volkspark-Arenen, Lurup und Osdorfer Born verlaufen. Dabei kommen eine nördliche und eine südliche Variante in Frage. Die nördliche Strecke würde das Uni-Viertel, Hoheluft und Lokstedt mit anbinden. Der südliche Verlauf würde über Altona Altstadt, Ottensen Süd und Bahrenfeld erfolgen.

Aktuell erarbeite die Hochbahn im Auftrag des Senats eine Konzeptstudie für den Ausbau des U-Bahnnetzes, die im Laufe des Jahres vorgestellt werden soll. Für die kommende Legislaturperiode sei dann die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie geplant, hieß es.

In einer Stellungnahme begrüßte Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg, die Pläne des Senats für den Ausbau des U-Bahn-Netzes. Es sei richtig, dass der Senat auf die U-Bahn setze, um die dringend erforderliche Angebotserweiterung im öffentlichen Nahverkehr vorzunehmen. Die vorgesehene Streckenführung passe zu den Vorstellungen der Handelskammer Hamburg. Er appelliert aber auch an den Senat, die U-Bahn dort, wo es der Straßenraum zulasse, ebenerdig zu führen. „Gerade auf der Bustrasse der Linie M5 könnte die U-Bahn teilweise gut oberirdisch fahren und Hamburg mehrere Hundert Millionen Investitionen ersparen“.

(Redaktion)


 


 

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