Sie sind hier: Startseite Hamburg Leben
Weitere Artikel
Bauarbeiten ab Ende 2009

Planung für die Wasserkunst Kaltehofe steht

Ende 2007 wurde der Masterplan für die Nutzung der Halbinsel Kaltehofe – gelegen in Rothenburgsort zwischen Norderelbe und Billwerder Bucht – vorgestellt. Jetzt sind die Planungen für die Gebäude und die Flächennutzung der Wasserkunst abgeschlossen. Der Bau beginnt im Winter 2009 – im Sommer 2010 ist Eröffnung. Damit wird die erste Hamburger Wasserfiltrationsanlage als kulturhistorisches Naturdenkmal für die Öffentlichkeit erschlossen.

Seit 1990 ist die 45 Hektar große Elbinsel ungenutzt und bietet mit den verwilderten Anlagen einen Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Zuvor bereiteten hier die Hamburger Wasserwerke in 22 Becken zunächst Elb- und ab 1964 ausschließlich Grundwasser auf. Auf 14,3 Hektar des Geländes erstreckt sich künftig die Wasserkunst Kaltehofe. Das restliche Gelände wird als Rückzugsgebiet für Tier- und Pflanzenwelt belassen.

„Die Hamburger kriegen ein neues Ausflugsziel, in der Natur und nah am Wasser und dennoch dicht am Stadtzentrum. Kaltehofe ist ebenso attraktiver Naturraum und spannendes Industriedenkmal zugleich. Für die  zukünftige Nutzung wurde besonders streng auf die Einhaltung des Naturschutzes geachtet und eine nachhaltige Nutzung Kaltehofes für Mensch und Natur ermöglicht“, sagte Umweltstaatsrat Christian Maaß bei der heutigen Vorstellung der Umbaupläne. 

„Hier in Rothenburgsort liegt die Wiege der Hamburger Wasserversorgung. Und bis heute organisieren wir hier von diesem Standort die Versorgung der Hamburger mit Trinkwasser. Das historische Gelände Kaltehofe als Kulturdenkmal für die Stadt und Anwohner hier vor Ort zu erhalten und nutzbar zu machen liegt uns deshalb ganz besonders am Herzen“, so Dr. Michael Beckereit, Geschäftsführer von Hamburg Wasser. 

Die Pläne für den Ausbau der Elbinsel wurden im Anschluss an die Vorstellung des Masterplans vom Architektenbüro Heller im Auftrag von Hamburg Wasser weiterentwickelt. Dabei wurden im Sinne des zugrundeliegenden Agenda-21-Prozesses öffentliche Anregungen soweit wie möglich berücksichtigt. Monika Mura von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: „Kaltehofe ist ein Beispiel für eine durch und durch erfolgreiche Bürgerbeteiligung. Alle Ziele sind erreicht worden: Naturerhalt, Verhinderung des Durchgangsverkehrs, Wiederherstellung und Erlebbarkeit des historischen Wasserwerks. Der Einsatz der vielen Aktiven hat sich gelohnt.“

Zur ursprünglichen Planung Masterplans neu hinzugekommen ist ein rechteckiges Gebäude, das hinter der bestehenden Villa aus dem 19. Jahrhundert inmitten eines Wasserbeckens errichtet wird. Durch einen außenliegenden Vorhang aus Wasser entsteht der Eindruck, das Gebäude würde aus dem Becken auftauchen. Der Innenraum des Neubaus dient als multifunktional nutzbarer Ausstellungs- und Vorführungsraum. Neu ist ebenfalls, dass der Turm der Villa mit einer Aussichtsmöglichkeit versehen wird, die den Besuchern einen Blick über das gesamte Areal ermöglicht. Mit Aussichtsturm in der Villa wurde eine Lösung gefunden, die sich harmonisch in das historische und natürliche Gesamtbild des Geländes einfügt.

„Das Vorhaben auf der Halbinsel Kaltehofe wird ein neuer Anziehungspunkt im Bezirk Mitte. Damit wird der Stadtteil Rothenburgsort aufgewertet. Und das Schönste: Es wird ein funktionierendes Zusammenspiel von Ausflugstourismus und Umwelt- und Naturschutz geben. Was uns sehr wichtig war“, so Markus Schreiber, Leiter des Bezirksamts Mitte.

Quelle: Hamburg Wasser

(Redaktion)


 


 

Kaltehofe
Halbinsel
Rothenburgsort
Norderelbe
Wasserkunst
WasserfiltrationsanlageDenkmal
Nat

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Kaltehofe" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: