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  • 20.08.2013, 09:33 Uhr
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  • Münster & Münsterland
SEPA-Umstellung

Vorarbeiten und Mehrarbeit für Unternehmen und Vereine

Der europaweit einheitliche bargeldlose Zahlungsverkehr in der Eurozone bringt für Unternehmen und Vereine erhebliche Erleichterungen. Doch die Umstellung auf das so genannte SEPA-Verfahren zum 1. Februar 2014 erfordert im Vorfeld von Firmen, Geschäftsinhabern und Vereinen einiges an Vorbereitungen.

Noch bleiben ein paar Monate Zeit, Briefbögen, Buchhaltungssoftware und mehr auf die Änderungen abzustimmen. „Unternehmen und Vereine sollten die verbleibende Zeit dringend nutzen, denn die Umstellung auf die europäischen Vorgaben kostet Zeit“, sagt Markus Völker, Spezialist für Electronic Banking der Kreissparkasse Steinfurt. Um besonders Vereinen die Umstellung zu erleichtern, hat die Kreissparkasse an drei Abenden mehrere hundert Vereinsvertreter über SEPA informiert – und wertvolle Tipps gegeben.

Die SEPA-Umstellung betrifft sämtliche nationale und internationale Überweisungs- und Lastschriftverfahren, die innerhalb des europäischen Zahlungsraumes in Euro abgewickelt werden. Bis zum 1. Februar 2014 gilt für Firmen und Vereine eine Übergangsfrist. „Ab dann sind alle Marktteilnehmer zur Umstellung auf die SEPA-Verfahren gesetzlich verpflichtet. Sollte dies nicht geschehen können Forderungen und Beiträge nicht eingezogen werden,“ erklärt Markus Völker.

IBAN, BIC und SWIFT-BIC

In einem ersten Schritt sollten Unternehmen und Vereine ihre Briefbögen, Vorlagen und Rechnungsvordrucke überarbeiten. Statt Kontonummer und Bankleitzahl müssen dort die Zahlenkombinationen von IBAN und BIC oder SWIFT-BIC aufgeführt werden. IBAN und BIC sind ersichtlich auf den Kontoauszügen oder auf der Rückseite der SparkassenCard.

Um auch in Zukunft das Lastschriftverfahren nutzen zu können, ist eine so genannte Gläubiger-ID Pflicht. Unternehmen können diese schon jetzt bei der Deutschen Bundesbank beantragen unter www.glaeubiger-id.bundesbank.de

Um am SEPA-Lastschriftverfahren teilnehmen zu können, müssen Geschäftskunden der Kreissparkasse eine neue Vereinbarung über den Einzug von Forderungen durch SEPA-Lastschriften abschließen.

Datenbestände und Software aktualisieren

Firmen und Vereine sollten dringend prüfen, ob ihre Zahlungssoftware und Finanzbuchhaltung SEPA-fähig ist. Zahlreiche Software-Anbieter stellen inzwischen die erforderlichen Updates zur Verfügung. Die Kreissparkasse Steinfurt hält mit Sfirm 2.5 für Firmenkunden eine aktuelle Firmensoftware bereit, die allen Anforderungen des SEPA-Verfahrens genügt.

Unternehmen sollten die Datenbestände ihrer Zahlungspflichtigen auf IBAN und BIC umstellen. Auch in diesem Bereich stellt die Kreissparkasse entsprechende technische Angebote zur Verfügung.

„Wir begleiten unsere Firmenkunden und Vereine gern durch die Formalitäten“, sagt Vorstandsvorsitzender Karl Derikartz. So hat die Kreissparkasse unter www.ksk-steinfurt.de/sepa eigene Seiten zum Thema rund um SEPA eingerichtet. Broschüren mit entsprechenden Checklisten stehen hier zum Download zur Verfügung. Die technischen Spezialisten aus dem Bereich Service-Banking aber auch die Berater vor Ort helfen gerne weiter.

Während für Firmen und Vereine die Zeit drängt, tritt die Umstellung auf SEPA für Privatleute erst nach einer Übergangsfrist zum 1. Februar 2016 in Kraft. Neben der Umwandlung von Kontonummer und Bankleitzahl in IBAN und BIC sind sie kaum von Veränderungen betroffen.

Was bedeutet SEPA?

SEPA steht als Abkürzung für „Single Euro Payments Area“, also den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum. Insgesamt 32 Länder gehören dazu. Innerhalb des einheitlichen Zahlungsverkehrsraums werden für Firmenkunden ab Stichtag 1. Februar 2014, für Privatkunden ab Stichtag 1. Februar 2016, ausschließlich europaweit standardisierte Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen angeboten. Somit können private Verbraucher und Unternehmen in Zukunft mit einheitlichen Überweisungs- und Lastschriftverfahren bargeldlose Euro-Zahlungen auch über Ländergrenzen hinweg so unkompliziert wie im Inland vornehmen.

(Redaktion)


 


 

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