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Reisen Hamburg verzeichnete rund 70 000 Besucher

Positive Stimmung trotz aller Krisendiskussionen, neugierige Besucher und großes Interesse an dem Themenschwerpunkt Aktivurlaub ist das Fazit der REISEN HAMBURG, die am Sonntag zu Ende ging. Vor allem das neue Globetrotter Abenteuer-Camp erwies sich in den Messehallen als großer Publikumsmagnet. Rund 70 000 Reiselustige (Vorjahr 73 500) aus ganz Norddeutschland haben nach der vorläufigen Schlussbilanz die große Ideenmesse für Urlaub und Caravaning besucht. „Wir haben die Besucherzahl von 2008 fast erreicht, womit wir angesichts der Verunsicherung durch die Wirtschaftskrise sehr zufrieden sind“, sagte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH.

„Mit dem Themenschwerpunkt Aktivurlaub haben wir einen starken Trend aufgegriffen, was sowohl von den Ausstellern als auch von den Besuchern honoriert wurde“, so Aufderheide. Sowohl die Angebote im Abenteuer-Camp als auch in der Themenhalle „Räder und Radreisen“ wurden während der REISEN HAMBURG sehr gut angenommen. Jeder dritte Besucher interessierte sich laut einer Besucherbefragung für Aktivurlaubsangebote. „Dieser Erfolg bestätigt unser Konzept“, sagte Aufderheide.

Unter den Norddeutschen, die die REISEN HAMBURG besuchten, war die Entschlossenheit überraschend groß, in diesem Jahr zu verreisen. So gaben rund 89 Prozent der Besucher an, 2009 ganz sicher in den Urlaub fahren zu wollen (2008: 87,9 Prozent); das hat eine Befragung durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut ergeben. Dabei ist das Interesse an Städtereisen nach wie vor besonders groß (rund 47 Prozent), gefolgt von Strand- und Sonnenurlaub (rund 32 Prozent). Rund 23 Prozent der Befragten interessierten sich speziell für Erlebnis- und Abenteuer-Ferien, 18 Prozent wollten sich gezielt über Kreuzfahrten informieren, gefolgt von Wellness- und Gesundheitsangeboten (rund 17 Prozent). Was die Reiseziele betrifft, liegt Europa mit 63 Prozent vor Deutschland (50 Prozent) und Fernreisen (40 Prozent). Die Besucher bevorzugen außerdem individuell organisierten Urlaub (69 Prozent) vor Pauschalarrangements (31 Prozent).

„Wir sind fest davon überzeugt, dass das Thema ‚Räder und Radreisen’ hundertprozentig zur REISEN HAMBURG passt, was sich an dem gelungenen Auftritt in diesem Jahr gezeigt hat“, betonte Manfred Behrens von der Upsolut Event GmbH als Partner der Hamburg Messe für die Themenhalle B1. Wir planen bereits, für die Messe 2010 das Thema weiter auszubauen."

Das große Abenteuer-Camp in der Halle B7 übertraf alle Erwartungen von Mit-Organisator Globetrotter Ausrüstung. „Das Konzept eines offenen, interaktiven Erlebnisareals ging voll auf“, freute sich Andreas Krüger, Veranstaltungsmanager des Hamburger Unternehmens. Man habe dem norddeutschen Publikum auf der REISEN HAMBURG das Thema Outdoor näherbringen wollen – und zwar nicht nur den Enthusiasten, sondern auch neuen Zielgruppen wie Familien mit Kindern. Krüger: „Das ist uns mit dem Hochseilgarten und den ,Waldmeisterschaften’ gelungen, bei denen sich Messebesucher als Holzfäller betätigen konnten.“ Als Magnet auf der Sonderfläche erwies sich auch das Axtschmieden.

Anlässlich des 25. Jubiläums der Deutschen Tourismusanalyse auf der REISEN HAMBURG hatte Prof. Dr. Horst Opaschowski als Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen zu Messebeginn von einer „Mobilitätswende im Urlaub“ gesprochen. Auch am Stand von Tirol spiegelte sich diese Entwicklung: So zeigte sich Sandra Kremer von der Tirol Information „überrascht von der hohen Zahl der Selbstfahrer und Wohnmobilisten, die sich für Ferien in unserem Land interessieren.“ Viele Urlauber holten sich am Stand gezielt Tipps aus erster Hand.

Als weiteren Trend hatte Prof. Opaschowski den stetig wachsenden Inlandstourismus ausgemacht. Vor allem Bayern und Mecklenburg-Vorpommern spürten diese Entwicklung. Am Stand von München-Oberbayern interessierten sich die Besucher besonders für Aktivurlaub, wie Angelika Nuscheler, stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, erklärte. Natürlich seien die Menschen dieses Jahr stärker preisorientiert. „Eine besondere Reisezurückhaltung konnten zumindest wir am Stand allerdings nicht beobachten“, so Nuscheler. Ähnliches beobachtete Andrea Nagel, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte: „Während Preise am Stand eine untergeordnete Rolle spielten – die Hamburger sind nun mal keine Billigurlauber –, haben wir bereits hier den in aktuellen Studien skizzierten weiteren Bedeutungszuwachs für den Deutschland-Tourismus gespürt.“ Das Publikum habe auf der REISEN HAMBURG außerdem konkret nach Aktivurlaub gefragt. Der Messeauftritt und die Schwerpunktthemen der Messe hätten sich „gut gegenseitig ergänzt“.

„Die Lust auf Urlaub ist in jedem Fall da“, bestätigte Marco Niermann, Marketingverantwortlicher des Flughafen Hamburg. Das habe auch für Kurz- und Städtetrips gegolten, „soweit wir das anhand der bei uns angefragten Flugziele beurteilen können“. Als Konsequenz zog Dr. Bettina Bunge, Marketing-Chefin der Hamburg Tourismus GmbH, eine „sehr positive Bilanz für unseren diesjährigen Messeauftritt“. Hamburg sei „für die laufende Saison optimistisch gestimmt“. Positive Signale kamen auch aus Bremen: „Gegen viele Prognosen, die dem Städtetourismus trübe Zeiten verheißen, konnten wir mit unserem Kultur- und Unterhaltungsangebot punkten“, erklärte Jürgen Hoppe für die Bremer Touristik-Zentrale.

In den Caravaning-Hallen gab es überwiegend zufriedene Mienen. „Fast muss man unserem Segment angesichts gesunkener Spritpreise, unsicherer Konjunkturaussichten und Outdoor-Trend eine Sonderkonjunktur bescheinigen“, freute sich Burkhard Schwarz, Vorstandsmitglied des Deutschen Caravaning Handels-Verbands (DCHV). Das führe der hiesigen Reisemobil- und Caravan-Branche vermehrt wieder junge Leute und auch Familien zu. Burkhard begrüßte in diesem Kontext das veränderte Hallenkonzept: „Offener, lebendiger, interaktiv und Camping inszeniert mit Abenteuerflair – das hat gegriffen.“

„Für uns hat sich ausgezahlt, dass wir ein attraktives Sondermodell für Familien auf der Standfläche hatten“, erklärte Jens Heinrichs, Marketingleiter von Eura Mobil, „damit haben wir offenbar den Nerv der Kunden getroffen.“ Das gilt analog für die hochpreisigen Modelle des Händlers Reimers. Geschäftsführer Frank Reimers machte dabei einen grundsätzlichen Trend zu gehobener Ausstattung aus.

Quelle: Hamburg Messe und Congress GmbH

(Redaktion)


 


 

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