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Sehner Unternehmensberatung GmbH

Optimale Bilanzierung für eine sichere Finanzierung - Teil II

7. Veröffentlichung der Bilanzdaten steuern

Man kann heute davon ausgehen, dass es für die veröffentlichten Bilanzdaten eines Unternehmens eine Reihe von Interessenten gibt. Zuerst sind hier die Auskunfteien und die Kreditversicherer zu nennen.

Es gibt daher ausreichend Gründe, sich die Daten des eigenen Unternehmens bereits vor der Veröffentlichung intensiv anzusehen. Dies erscheint logisch, trotzdem erwecken zahlreiche bereits veröffentlichte Bilanzen auch von Hamburger Unternehmen den Eindruck, dass weder der Unternehmer noch sein Berater sich die Daten gründlich angesehen hat. Hier kann auf www.channelpartner.de verwiesen werden. Nach der dort veröffentlichten Untersuchung sind z.B. fast 50 % der veröffentlichten KG-Bilanzen fehlerhaft.

Norbert Sehner Unternehmensberatung

Wir haben selbst ca. 500 Bilanzen von Hamburger Firmen untersucht und verschiedenste Fehler (von fehlerhaften Kapitalausweisen bis zu reinen Rechenfehlern) entdeckt. Hinzu kommen Formfehler. Bei insgesamt 21 Unternehmen konnten in der Offenlegung Fehler festgestellt werden (kein Anhang, fehlender Lagebericht bei mittelgroßen Kapitalgesellschaften, Prüfungspflicht nicht beachtet, fehlendes WP-Testat, falsche Additionen etc.). Diese Fehler können unterschiedliche rechtliche Konsequenzen haben, bis hin zur Nichtigkeit der Abschlüsse bei fehlendem Anhang.

Des Weiteren kann man erkennen, dass manche Unternehmen sehr viele (viel zu viele?) Details veröffentlichen und andere die Bilanzen unzulässig verkürzt darstellen. Dies kann eventuell zu Herabstufungen der Bonität durch die Auskunfteien und Kreditversicherer führen. Insgesamt darf dieses Thema vom Unternehmer nicht unterschätzt werden.

FAZIT

Die Relevanz der Bilanzstruktur für eine sichere Finanzierung wird im Mittelstand auf breiter Front unterschätzt oder auch nicht beachtet. Im Umgang mit der Eigenkapitalquote sind in der Praxis vielfach völlig falsche Herangehensweisen zu beobachten. So ist es im Sinne einer sicheren Finanzierung kontraproduktiv, „auf Teufel komm heraus“ Steuern sparen zu wollen.

Die Möglichkeiten, die die Bundesländer oder die KFW den mittelständischen Unternehmen bieten sind teilweise unbekannt. Teilweise werden die staatlich bereitgestellten Mittel als teuer eingestuft. Bei schwacher Kapitalausstattung sind diese Programme jedoch für den Mittelstand positive Finanzierungsinstrumente.
Auch Leasing und Factoring sollten ggf. in der Finanzierung ihren Platz haben.
Besonders für (stark) wachsende mittelständische Unternehmen ist die Ausschöpfung aller Möglichkeiten sehr wichtig.

Gerade in Zeiten, in denen die Schwierigkeiten auf den Finanzmärkten und die gestiegene Transparenz durch die Veröffentlichungspflicht die Sicherung der Unternehmensfinanzierung schwierig macht, sollte man sich im Bereich der Finanz- und Bilanzplanung sowie in der systematischen Steuerung seiner Unternehmenskennzahlen professionell aufstellen, um Liquiditätsdellen rechzeitig erkennen zu können.

(Redaktion)


 


 

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