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Checkliste für erfolgreiches Präsentieren

So identifizieren Sie die unterschiedlichen Teilnehmer-Typen:

• Freunde: Erkennen Sie Ihre Freunde. Halten Sie mit Ihnen Augenkontakt, aber verbrüdern Sie sich nicht mit Ihnen!
• Feinde: Identifizieren Sie Ihre Feinde. Stellen Sie sich nicht gegen sie, die Teilnehmer würden sich auf deren Seite schlagen (der David-Effekt). Quittieren Sie deren Einwürfe positiv. Wertschätzen, verstehen und akzeptieren Sie deren Meinung. Verstehen heißt noch lange nicht zustimmen. Für jede Sichtweise kann es gute Gründe geben.
• Fähnchen im Wind: Die hohe Kunst ist es, den Freund zur Behandlung des Feindes einzusetzen, um somit die Fähnchen im Wind auf die eigene Seite zu ziehen.

Und woran erkennen Sie, dass Ihre Zuhörer gelangweilt sind oder Probleme mit Ihrer Präsentation haben? Achten Sie auf verbale und nonverbale Signale:

• störende Zwischenrufe und Einwände aller Art
• signalisiertes Desinteresse: malen, telefonieren, mit dem Handy oder BlackBerry spielen, Zeitung lesen, mit dem Nachbarn plaudern, den Raum verlassen …
• Stirnrunzeln, Kopfschütteln, Augendrehen, abwehrende Handbewegungen

All dies bedeutet noch nicht das endgültige Aus, sondern verlangt nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Nähern Sie sich dem Störer mit freundlichem Blick, manchmal reicht das schon. Wenn Kritik an einer Ihrer Folien aufkommt, bewegen Sie sich in die Gruppe hinein und besprechen die Folie gemeinsam. Zeigen Sie Offenheit, diskutieren Sie konstruktiv. Folgende Fragen an die Zuhörer bringen Sie weiter:

• Ich bin sehr an Ihrer Meinung interessiert! Was ist denn der konkrete Hintergrund Ihrer Frage?
• Ich habe den Eindruck, mein Vorschlag gefällt Ihnen nicht so recht. Wie denken Sie denn darüber?
• Sie sagten ja-aber. Das heißt, einem Teil meiner Ausführungen stimmen Sie zu?
• Unter welchen Umständen könnten Sie meinem Vorschlag denn folgen?
• Wie können wir uns nun hier einigen und gemeinsam eine Lösung finden?

Und wenn die Angreifer unfair werden? Auch darauf müssen Sie vorbereitet sein. Hilfreich sind – je nach Situation - folgende Formulierungen:

• Wie bitte? Herr xx, ich bin hier, um Sie über … zu informieren. Lassen Sie uns bitte in der Sache weitermachen!
• Was meinen Sie damit genau? Ich verstehe den Hintergrund Ihrer Frage nicht.
• Meinen Sie das jetzt schwarz oder weiß oder einfach nur prophylaktisch?
• Ich habe das gehört. Wie wünschten Sie denn nun, dass es weitergeht?
• Ich bin nicht sicher, ob das jetzt alle betrifft. Lassen Sie uns das doch im Anschluss in Ruhe besprechen.
• Das mag sein. Ich sehe das indessen/gleichwohl so: ….
• Nun mal langsam, Herr xx. Ich bin gerne bereit, mir Ihre Meinung anzuhören, ich bin aber nicht bereit, mich von Ihnen angreifen zu lassen.

Und wenn es ganz schwierig wird? 

Eine Pause machen und Sauerstoff tanken! Da wird der Kopf wieder frei. Überdenken Sie in Ruhe das bisher Geschehene und den weiteren Fortgang. Holen Sie sich Feedback, Ratschläge und Hinweise bei passenden Personen ein.

(Anne M. Schüller)


 


 

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