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Die vertrackte Suche nach Top-Personal

Nicht nur wenn es um die Besetzung von Vakanzen im Top-Management geht, kommen häufig Headhunter zum Einsatz. Eine Branche, in der Diskretion großgeschrieben wird. Schließlich sitzen die Top-Leute im Zweifel bei ihrem aktuellen Arbeitgeber fest im Sattel. Matthias Kestler arbeitet als Personalberater. Die Wirtschaftswoche zählt ihn zu den einflussreichsten Headhuntern des Landes. Und er hat ein Buch über seine Branche geschrieben, das mit Mythen aufräumt und zeigen will, wie die Zusammenarbeit mit einem Headhunter klappt.

Von konspirativen Treffen und der Digitalisierung

Um die Branche der Headhunter ranken sich viele Mythen. Wer denkt da nicht an konspirative Treffen in abgelegenen Hotels. Geheimniskrämerei, die verhindern soll, Kollegen zu begegnen, die sonst etwas ausplaudern könnten. Oder an Telefonate am Arbeitsplatz, die stets mit der Frage beginnen, ob gerade ungestört gesprochen werden könne.

Im ersten Kapitel seines Buchs räumt Kestler mit solchen Mythen auf und wirft einen tieferen Blick auf seine Branche.

Vom gemeinsamen Miteinander und Verständnis für den Headhunter

So interessant diese Einblicke auch sind, geschrieben wurde das Buch indes weniger aus diesem Grund. Gerade die nächsten Kapitel zeigen nicht nur exemplarisch, wie ein seriöser Headhunter arbeitet. Es geht hier auch darum, zum besseren Verständnis der Arbeit beizutragen, damit der Personalberater auch für seinen Auftraggeber den größten Nutzen bietet. Denn nicht nur Fehlbesetzungen können teuer werden. Auch eine abgebrochene Personalsuche kostet Geld und Nerven. Und oft gerät sie in eine Sackgasse, weil auf der Seite des Auftraggebers zu viele Illusionen herrschen oder andere Bremsklötze am Werk waren. Und das ist nicht immer ein Streit um das Beratungshonorar.

Ein Thema liegt Kestler aber besonders am Herzen. Und ihm widmet er sich im letzten Kapitel. Denn aus seiner Sicht machen viele Unternehmen einen entscheidenden Fehler bei der Personalbesetzung. Nämlich immer dann, wenn gar nicht erst der Markt sondiert wird, sondern nach internen Kandidaten gesucht wird. Mitarbeiter mit dem richtigen „Stallgeruch“ – mit einer solchen geklonten Führungselite gefährden Unternehmen letztlich nur ihre Existenz.

Management-Journal-Fazit: „Wanted!“ bietet nicht nur interessante Einblicke in eine eher verschlossene Branche, sondern viele praktische Hinweise, wie die die Personalsuche mit einem Dienstleister zum Erfolg wird.

Das Buch: Matthias Kestler, „Wanted! Headhunter, Unternehmen und die knifflige Suche nach den idealen Kandidaten“, Campus Verlag GmbH, ISBN 3593508729

(Stephan Lamprecht / www.management-journal.de)


 


 

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