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Pizza-Lieferdienste 2015

Service-Test: Schnell mal eine Pizza bestellt – wie gut sind Lieferdienste?

Ob in der kurzen Mittagspause oder wenn abends die Küche kalt bleiben soll – viele wählen ihre Mahlzeit aus der Speisekarte eines Pizza-Lieferdienstes. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat verschiedene Lieferdienste getestet.

Dabei sind den Testern nach eigenen Angaben erstaunlich hohe Preisunterschiede in den untersuchten Metropolen Berlin, Hamburg und München aufgefallen. So könnten Kunden beispielsweise bei Salami- oder vegetarischer Pizza zwischen dem günstigsten und teuersten Anbieter im Schnitt rund 22 beziehungsweise 28 Prozent sparen. Bei Salaten und Soft-Getränken betrage das Sparpotenzial im Mittel sogar ein Drittel des Preises.Im sensorischen Test schnitten die gelieferten Pizzen sehr gut ab: In rund 85 Prozent der Fälle urteilten die Tester hinsichtlich des Geschmacks positiv; die Frische der Zutaten überzeugte sogar bei annähernd 96 Prozent der untersuchten Pizzen. „Schmackhafte und frische Pizzen kosten dabei kein Vermögen. Der Test belegt, dass es Qualität auch zu einem vergleichsweise kleinen Preis gibt“, so Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Guter Service, eingeschränktes Angebot

Pizza-Lieferdienste sind den Testern zufolge in puncto Service gut aufgestellt; alle überprüften Anbieter zeigten ein erfreulich positives Leistungsniveau. Hinsichtlich des Angebots habe es dagegen deutlichere Unterschiede gegeben. So sei etwa die Angebotsvielfalt teilweise eingeschränkt: Zwei der fünf Lieferdienste wiesen keine vegetarischen Hauptgerichte aus. Produkte mit gekennzeichneten Bio-Zutaten habe es in keiner einzigen der untersuchten Filialen gegeben, und die Dessert-Auswahl beschränkte sich zum Teil auf Eiscreme. Auch spezielle Mittagsangebote seien nicht an jedem Standort verfügbar gewesen.

Und wie klappt die Lieferung? Bei den fünf Unternehmen ist die Lieferqualität im Test insgesamt sehr gut: Alle Bestellungen würden korrekt ausgeführt. Dabei seien die am Telefon angekündigten Zustellzeiten sehr präzise. Die Lieferzeiten im Test wichen davon im Schnitt nur rund zwei Minuten ab. Auch würden die Pizzen den Kunden bis auf eine Ausnahme heiß oder zumindest in warmem Zustand übergeben. Marktforschungsexperte Hamer sieht allerdings auch Verbesserungspotenzial: „Auf die Lieferung muss man im Schnitt über 35 Minuten warten. Je nach Standort und Uhrzeit kommt es sogar zu Wartezeiten von deutlich über einer Stunde – das ist sicher nicht für jeden Kunden akzeptabel.“

Die besten Pizza-Lieferdienste

Der Lieferdienst Hallo Pizza geht mit dem Qualitätsurteil „gut“ als Testsieger aus der Studie hervor. Das Unternehmen habe sich im Anbietervergleich mit der besten Lieferqualität hervorgetan. Auch die Produktqualität der Pizzen überzeugte die Tester, beispielsweise mit Schmackhaftigkeit und passender Würze. Die im Schnitt zweitgünstigsten Preise sowie eine gute Angebotsauswahl – etwa für Vegetarier – ergänzen das positive Bild von Hallo Pizza. Den zweiten Rang belegt Joey's Pizza (Qualitätsurteil: „gut“). Ausschlaggebend für diese Platzierung sei vor allem der gute Service. Am Telefon gingen die Mitarbeiter relativ individuell auf den Kunden ein und gäben souverän Auskunft. Die Lieferzeit der Pizzen sei im Vergleich am kürzesten gewesen. Zudem habe die informative Website am besten abgeschnitten. Beim Angebot überzeugte der Lieferdienst vor allem mit der Qualität der gelieferten Pizzen. Pizza Max positioniert sich auf Rang drei, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil „gut“. Der Lieferdienst biete die günstigsten Preise; nahezu alle untersuchten Produkte lägen unter dem Durchschnittspreis der Branche. Auch die Lieferqualität überzeuge, etwa mit einer vergleichsweise kurzen Lieferdauer und der Temperatur der Pizzen. Platz vier und fünf in der Gesamtbewertung belegen Call a Pizza und Smiley’s.

So hat das Deutsche Institut für Service-Qualität nach eigenen Angaben fünf bedeutende überregionale Pizza-Lieferdienste getestet: Die Messung der Servicequalität erfolgte bei den Unternehmen anhand von jeweils bis zu zwölf Tests der Lieferqualität (Mystery-Shopping) sowie einer ebenso großen Anzahl an verdeckten Telefon-Tests (Mystery-Calls), je zehn Prüfungen der Internetauftritte durch geschulte Testnutzer sowie einer detaillierten Inhaltsanalyse jeder Website. Insgesamt flossen 151 Servicekontakte zu den Pizza-Lieferdiensten in die Auswertung ein. Darüber hinaus führten die Marktforscher stichtagsbezogen eine umfassende Analyse der Preise verschiedener Standardprodukte, eine Bewertung der Produktauswahl sowie der Qualität der Pizzen (sensorische Tests) durch.

(Redaktion)


 


 

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