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PR im Wandel

Immer mehr Unternehmen nutzen Kontaktplattform

Neben Pressemeldungen und Suchmaschinen können PR-Kommunikatoren bei Recherchescout über Fragen und Schlagworte in Kontakt zu Journalisten treten und so ihre Öffentlichkeitsarbeit verbessern.

Der Kampf um mediale Aufmerksamkeit hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Weil immer mehr Unternehmen auf Öffentlichkeitsarbeit setzen, wird es für das einzelne Unternehmen immer schwieriger, eigene Inhalte mit herkömmlichen Instrumenten zu platzieren. 

Gleichzeitig eröffnen sich für PR-Schaffende durch die anhaltende Krise bei vielen Medienhäusern neue Möglichkeiten, mit ihren Statements in Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Radio und Internet präsent zu sein. Voraussetzung ist jedoch, dass sie ihre Kommunikationsarbeit noch stärker an den Bedürfnissen von Journalisten und Redakteuren ausrichten. Medienkontaktplattformen wie Recherchescout helfen dabei.

Erfolg durch Anpassung an Bedürfnisse

„Der größte Hebel in der Öffentlichkeitsarbeit liegt darin, den Anforderungen der Journalisten gerecht zu werden“, sagt Martin Fiedler, Geschäftsführer des Portals Recherchescout. Informationen müssen für die Medienmacher Nachrichtenwertfaktoren wie Relevanz und Aktualität erfüllen – damit daraus für Leser, Zuhörer und Zuschauer interessante Inhalte entstehen können. „Zudem müssen die Informationen schnell und zum richtigen Zeitpunkt beim Journalisten ankommen.“ Genau diesen Ansatz verfolgt die von Martin Fiedler und Kai Oppel entwickelte Plattform Recherchescout.

Gegründet von 2 Medienexperten

Die beiden müssen es wissen. Fiedler hat über Jahre als Journalist für die Verlagsgruppe Handelsblatt gearbeitet – unter anderem für die Telebörse. Oppel schrieb als Journalist für die Deutsche Presse Agentur (dpa), Bild sowie die Financial Times Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren haben die beiden Ex-Journalisten jedoch als Berater und agenturseitig namhafte Kunden bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit betreut und gelten heute als ausgemachte und gefragte Kommunikationsexperten.
Recherchescout dreht Kommunikationsprinzip um

Die Idee hinter Recherchescout: Anstatt Journalisten weiterhin zu Empfängern von Pressemeldungen zu degradieren, unter deren Flut sie zunehmend leiden, dreht die Plattform das Push-Prinzip in der Information um. Journalisten können über Recherchescout Anfragen stellen. Diese werden anschließend über ein Schlagwortsystem an PR-Kommunikatoren in Verbänden und Vereinen weitergeleitet. Der Vorteil für Journalisten: Sie erhalten nicht wie bei Pressemeldungen ungefragt Informationen zu unpassenden Zeitpunkten, sondern sie bestimmen den Kommunikationszeitpunkt selbst. Ein anderer Vorteil gegenüber der von mittlerweile als mehr als 70 Prozent der Journalisten praktizierten Erstrecherche über Google liegt darin, dass sie durch die Verschlagwortung bei Recherchescout auf Gesprächspartner und Aspekte stoßen können, die ihnen durch Suchmaschinen verborgen geblieben wären.

Mehr als 1.200 Journalisten

Auch Kommunikatoren auf der PR-Seite profitieren von dem Ansatz. „PR-Schaffende können zum Zeitpunkt der Recherche mit dem Journalisten in Kontakt treten – und ihm helfen. Das ist ein Novum“, erklärt Oppel. Das Werkzeug eignet sich für kleinere Unternehmen und Startups ohne eigene Pressestelle ebenso wie für Konzerne mit professionellen Kommunikationsabteilungen und PR-Agenturen. „Entscheidend ist, dass sie Journalisten mit spannenden Informationen versorgen und dabei die Anforderungen des Medienmarktes nicht aus dem Auge verlieren“, sagt Oppel.

Der Erfolg gibt der Idee bereits anderthalb Jahre nach Gründung Recht. Mittlerweile haben sich mehr als 1.200 Journalisten bei Recherchescout registriert und stellen täglich Fragen. Die 2014 am häufigsten angefragten Themengebiete waren laut Recherchescout IT, Gesundheit, Mittelstand und Energie. Die Plattform finanziert sich über eine Jahresgebühr, die von den angeschlossenen Unternehmen, Verbänden und Vereinen entrichtet wird. Die Preise beginnen bei 875 Euro pro Jahr für gemeinnützige Institutionen.

(Nikolaus Schreck)


 


 

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