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Kreuzfahrtgipfel in Hamburg

Hohe Sicherheitsstandards auf Kreuzfahrtschiffen

Der Fall schlug hohe Wellen: Seit der Havarie der „Costa Concordia“ Anfang 2012 ist das Thema Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen in den öffentlichen Fokus gerückt. Immerhin muss im Notfall auf einem Ozeanriesen die Einwohnerzahl eines ganzen Dorfes evakuiert werden – wenn es sein muss nachts, bei schlechtem Wetter, hohen Wellen und unter Zeitdruck. Fest steht: Die Sicherheitsstandards in der Kreuzfahrtbranche sind hoch. Als Reaktion auf die Havarie der „Concordia“ hat die Cruise Lines International Association (CLIA), der weltgrößte Verband der Kreuzfahrtindustrie, die Schrauben noch weiter angezogen und neue Sicherheitsrichtlinien eingeführt, die über die internationalen Vorgaben hinausgehen.

Die Reedereien und Werften inspizieren ihre Flotten und rüsten weiter auf. So wird etwa die Carnival Cruise Lines in den kommenden Monaten rund 300 Millionen US-Dollar in den Ausbau der Sicherheitssysteme auf allen ihren 24 Schiffen investieren. Vor allem die Feuerschutz- und Brandbekämpfungseinrichtungen werden auf den neuesten Stand gebracht. Darüber hinaus soll die technische Unabhängigkeit – die sogenannte Redundanz – der zwei separaten Maschinenräume weiter erhöht werden.

Sicherheitstechnik spielt an Bord eine entscheidende Rolle: „Kreuzfahrtschiffe sind mit modernster Navigationstechnik ausgestattet. Ihre Sensoren zum Beispiel können den Untergrund auf den Zentimeter genau vermessen. Hindernisse erkennt der Kapitän dadurch sofort“, sagt Stefan Jäger, Präsident der European Cruiser Association (EUCRAS) e.V. in Wiesbaden. Sein Fazit: „Die Autofahrt oder der Flug zum Schiff ist gefährlicher als die Kreuzfahrt selbst.“

Zu einem ähnlichen Resultat kommt der ADAC. Der renommierte Automobilclub hat im vergangenen Jahr die Sicherheit auf insgesamt zehn Kreuzfahrtschiffen der größten Reedereien geprüft. Das Ergebnis: Zwei Mal vergab der ADAC die Note „sehr gut“ für die „AIDAbella“ und die „AIDAdiva“ der Reederei AIDA Cruises. Sämtliche anderen Kreuzfahrtschiffe erhielten ein „gut“. „Die getesteten Schiffe waren alle auf dem neuesten technischen Stand, also mit modernen Sicherheits-, Rettungs- und Brandschutzeinrichtungen ausgerüstet. Die Crews waren in den meisten Fällen professionell und routiniert bei den Übungen“, heißt es im Testbericht.

Chancen und Herausforderungen für Lieferanten und Dienstleister

Der Kreuzfahrtmarkt in Europa ist so erfolgreich wie nie. Aber was bringt die Zukunft? Was sind die Chancen und Risiken des Marktes? Ein besonderes Highlight bildet am 25. September 2013 die einzigartige Kooperation der Meyer Werft mit Royal Caribbean International. Auf der „Seatrade Europe“ veranstalten die beiden Branchenriesen gemeinsam den Workshop „Opportunities and Challenges for Suppliers and Service Providers”. Aktive und potenzielle Lieferanten und Dienstleister erfahren dann, wie sie mit Werften und Kreuzfahrtreedereien zusammenarbeiten können.

Branchenauszeichnung: Seatrade Insider Cruise Awards 2013

Ein weiterer Höhepunkt der Seatrade Europe ist die Preisverleihung der Seatrade Insider Cruise Awards 2013, die zum vierten Mal vergeben werden. Die Branchen-Auszeichnung wird am Dienstag, den 24. September, nach der Eröffnungskonferenz in sechs Kategorien verliehen. Mit Spannung wird dabei die Vergabe des Umweltpreises erwartet, mit der innovative Nachhaltigkeitslösungen in der Kreuzschifffahrt ausgezeichnet werden.

(Redaktion)


 


 

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