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Rente

Die Rente und die Politik passen einfach nicht zueinander

Das Rentensystem ist auf Generationen angelegt. Die Politik denkt nur bis zur nächsten Bundestagswahl. So wurde das Rentensystem zwar theoretisch zukunftsfest gemacht, indem mit der Riester-Rente eine private Vorsorge und zudem eine automatische Anpassung der Renten an die Bevölkerungsentwicklung eingezogen wurden. Doch in der Praxis funktioniert dies schlecht.

Die Politik vollführt stets einen Eiertanz, wenn es darum geht, den 20 Millionen Rentnern Härten zuzumuten. So wurden die schönen Gesetze, die das System stabil halten sollten, mehrfach außer Kraft gesetzt. Das ist unverantwortlich. Den Rentnern droht nun Nullrunde um Nullrunde, nur weil die große Koalition 2009 noch ein Wahlgeschenk brauchte und die Rentenerhöhungen unverhältnismäßig hoch ausfallen ließ. Die im Übermaß angepassten Renten sind nicht nur finanziell eine Hypothek. Sie sind auch eine psychologische Last. Nachdem die Politik mehrfach das fein ausbalancierte Rentensystem aus dem Gleichgewicht gebracht hat, wird es ihr in Zukunft umso schwerer fallen, den Ruheständlern Jahr für Jahr zu erklären: Es gibt keine Erhöhung. Bleibt nur zu hoffen, dass diese und die folgenden Regierungen weiteren populistischen Versuchungen widerstehen.

(ots / Rheinische Post)


 


 

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