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Vorsteuerabzug

Vorsteuerabzug bei Online-Rechnungen nur mit digitaler Signatur absetzbar

Das Finanzamt akzeptiert beim Vorsteuerabzug auch Online-Rechnungen nur, wenn diese mit einer digitalen Signatur versehen sind - akzeptieren Sie also elektronische Rechnungen nicht leichtfertig, sondern achten Sie immer darauf, dass eine digitale Signatur vorliegt.

Das müssen Sie beachten

Ohne eine Rechnung läuft in unserem Alltag nichts, denn vor allem der Fiskus stellt an die Form von Rechnungen hohe Anforderungen – gerade wenn Sie als Rechnungsempfänger die enthaltene Umsatzsteuer (19 oder 7 Prozent) als Vorsteuer geltend machen möchten.

Grundsätzlich sind alle Unternehmer berechtigt, die gezahlte Umsatzsteuer für Waren und Dienstleistungen, die sie im Rahmen ihrer Firma erworben haben, von ihrer Umsatzsteuer-Schuld abziehen.

Einzige Voraussetzung

Sie müssen im Besitz einer ordnungsgemäßen Rechnung in Papierform sein, aus der folgende Daten hervor gehen:

1. Name und Anschrift des leistenden Unternehmens,
2. Name und Anschrift des Leistungsempfängers,
3. Termin der Lieferung oder Leistung,
4. Menge und Bezeichnung der gelieferten Produkte bzw. Art und Umfang der Dienstleistung,
5. die ggf. nach Steuersätzen aufgeschlüsselten Netto-Beträge und
6. die jeweils darauf entfallenden Steuer -Beträge,
7. das Ausstellungsdatum (= Rechnungsdatum),
8. eine einmalig vergebene Rechnungsnummer sowie
9. die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Ausstellers.

Unter bestimmten Voraussetzungen akzeptiert das Finanzamt auch beim Vorsteuerabzug Online-Rechnungen. Paragraph 14 Abs. 4 Satz 2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) bestimmt, dass zum Vorsteuerabzug eine elektronische Abrechnung ausreicht, wenn diese mit einer digitalen Signatur versehen ist.

Doch die erweist sich derzeit noch als ausgesprochen umständlich, denn alle Unternehmen, die sie anwenden wollen, müssen zunächst ihre EDV auf die erforderliche Hard- und Software umrüsten. Dabei benötigen Sie neben einer speziellen Signatur-Software ein spezielles Karten-Lesegerät und Ihre Firma muss die "elektronische Unterschrift" bei speziellen Zertifizierungsstellen (z.B. IHK) beantragen, hinterlegen und beglaubigen lassen.

Wer dieses Zertifizierungsprozedur einmal erfolgreich hinter sich gebracht hat, muss fortan jede Online-Rechnung mit seinem "elektronischen Schlüssel" unterzeichnen um sicherzustellen, dass das Online-Schriftstück nicht mehr verändert werden kann, ohne dass dies auffällt.

Auch wenn Sie Rechnungsempfänger sind, sind Sie dazu verpflichtet, die Rechnungsdatei und den "öffentlichen Schlüssels" des Rechnungsausstellers zu checken. Stimmt dieser Schlüssel mit dem Schlüssel in der "elektronischen Rechnung" überein, steht der Anerkennung im Regelfall der elektronischen Rechnung nichts mehr im Wege.

Einzige Ausnahme

Die Finanzverwaltung verlangt derzeit, dass Sie alle elektronische Rechnungen nebst den "öffentlichen Schlüsseln“ so abspeichern, dass eine spätere Veränderung nicht mehr möglich ist - ein einfacher Papierausdruck der empfangenen Online-Rechnung genügt nicht.

(Steffen Ehlert)


 


 

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