Weitere Artikel
Private Krankenversicherung

Neues Versicherungsvertragsgesetz: Mehr Rechte für Privatversicherte

Ende Januar 2013 verabschiedete der Bundestag den „Gesetzesentwurf zur Änderung versicherungsrechtlicher Vorschriften“. Die wichtigsten Änderungen: Für Versicherte gibt es nun die Möglichkeit, vor der Behandlung eine verbindliche Aussage zur Kostenübernahme von die Versicherungsgesellschaft einzuholen, außerdem wird die Sonderkündigungsfrist von einem auf zwei Monate verlängert und ein Wechsel von Unisex- in Bisex-Tarife bleibt ungültig.

Die  Frage nach der Kostenübernahme lässt sich nun vor einer Behandlung verbindlich klären – sofern die Ausgaben voraussichtlich über 2.000 Euro liegen, informiert das unabhängige Verbraucherschutzportal für private Krankenversicherungen WIDGE.de (Abkürzung für: Wechsel innerhalb der Gesellschaft). Insgesamt dürfe die Zu- oder Absage einer solchen Kostenübernahme nicht länger als vier Wochen dauern. In dringlichen Fällen müsse die Versicherungsgesellschaften sogar sofort oder innerhalb von maximal zwei Wochen urteilen. „Eine verbindliche Aussage zur Kostenübernahme ist eine Verbesserung. Wichtig ist aber auch, dass die Versicherten bereits vor Tarifabschluss wissen, was generell übernommen wird und was nicht. Häufig ist es so, dass sie die Bedingungen gar nicht verstehen, da diese sehr kompliziert geschrieben und unübersichtlich sind. Hier müssen die Versicherungskonzerne deutlich transparenter und kundenfreundlicher werden“, fordert Ozan Sözeri, Gründer und Geschäftsführer von WIDGE.de. 

Im Fall von Beitragserhöhungen sollen Versicherte ausreichend Zeit haben, um sich über Alternativen zu informieren. Deshalb wurde die Frist für einen Wechsel des Versicherers von einem auf zwei Monate verlängert. „Ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft kann eine gute Wahl sein, aber die oftmals bessere Lösung ist ein Tarifwechsel innerhalb der eigenen Versicherungsgesellschaft. Aufgrund der Verzögerungsstrategien der Versicherungsgesellschaften wird den Versicherten aber auch innerhalb des neuen Zeitraums eine genaue Prüfung der Optionen nicht möglich sein“, prognostiziert Sözeri. Unabhängige Experten, die die Tarifwelt der Versicherer genau kennen, können helfen innerhalb der Frist günstigere Alternativtarife zu finden.

Ebenfalls neu: Versicherte können eine Umstellung ohne Selbstbeteiligung in den Basistarif verlangen. Dies sei allerdings nur möglich, wenn der im Basistarif vereinbarte Selbstbehalt den Beitrag nicht ausreichend vermindert, informiert WIDGE.de. Die Gesellschaften haben insgesamt drei Monate Zeit, den Vertrag dementsprechend umzustellen. Sözeris Fazit: „Abgesehen von der Verlängerung der Sonderkündigungsfrist werden bloß Gegebenheiten gesetzlich festgezurrt, die schon längst übliche Praxis sind.“

Quelle: WIDGE.de GmbH

(Redaktion)


 


 

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "WIDGE" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: