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Staatsoper Hamburg

Philippe Calvario bringt Glucks Reformoper "Iphigénie en Tauride" auf die Bühne

»Verteufelt human« nannte Goethe sein eigenes »Iphigenie«-Drama. Genau zeitgleich mit dem Weimarer Dichterfürsten beschäftigte sich auch Christoph Willibald Gluck mit dem antiken Mythos und stieß damit das Tor zum modernen Musikdrama auf. Der Pariser Erfolg seiner vorletzten Oper wurde ein Triumph für den Komponisten – und auch Goethe war begeistert.

Als vermeintlich letzte Überlebende ihrer Familie lebt Iphigénie isoliert im Exil. Nun steht sie unwissend vor der Opferung des eigenen Bruders. Der junge französische Regisseur Philippe Calvario, Schüler von Patrice Chéreau, will in seiner ersten Hamburger Regiearbeit Glucks Oper die Botschaft des humanen Plädoyers zurückgeben. Bühnenbild und Kostüme kreiert Jon Morrell, den eine enge Zusammenarbeit mit Philippe Calvario verbindet.

Die Musikalische Leitung übernimmt Alessandro De Marchi, der sich in Hamburg mit seinen erfolgreichen Dirigaten von Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, Händels »Alcina« und »Giulio Cesare in Egitto« und zuletzt mit Johann Sebastian Bachs »Weihnachtsoratorium« dem Publikum als Spezialist für Alte Musik empfohlen hat. In der Titelpartie kehrt die bulgarische Sopranistin Krassimira Stoyanova an die Staatsoper zurück. Mit Partien wie Mimì, Gilda, Amalia (»Simon Boccanegra«) und Rachel (»La Juive«) machte sich die eng mit der Wiener Staatsoper verbundene Künstlerin weltweit einen Namen. In Hamburg debütierte sie 2001/02 als Violetta in »La Traviata«. Als Orest gibt vielseitige britische Bariton Christopher Maltman sein Debüt an der Staatsoper, sein Landsmann Toby Spence war bereits vor zwei Jahren als Ferrando (»Così fan tutte«) hier zu erleben. In der Neuproduktion von »Iphigénie en Tauride« singt er die Partie des Pylade. Durch seinen Einspringer als Wotan bei der Premiere »Die Walküre« im Oktober 2008 machte Thomas J. Mayer gleich nach seinem Eintritt ins Ensemble des Hamburger Opernhauses furios auf sich aufmerksam. Nach seiner sehr erfolgreichen Interpretation des Mandryka an der Seite von Anja Harteros in »Arabella« und als Caspar im »Freischütz« gibt er jetzt sein Rollendebüt als Thoas. Es singen außerdem: Trine W. Lund (Première Prêtresse), Katerina Tretyakova (Deuxième Prêtresse), Ziad Nehme (Un Scythe), Dominik Köninger (Le Ministre) und Gabriele Rossmanith (Une femme greque). Die Einstudierung des Chores übernimmt Florian Csizmadia.

Premiere A: 24. Mai 2009, 18.00 Uhr
Premiere B: 27. April 2009, 19.30 Uhr
Aufführungen: 30. Mai 2009, 2., 5., 9. und 12. Juni 2009, 19.30 Uhr

Hamburgische Staatsoper GmbH

(Redaktion)


 


 

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