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SchuldnerKlima-Index

Überschuldungsgefahr weiter gestiegen

Zum vierten Mal in Folge hat sich das SchuldnerKlima in Deutschland verschlechtert. Es hat aktuell mit 96,1 Punkten (Herbst 2013: 99,2 Punkte) ein Rekordtief erreicht. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten und bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung von rund 1.000 Bürgern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren, die einmal im Quartal durchgeführt wird.

Der SchuldnerKlima-Index Deutschland (SKID) bewertet als Trendindikator die Überschuldungslage der deutschen Verbraucher. Ein Wert über 100 Punkte kennzeichnet eine eher entspannte Situation, ein Wert unter 100 Punkte bedeutet, dass sich die Überschuldungslage für die Verbraucher anspannt. „Unsere Prognose vom letzten Herbst hat sich bestätigt: Der SchuldnerKlima-Index ist im Winter auf ein Rekordtief gesunken. Und wir gehen davon aus, dass sich die Verschuldungslage der deutschen Verbraucher in den nächsten Monaten nicht verbessern wird“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer der Auskunftei Boniversum.

Einschätzung der wirtschaftlichen Lage verbleibt auf Tiefstand

Die Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage der deutschen Verbraucher bleiben dem Trendindikator zufolge in diesem Quartal weiter auf Tiefstand. Demnach bewerten weiterhin rund 27 Prozent (Herbst 2013: 27 Prozent) ihre eigene wirtschaftliche Lage mit einer guten oder sehr guten Schulnote. Die Verbraucher schauen wieder etwas optimistischer in die Zukunft als noch im vorhergehenden Quartal. Mehr als 30 Prozent (Herbst: 29,9 Prozent) schätzen ihre zukünftige wirtschaftliche Lage wieder gut ein. Die Sparneigung geht in diesem Quartal weiter zurück. Nur noch knapp 30 Prozent (Herbst 2013: 30,4 Prozent) der Verbraucher geben an, regelmäßig zu sparen, so Boniversum.

Verbindlichkeiten steigen spürbar an

Im Vergleich zum letzten Quartal hat die aktuelle Kreditnutzung spürbar zugenommen. Rund 64 Prozent (Herbst 2013: 59,7 Prozent) der Verbraucher geben an, Kredite oder sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zu haben. Für die Zukunft plant noch jeder dritte deutsche Verbraucher (32,1 Prozent), weitere Anschaffungen, in erster Linie kleinteilige Konsumgüter, mit Krediten zu finanzieren.

Schuldenstress nimmt weiter zu

Der subjektive Schuldenstress hat sich im Winter 2013/14 deutlich erhöht. 13 Prozent (Herbst 2013: 12,4 Prozent) der deutschen Verbraucher haben häufig das Gefühl, dass ihnen ihre finanziellen Verbindlichkeiten über den Kopf wachsen könnten. Auch immer mehr Verbraucher (55,6 Prozent; Herbst 2013: 51,0 Prozent) kennen Personen aus ihrem persönlichen Umfeld, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Der Anstieg des Schuldenstress korrespondiert mit der Haltung der Deutschen zum Schuldenmachen. Deutlich mehr Verbraucher (58 Prozent; Herbst 2013: 53 Prozent) als im Vorquartal geben derzeit an, nur Schulden im äußersten Notfall zu machen.

Die Einflussfaktoren auf das SchuldnerKlima

Der SchuldnerKlima-Index basiert auf drei Einflussindikatoren: den Einschätzungen zur eigenen aktuellen wie auch künftigen wirtschaftlichen Situation (ökonomisches Potenzial), dem Bestand an aktuellen und erwarteten finanziellen Verpflichtungen (Kreditaffinität) sowie dem Gefühl einer finanziellen Überforderung bei sich selbst und in seinem Umfeld (Schuldenstress). Ergänzend wird nach den Möglichkeiten gefragt, Geld zu sparen (Sparpotenzial).

(Redaktion)


 


 

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