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Schiffshavarie

CSCL Indian Ocean: Tausende Schaulustige kamen zum Shipspotting an die Elbe

Seit dem 3. Februar 2016 liegt der havarierte Containerriese „CSCL Indian Ocean“ Höhe der Elbinsel Lühesand bei Hamburg fest. Am Wochenende kamen tausende Seh-Leute, um an beiden Elbufern das Spektakel zu beobachten.

Tausende Schaulustige nutzten das trockene Wetter, um den ungewöhnlichen Anblick der 400 Meter langen und knapp 60 Meter breiten „CSCL Indian Ocean“ mit Foto- und Filmkameras festzuhalten und das Spektakel mit einem Spaziergang im Alten Land oder auf schleswig-holsteinischer Seite zu verbinden. Bereits ab Sonnabendvormittag kam es an der Hetlinger Schanze zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Hunderte Fahrzeuge parkten die Zufahrtstraßen zum Wasser zu und fuhren sich bei den An- und Abfahrten teilweise fest. Medienberichten zufolge soll sich auf niedersächsischer Seite ein ähnliches Bild gezeigt haben.

Am Abend des 3. Februar 2016 war die „CSCL Indian Ocean“ auf der Elbe, nahe der Insel Lühesand, auf Grund gelaufen. Mit einer Transportkapazität von 19.000 Standardcontainern zählt der Gigant zu den größten Containerschiffen der Welt.Der Frachter der Reederei China Shipping war Richtung Hamburger Hafen unterwegs, als vermutlich eine defekte Ruderanlage zur Havarie führte. Zwei Versuche, den Containerriesen mit mehreren Schleppern wieder ins Fahrwasser zu ziehen, misslangen. Auf Ersuchen des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes Hamburg übernahm das in Cuxhaven ansässige Havariekommando die Gesamteinsatzleitung der Bergung. Inzwischen wurden 2.000 Tonnen Treibstoff abgepumpt und knapp 4.000 Tonnen Ballastwasser abgelassen, um den Tiefgang „CSCL Indian Ocean“ zu vermindern.

Nun ist nach Angaben des Havariekommandos geplant, den Containerriesen am Morgen des 9. Februar freizuschleppen. Mit dem angekündigten höheren Hochwasser, einer Sprintide, öffne sich nach derzeitigen Vorhersagen und Berechnungen ein Zeitfenster, in dem ein Schleppvorgang möglich wäre. Die Vorbereitungen dafür laufen. Am Wochenende haben Bagger den Boden in der Elbe nahe dem festliegenden Schiff abgetragen.

SPRINGTIDE
Bei einer Springtide fallen Hoch- und Niedrigwasser durch eine besondere Sonne-Erde-Mond-Konstellation stärker aus als im Mittel; entsprechend ist das Springhochwasser höher als das mittlere Tidehochwasser.

Der Schiffsverkehr auf der Elbe sei durch die Havarie nur leicht beeinträchtigt, heißt es. Schweröl soll nicht ausgelaufen sein und es habe keine Verletzten gegeben.

(Redaktion)


 


 

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