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Online-Spiele

Entertainment-Industrie wächst dank starkem Digitalgeschäft

Neue Märkte, neue Erlösmodelle und eine konsumfreudige globale Kundschaft: In der Entertainment-Branche stehen die Zeichen auf Wachstum. Durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones, Tablets und der stetigen Verbesserung drahtloser Breitband-Verbindungen steigt die Nutzung besonders im mobilen Segment. Die Umsatzsteigerungen in der Unterhaltungsbranche werden somit maßgeblich durch das boomende Digitalgeschäft bestimmt. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen, weshalb der Erlösanteil digitaler Medien laut Studien in diesem Jahr auf über 40 Prozent steigen wird.

Vor allem Online-Spiele galten bisher als lukratives Geschäft. Doch nach vielen Boom-Jahren hat in der Branche eine Zeit der Konsolidierung eingesetzt. Von dieser Entwicklung waren nicht nur kleine Anbieter betroffen. Auch Big Player wie Zynga und Bigpoint mussten ihr Geschäft straffen und Personal entlassen. Kein Wunder, angesichts der riesigen Konkurrenz und der hohen Kosten, die mit der Entwicklung neuer Spiele verbunden sind.

Kostenlos nutzbare Spiele sorgen für hohe Umsätze

Der Druck steigt und die Anbieter sind zum Erfolg verdammt. So hat die Entwicklung des Spiele-Blockbusters „Grand Theft Auto V“ angeblich mehr als 200 Millionen Dollar gekostet, was Budgets der meisten Hollywoodfilme problemlos in den Schatten stellt. Dass das Spiel trotzdem außerordentlich erfolgreich wurde, liegt nicht zuletzt daran, dass es bereits nach drei (!) Tagen die magische Umsatzmarke von einer Milliarde Dollar geknackt hatte. Auch bei den „Free to play“-Games, also Spielen, die grundsätzlich kostenlos spielbar sind, werden immense Umsätze erzielt. Für die Aufrüstung ihrer Charaktere mit virtuellen Gütern geben Spieler rund 15 Milliarden Dollar pro Jahr aus.

Mit zunehmender Verbreitung mobiler Abspielgeräte kam neben den klassischen Multi-Millionen-Blockbustern und „Free to play“-Versionen eine neue Art von Spielen auf den Markt: Das sogenannte Autorenspiel, das im Unterschied zu den anderen Genres nicht unbedingt auf die außergewöhnlichste Grafik setzt, sondern mit ausgefallenen Ideen und Handlungssträngen für Atmosphäre und Begeisterung bei den Spielern sorgt.

Der Spieleentwickler Zynga beschreitet einen zusätzlichen Weg, um auch zukünftig lukrative Geschäfte zu machen: Es setzt auf die Glücksspiel-Branche und eröffnet zusammen mit einem Partner aus der Gaming- und Wettanbieter-Szene ein Online-Casino. Ein weitsichtiger Schritt, wie es scheint, denn der Bereich der Online-Gewinnspiele profitiert besonders von der mobilen Digitalisierung und den daraus entstehenden neuen Geschäftsmodellen. Ob es sich nun um Poker und sonstige Kartenspiele, virtuelle Glückspielautomaten oder andere Live-Casino-Spiele handelt, Unternehmen der Branche bieten ein vielfältiges Angebot und befriedigen damit eine weltweit stark wachsende Nachfrage. Der Markt profitiert dabei besonders von der Liberalisierung und freizügiger rechtlicher Rahmenbedingungen in dem Segment. Da zudem mobile Endgeräte wie Tablets oder Smartphones inzwischen mit einer großen Vielfalt von verfügbaren Zahlungsfunktionen ausgestattet sind, stehen potenziellen Spielern alle Möglichkeiten offen, online und mobil ihrem Hobby nachzugehen.

Diese Entwicklung schlägt sich in der Umsatzentwicklung der großen Anbieter in der Szene nieder. So hat der börsennotierte Casino Anbieter 888casino im Jahr 2016 einen Umsatz von über 500 Millionen Dollar erzielt, was im Vergleich zu 2015 einem Wachstum von knapp 11 Prozent entspricht. Wie auch andere Online-Casinos verzeichnet 888 in den vergangenen Jahren eine permanent ansteigende Wachstumskurve. Die Begründung dafür ist ganz einfach, denn weltweit vergrößert sich die Anzahl der Spieler und ihrer Einsätze kontinuierlich. Global operierende Unternehmen wie 888 Casino profitieren davon insbesondere, und so mehren sich Umsätze und Gewinne von Quartal zu Quartal. In gleichem Maße entwickelt sich der Aktienkurs, was für anhaltend gute Stimmung bei den Anlegern sorgt. Diese wird bei 888 im Jahr 2016 durch ein Ebitda von 90 Millionen US-Dollar geschürt, die zu einer Ausschüttung von 20 Cent und damit einer Steigerung von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr führte. Man muss kein Hellseher sein, um bei diesen Voraussetzungen auch für 2017 mit einer deutlich positiven Entwicklung zu rechnen.

(Redaktion)


 


 

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