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Olympische Spiele 2024

Etappensieg für Hamburg

Die Entscheidung ist gefallen: Hamburg darf sich um die Olympischen Spiele 2024 bewerben. Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes hat gestern seine Empfehlung für die mögliche Bewerbung Deutschlands zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2024 abgegeben.

Die Hansestadt hat den Wettbewerber Berlin hinter sich gelassen. Hamburg biete ein faszinierendes und kompaktes Olympiakonzept, sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 16. März in Frankfurt am Main. Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes gab damit seine Empfehlung ab, Hamburg ins Rennen zu schicken, um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 nach Deutschland zu holen. Die Empfehlung richtet sich an die Außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB, die der Empfehlung zustimmen muss. Diese Versammlung findet am 21. März 2015 ebenfalls in Frankfurt statt.

Die olympischen Spitzenverbände hätten sich mit 18:11 klar für Hamburg ausgesprochen. Das Konzept mit kurzen Wegen zu den meisten Spielstätten innerhalb der Stadt und am Wasser passe zu der Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und bei einer Meinungsumfrage hatten sich im vergangenen Februar 64 Prozent der Hamburger für die Olympischen Spiele in der Hansestadt ausgesprochen. Die Berliner stimmten nur mit 55 Prozent einer Olympia-Bewerbung zu.

In die Hamburger Pläne für die Ausrichtung der Olympischen Spiele sind 27 Sportstätten innerhalb der Stadt und drei außerhalb der Stadt einbezogen. Die Vielseitigkeitsreiter sollen demnach im niedersächsischen Luhmühlen an den Start gehen, die Schützen in Garlstorf und Golf ist auf dem schleswig-holsteinischen Gut Kaden (Alveslohe) vorgesehen. Darüber hinaus sollen Segelwettbewerbe und Fußball in norddeutschen Stätten ausgetragen werden.

Die nächste Hürde für Hamburg steht (vorbehaltlich der Zustimmung der DOSB-Mitgliederversammlung) nun im kommenden Herbst bevor. Dann wird es ein Referendum geben. Mehr als die Hälfte der Hamburger müssen sich für die Bewerbung ihrer Stadt aussprechen. Bis dahin hat der Hamburger Senat auch die große Aufgabe, die Kosten für die Ausrichtung der Spiele zu ermitteln.

Bis zum 15. September 2015 muss die Olympia-Bewerbung beim IOC angemeldet werden. Bis zum 8. Januar 2016 muss Hamburg im „application file“ 25 Fragen zu verschiedenen Themenkomplexen beantworten. Gleichzeitig ist das Einreichen von Garantien über die finanzielle Unterstützung durch Bund, Land, Stadt und NOK erforderlich. Im April/Mai 2016 ernennt das IOC auf Grundlage der Daten bis zu fünf Kandidaten (Candidate cities) für die Spiele 2024.

Bis Januar 2017 muss Hamburg zudem sein Bid Book (komplettes Bewerbungsdokument) mit dem detaillierten Olympia-Gesamtkonzept (Olympisches Dorf, Sportstätten, Unterkunft, Transport, Sicherheit, Umwelt und Marketing) sowie bindenden Finanzierungserklärungen beim IOC einreichen. Nach Vorgaben des IOC muss es in englischer und französischer Sprache verfasst sein. Eine Kommission wertet diese Anfang 2017 aus. Während der 130. IOC-Session, die im Sommer 2017 in Lima (Peru) stattfindet, wird gewählt, wer die Sommerspiele 2024 ausrichten darf.

(Redaktion)


 


 

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