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Ratgeber

Unternehmertum braucht Mut und Kreativität

Wie lassen sich im eigenen Betrieb die Weichen auf Erfolg zu stellen? Inspirierend und handlungsorientiert gibt Günter Schmitz in seinem Ratgeber „Unternehmertum ist nichts für Feiglinge“ dazu Beispiele und Anregungen. Sein Ansatz: Um erfolgreich zu sein, ist es nicht entscheidend, welches Produkt oder welche Dienstleistung der Betrieb anbietet: Unternehmererfolg ist vielmehr eine Frage der Haltung und der konsequenten Umsetzung.

Nicht wenige Ratgeber für Unternehmer haben eine gemeinsame Schwäche. Deren Inhalt ist zwar ehrenvoll und überzeugend geschrieben. Allerdings fragt sich der Leser spätestens nach der Hälfte der Lektüre, woher der Autor sein Wissen denn eigentlich nimmt. Und wenn er denn so gut weiß, wie Unternehmertum funktioniert, warum ist er dann nicht selbst erfolgreicher Unternehmer? Und so wachsen im Leser dann leichte Zweifel, ob denn die beschriebenen Theorien tatsächlich funktionieren werden. Diesen Zweifel muss sich Günter Schmitz nicht gefallen lassen. Denn ihm ist gelungen, wovon andere Unternehmer vielleicht träumen. Aus einem Handwerksbetrieb ist eine überregional bekannte Firma geworden, die Preise einsammeln konnte. Der Mann weiß also nicht nur in der Theorie, wie es geht.

Tipps eines Praktikers für Praktiker

Schmitz bedient sich, und das ist ja auch gut so, der Rezepte, die auch in seinem Unternehmen zum Erfolg geführt haben. Der Leser merkt, wie sehr ihn Mittelmäßigkeit, Zögerlichkeit und Mutlosigkeit im Mittelstand ärgern. Sein Blick richtet sich auf eine ganze Reihe von Fehlern und aus seiner Sicht falschen Haltungen, die andere Unternehmer an den Tag legen. Wer erfolgreich sein will, braucht Energie. Aber die verschwenden Chefs, Führungskräfte und Firmeninhaber viel zu oft, in dem sie versuchen, recht zu haben. Etwa dann, wenn sie es bis zu Prozessen mit Kunden oder Lieferanten kommen lassen. Ja, vielleicht gelingt es am Ende sogar, den eigenen Standpunkt durchzusetzen. Aber wie viel Kraft hat das dann gekostet? „Ändern statt ärgern, loslassen statt labern“, ruft der Autor dem interessierten Leser zu. Und so geht es auch gleich weiter.

Das zweite Kapitel dreht sich um das liebe Geld. Ein Unternehmer muss auf seine Kosten achten. Grundsätzlich richtig, aber mit seinen Beispielen zeigt Schmitz, dass auch Unternehmen am sprichwörtlich falschen Ende sparen können. So gibt es in seiner Firma ein gemeinsames Frühstück der Mitarbeiter, das vom Unternehmen bezahlt wird. Nicht, weil es darum geht, die Mitarbeiter zu beeindrucken. Der Autor hat einmal ausgerechnet, was ihn die tägliche Anfahrt seiner Monteure zu Bäckereien oder Tankstellen kostet, wenn sich die Mitarbeiter einen Imbiss besorgen. Da kommt das Frühstück günstiger. Und den Zusammenhalt stärkt es allemal.

Verkaufen, Führen, Mitarbeiter gewinnen – Ratschläge für jede Lebenslage

So geht es Schlag auf Schlag auf den knapp 200 Seiten zu. Schmitz widmet sich nahezu jeder Lebenslage eines Unternehmers. Es geht um das richtige Verkaufen, das Begeistern von Kunden, aber auch um die so wichtige Mitarbeitergewinnung. Denn ohne die richtigen Leute wird es mit der Expansion nichts werden.

Management-Journal-Fazit: Ein kurzweilig geschriebener Ratgeber, prall gefüllt mit Tipps aus der Praxis eines Vollblutunternehmers. Dieses Buch löst sein Versprechen ein, ein Werkzeugkoffer für Unternehmer zu sein. Ganz klare Kaufempfehlung.

Das Buch: Günter Schmitz, „Unternehmertum ist nichts für Feiglinge. Mit Mut, Konsequenz und Kreativität zum Erfolg, GABAL Verlag GmbH, ISBN 3869368659

(SLA / www.Management-Journal.de)


 


 

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