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Unterstützung für Pflegebedürftige und deren Angehörige: Nachbarschaftshilfe in Hamburg wird gestärkt

Hamburger Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen künftig mehr Unterstützung im Alltag bekommen können. Die Grundlage dafür schafft die überarbeitete Hamburgische Pflege-Engagement-Verordnung des Senats.

Nach der beschlossenen Überarbeitung der Hamburgischen Pflege-Engagement-Verordnung sei unter anderem vorgesehen, bis 2017 eine „Servicestelle Nachbarschaftshilfe“ einzurichten. Das teilte die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz mit. Aufwendungen für Nachbarschaftshelfer, die bei der Servicestelle registriert sind, könnten dann von den Pflegekassen übernommen werden. Dasselbe gelte für im Haushalt Beschäftigte. Ziel sei es, die „häusliche Pflege zu erleichtern und pflegende Angehörige zu unterstützen, damit Pflegebedürftige möglichst lange im gewohnten Umfeld leben können“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Hilfsbereite Menschen aus der Nachbarschaft können über die neue Servicestelle als Helfer registrieren sowie unfall- und haftpflichtversichert werden. Die Servicestelle bestätigt die Tätigkeit, damit eine Kostenerstattung durch die Pflegekasse erfolgen kann. Außerdem soll es Schulungen und Beratung zur Unterstützung in der Häuslichkeit geben. Die Servicestelle soll Anfang 2017 ihren Betrieb aufnehmen.

Auch im Haushalt beschäftigte Haushaltshilfen können dort registriert werden. Dann lassen sich die Leistungsbeträge, die seitens der Pflegekassen erstattet werden, auch hierfür eingesetzen. Hierzu gibt es ebenfalls Beratung. Eine weitere neue Möglichkeit ist, diese Beträge für Hilfen durch Hauswirtschaftsdienste einzusetzen. Die Dienste, die diese Leistungen erbringen, müssen entsprechende vertragliche Vereinbarungen haben und bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen.

Diese niedrigschwelligen Betreuungsangebote sind Leistungen der Pflegeversicherung nach §§ 45b und 45c SGB XI. Bisher werden diese Angebote durch Ehrenamtliche erbracht und bestehen hauptsächlich in einer stundenweiser Betreuung in Betreuungsgruppen und zu Hause. Sind diese Angebote staatlich anerkannt, erstattet die Pflegekasse den Versicherten die Aufwendungen in einer Höhe von bis zu 104 bzw. 208 Euro monatlich. Darüber hinaus werden viele dieser Angebote von Stadt und Pflegekassen gefördert. Mit der Neufassung der Verordnung reagiert der Senat auf die Änderungen in der Pflegeversicherung.

Weitergehende Informationen sind zu finden unter www.hamburg.de/pflegestuetzpunkte und www.hamburg.de/demenz/4357096/besuche-begleitung-betreuungsgruppen.

(Redaktion)


 


 

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