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Online- und Versandhandel

Warenrücksendungen können bald Geld kosten

Ab dem 13. Juni 2014 gelten neue Regeln für Onlineshopping und klassischen Versandhandel. Die Änderung mit den gewaltigsten Auswirkungen: Händler dürfen bei Widerruf jetzt den Kunden die Kosten für die Rücksendung aufbürden. Stiftung Warentest beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Neuerungen für Widerruf und Rücksendungen.

Kunden dürften zwar immer noch ihre Bestellung – egal ob die Bestellungen online, per Post, Telefon oder Fax erfolgte – nach Erhalt der Ware 14 Tage lang widerrufen. Aber es könne sein, dass sie nun das Porto für die Rücksendung selbst zahlen müssen. Die neue Regelung sei aber kein Muss, Online-Händler könnten weiterhin freiwillig das Rückporto übernehmen, so Stiftung Warentest.

Umsatzstarke Versandhändler wie der Otto-Konzern (wir berichteten) haben bereits angekündigt, dass sie weiterhin das Rückporto für ihre Kunden übernehmen wollen. Nach einer Umfrage der „Bild“ im Mai 2014 unter den größten Onlinehändlern gehören dazu auch Amazon und Zalando.

Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Kunden den Widerruf künftig eindeutig erklären müssten. Es reiche nicht mehr, die Ware kommentarlos zurückzuschicken. Auf ihrer Website test.de empfiehlt sie, dies schriftlich zu tun. Weiterhin gelte, dass der Widerruf nicht begründet werden muss. Die zweiwöchige Widerrufsfrist beginne normalerweise bei Erhalt der Ware. Dabei müsse der Verkäufer den Kunden deutlich über das Widerrufsrecht informieren. Fehle eine korrekte Information, verlängere sich die Frist zum Widerruf auf sechs Monate.

Auf eine weitere Neuerung weisen die Verbraucherschützer hin: Der Händler trage beim Widerruf nur das Versandporto für die günstigste Versandart in seinem Shop. Hat der Kunde den Artikel auf eigenen Wunsch zum Beispiel teuer per Express bestellt, zahle er diese Mehrkosten.

test.de rät, künftig vor der Bestellung auf der Internetseite des Händlers nach den Rücksendebedingungen zu schauen. Die Shops müssten dort über Rückporto informieren. Stehe dort nichts, geht die Rücksendung zu Lasten des Händlers.

Wer in diesen Tagen noch eine Bestellung aufgibt, sollte wissen: Die neuen Widerrufsregeln gelten laut Stiftung Warentest für Käufe ab dem 13. Juni 2014. Wer vorher noch Ware im Online- oder Versandhandel bestellt, könne diesen Kauf auch nach dem 13. Juni noch rückgängig machen und die Ware auf Kosten des Anbieters zurücksenden.

Die wichtigsten Fragen und Antworten sowie Tipps für eine Muster-Widerrufserklärung hat Stiftung Warentest in dem Beitrag „Onlineshopping und Versandhandel“ veröffentlicht.

(Redaktion)


 


 

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