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  • 24.02.2014, 10:25 Uhr
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Offshore-Windpark

Jahresrückblick 2013: „alpha ventus“ erzeugte erste Terawattstunde offshore

Eine Milliarde Kilowattstunden klimafreundlicher Energie hat Deutschlands erster Offshore-Windpark mit seinen zwölf Windenergieanlagen insgesamt erzeugt und ins deutsche Übertragungsnetz eingespeist. Diese Strommenge entspricht etwa dem Jahresverbrauch von 285.000 Haushalten. Das Betreiberkonsortium von EWE, E.ON und Vattenfall zieht eine positive Bilanz nach drei regulären Betriebsjahren.

Das Betreiberkonsortium hat „alpha ventus“ als ersten deutschen Offshore-Windpark auf hoher See etwa 45 Kilometer vor der Küste Borkums errichtet. Für die Realisierung und den Betrieb des Windparks gründete es die „Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH & Co. KG“ (DOTI). Seit August 2009 speise „alpha ventus“ elektrische Energie ins Netz ein. Im Februar 2014 habe der Offshore-Windpark den Energieertrag von insgesamt einer Terawattstunde (1 Terawatt = 1.000.000.000.000 Watt) überschritten, gab das Unternehmen bekannt. Mit der offiziellen Inbetriebnahme im April 2010 sei der konstante Regelbetrieb gestartet. In den Betriebsjahren 2011 bis 2013 habe alpha ventus insgesamt 12.675 Vollaststunden erreicht. Der Ertrag des Offshore-Windparks belaufe sich 2011 bis 2013 auf durchschnittlich 253,14 Gigawattstunden pro Jahr (1 Gigawatt = 1.000.000.000 Watt) und übertreffe die Ertragsprognosen damit um zirka 10 Prozent.

Laut der Betreibergesellschaft betrug der Ertrag im vergangenen Jahr 224,6 Gigawattstunden und unterschritt damit erstmals die Prognose für den durchschnittlichen Jahresertrag um 3,3 Prozent. Der Grund: Die vier insgesamt windschwachen Monate Februar, April, Mai und Juli 2103 sowie technisch bedingte Stillstände einzelner Anlagen konnten auch durch die besonders windreichen Monate Oktober und Dezember im Jahresmittel nicht ausgeglichen werden.

„Offshore ist noch keine Routine. Der wirtschaftliche, sichere und umweltfreundliche Betrieb eines Offshore-Windparks in der Nordsee bleibt unser wichtigstes Ziel. Erfreulich ist, dass 2013 insgesamt besser ausgefallen ist, als wir noch im September dachten. Die beiden Sturmtiefs „Christian“ und „Xaver“ haben im letzten Quartal für gute Erträge gesorgt“, so Wilfried Hube, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft DOTI. „Für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie müssen auch die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Die Offshore-Ausbauziele von 6,5 Gigawattstunden installierter Kapazität im Jahr 2020 bleiben ehrgeizig. Die drei Folgeprojekte von alpha ventus zeigen, dass die Energieversorger ihren Teil übernehmen.“

Die DOTI-Gesellschafter betreiben und realisieren derzeit in Deutschland die Folgeprojekte Riffgat (EWE), Amrumbank West (E.ON) und DanTysk (Vattenfall).

„Riffgat“
Der nahe Borkum gelegene Offshore-Windpark „Riffgat“ wurde im Juli 2013 fertig errichtet und speist seit Februar 2014 klimafreundlichen Strom in das deutsche Versorgungsnetz. Die 30 Windturbinen haben eine Gesamtleistung von 108 Megawatt.

„Amrumbank West“
Der Offshore Windpark „Amrumbank West“ liegt nördlich von Helgoland in der Deutschen Bucht und wird mit 80 Windturbinen eine Gesamtleistung von 288 Megawatt erzielen. Die Fundamente der Anlagen werden seit Januar 2014 installiert.

„DanTysk“
Westlich von Sylt werden im Offshore-Windpark „DanTysk“ insgesamt 80 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 288 Megawatt klimaneutralen Strom erzeugen. 2013 wurden alle Fundamente gesetzt, die Installation der Windturbinen erfolgt ab Frühjahr 2014.

„alpha ventus“
Im Testfeld „alpha ventus“ kommen zwölf Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse zum Einsatz: Sechs Anlagen des Typs AREVA Wind M5000 sowie sechs Anlagen REpower 5M (seit 20. Januar 2014: Senvion SE). Die von „alpha ventus“ seit 2011 eingespeiste Strommenge entspricht im Jahresmittel jeweils rund 253,14 Millionen Kilowattstunden und damit dem Jahresverbrauch von rund 72.000 durchschnittlichen Haushalten (3.500 Kilowattstunden) in Deutschland. Die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse von „alpha ventus“ sollen in Konstruktion, Bau und Betrieb weiterer Offshore-Anlagen einfließen.

(Redaktion)


 


 

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